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ERIK CORE

No War, No Where, Know Peace

Format: LP

Spielzeit: 30:24

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Wertung:


17 geschlagene Jahre haben sich Erik Core, Al Stingle und JPop von ERIK CORE Zeit gelassen, um mit einem neuen Album um die Ecke zu kommen. Inhaltlich hat sich die Wartezeit absolut gelohnt: „No War, No Where, Know Peace“ ist eine extrem meinungsstarke und deutlich positionierte Antikriegs-Platte geworden.

Das unterstreichen auch die einzelnen Songtitel: Namen wie „Smart bombs“, „Holy wars“, „Bullet by bullet“ oder „Tears coming red“ verdeutlichen überdies, dass es neben den politisch motivierten noch andere Kriege gibt – und dass jede einzelne Form davon großer Scheißdreck ist.

Der letzte Titel „No war“ bringt die Essenz des Albums schließlich auf den Punkt: „No war in my name / No war in your name / No war in any name / No war in any fucking name!“ Musikalisch tischen ERIK CORE sehr dick auf und liefern akustischen Punk, der immer wieder mal abkippt und zu melodiösem Metal mutiert.

Das muss man nicht mögen, macht den Sound aber zu einem ungewöhnlichen Bastard aus MOTÖRHEAD und DEAD KENNEDYS. Vergangenes Jahr war die Band ein halbes Dutzend Mal in Deutschland, 2018 ist Frontmann Erik vornehmlich solo unterwegs.

Ab 2019 wollen ERIK CORE dann wieder in voller Besetzung durch Europa touren, auch mit einigen Gigs hierzulande.

Nico Bensing

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #137 (April/Mai 2018)

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