SEB BLACK

On Emery Street

Tom Waits, Noise-O-Lution, Electro. Gehört in dieser Reihe irgendetwas zwingend zusammen? Nicht unbedingt, wenngleich sich Seb Black auf seinem Debüt an einer Mischung aus alldem versucht. Stampfender New-Orleans-Blues trifft da auf Synthies und die gurgelnde Stimme des Interpreten.

Nur so richtig zünden will das Ganze leider irgendwie nicht. Rotlicht und Barfliegen – der tausendfach erzählten Gossenromantik kann Seb Black trotz seiner alles vermischenden Herangehensweise nichts hinzufügen, da sich die Songs nicht für eines der musikalischen Extreme entscheiden können.

Wo er es dann doch tut, wie im leicht-souligen „Way down the line“ funktioniert es. Nur leider kommt das zu selten vor. Leute, die im verschwitzten Unterhemd am Oldtimer rumschrauben und sich dabei durch die Tolle streichen, dürfen trotzdem ein Ohr riskieren.