MAGRUDERGRIND

II

Lasst Zahlen sprechen: 15 Songs in knapp 24 Minuten. Riecht verdammt nach Extremcore, Grindcore, um genau zu sein. Seit 2002 sind MAGRUDERGRIND aus Washington, D.C. schon aktiv, tourten mehrfach auch in Europa, veröffentlichten unter anderem auf Six Weeks, Robotic Empire, Bones Brigade und Willowtip und waren gerade in ihrer Frühphase extreme Viel-Releaser mit reichlich (Split-)Singles.

Um 2010 herum reißt diese Serie dann ab, das letzte, titellose Album datiert auf 2009, und seitdem war es recht ruhig um die Band um Sänger Avi Kulawy, die es jetzt aber wohl doch nochmal wissen will und Anfang 2015 bei Relapse unterschrieb.

Ein Jahr später kommt nun das erste neue Album seit sieben Jahren, trotz des Titels mitnichten das erst zweite, und wer wie ich ein Faible hat für wuchtige Groove-Passagen, die unvermittelt in Grindgebolze mit entsprechend hyperventilierenden Vocals übergehen, wird hier in vorzüglicher Produktion bestens bedient.

Was übrigens den Bandnamen betrifft: so politisch, wie sich die Band gibt, könnte das durchaus ein Verweis auf Jeb Stuart Magruder sein, eine der Schlüsselfiguren im Watergate-Skandal. Aber das müsste man wiederum in einem Interview herausfinden.