YO LA TENGO

Stuff Like That Here

Wie die New Yorker SONIC YOUTH (bis zur ihrer Auflösung) sind auch YO LA TENGO aus dem benachbarten Hoboken schon lange eine Band mit echtem Trademark-Sound, die man gemeinhin als Kritikerlieblinge bezeichnet und die sich nichts mehr beweisen muss.

Wahrscheinlich würde man ihnen selbst eine Zusammenarbeit mit Mickie Krause (!!!) nicht übelnehmen. Wie die meisten Bands haben auch YO LA TENGO keine Berührungsängste bei Coverversionen, was eh gut zu ihrer leicht retrospektiven Natur passt.

Bereits 1990 hatten sie mit „Fakebook“ ein Album eingespielt, das fast ausschließlich aus Coverversionen bestand, etwa von Cat Stevens, John Cale oder den FLAMIN’ GROOVIES. Unter dem Namen CONDO FUCKS nahmen sie sich dann 2009 selbst auf den Arm und spielten eine räudige Garagenplatte namens „Fuckbook“ ein, wo wieder die FLAMIN’ GROOVIES dran glauben mussten, neben Richard Hell und SLADE.

Bei „Stuff Like That Here“ steht aber wieder eine seriöse Herangehensweise im Vordergrund, mit der sich YO LA TENGO fünf Eigen- und neun Fremdkompositionen annähern. Alles sehr unaufgeregt und in sehr folkrockiger Weise eingespielt, ohne die noisigen Momente, die die Band ja ebenfalls gut beherrscht.

Dabei spielt es eigentlich keine Rolle mehr, ob der Song von Hank Williams oder THE CURE stammt, denn die Aneignung der Originalstücke geschieht so subtil, dass „Stuff Like That Here“ von Sekunde eins an immer wie YO LA TENGO klingt, was einmal mehr für die Ausnahmestellung dieser Band spricht.