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Interviews & Artikel

TERROR

From the ashes of BURIED ALIVE and CARRY ON

TERROR haben innerhalb eines Jahres geschafft, wofür die meisten Hardcore-Bands meist mehr als fünf Jahre brauchen: sie haben ein absolut perfekt klingendes Demo eingespielt, eine 7“ veröffentlicht, eine 9-Song-10“/CD veröffentlicht, mehrere US Touren absolviert und befinden sich momentan auf Europa-Tour. Dass sie die Band nicht nebenher betreiben, sondern „full time“, versteht sich dabei natürlich von selbst.

TERROR – ich gebe es zu, ich fand den Bandnamen anfangs auch mehr als blöd – setzen sich zusammen aus Sänger Scott Vogel (ex-BURIED ALIVE, DESPAIR, SLUGFEST), Todd Jones (ex-CARRY ON, die sich leider, gerade als sie wirklich bekannt wurden, auflösten), Gitarre, Drummer Nick Jett (ebenfalls einst bei CARRY ON), Bassist Rich Thurston und Doug Weber an der zweiten Gitarre. Das Interview führte ich mit Sänger Scott, nach einer mehr als gelungenen Show – mit einem Haufen Möchtegern-Kickboxern (vielen Dank, CALIBAN, eure Fans sind die besten! Pff...) – im Oberhausener Zentrum Altenberg. Sie bringen meiner Meinung nach eine perfekte Mischung aus ihren alten Bands auf die Bühne, aber lest selbst, was Scott zu sagen hatte...


Zuerst würde ich gerne mal wissen, wie ihr bis jetzt in Europa behandelt wurdet.

Wirklich gut, ich kann mich nicht beschweren. Es ist zwar erst die fünfte Show der Tour, und wir fangen erst langsam an, uns an den ganzen Scheiß zu gewöhnen, aber die Shows waren alle wirklich gut. Das Publikum ist jedes Mal gut abgegangen. Es ist unsere erste Tour hier, deswegen sind wir wirklich begeistert. Wir haben jede Menge CDs verkauft, was wichtig für uns ist, da wir wollen, dass die Leute die Musik kaufen und die Texte lesen. Man kümmert sich auch sehr gut um uns, unser Freund Theo, der Gangstyle Records macht, fährt uns herum, zumindest bis heute, und zeigt uns alles.

Habt ihr denn diese Art von Unterstützung, die ihr kriegt, erwartet?

Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was ich erwarten soll, wir sind hier ohne jegliche Erwartungen hingekommen, haben nur das Beste gehofft. Uns als Band gibt es noch nicht mal ein Jahr, wir sind also noch frisch und froh, spielen zu können. Es ist einfach nur cool, hier zu sein, an neuen Orten, und für Leute zu spielen, die uns noch nicht gesehen haben. Gestern waren es, glaube ich, weniger als einhundert Leute auf der Show, aber wir geben alles, wir spielen, weil wir es lieben, nicht weil wir auf große Shows oder so was hoffen. Wenn viele Leute kommen, ist es natürlich besser, aber wie gesagt, ich kann mich nicht beschweren. Das ist normalerweise die beste Art, so was anzugehen, denn wenn du denkst, dass es perfekt wird und dass du jeden Tag vor vielen Leuten spielst, könnte es auch anders laufen.

Denkst du, dass deine Band irgendwie von dem Hype um CARRY ON profitiert, oder davon, dass BURIED ALIVE eine etwas größere Band waren?

Ich glaube, dass uns die Leute auf jeden Fall anchecken, weil bei uns Leute spielen, die vorher in Bands waren, die vielleicht respektiert wurden. Jeder hat Erwartungen, und wenn du die nicht erfüllst, werden die Leute dich abschreiben. Wir haben einen kleinen Vorteil, wenn die Leute sagen: Hey, die waren in diesen anderen Bands, lass uns sie auschecken. Aber wenn du nicht wirklich etwas zu bieten hast, werden sie sagen, ‚Die sind aber ausgelaugt’, oder so was ähnliches. Aber andererseits, wenn du Ex-Mitglieder alter Bands hast, zeigt das nur, dass du deiner Sache treu bist. Ich glaube, dass solche Bands Unterstützung verdienen, da sie vorher der Szene etwas gegeben haben und weiterhin etwas geben wollen.

Wie kam es dazu, dass ihr jetzt auch mit BIOHAZARD touren werdet?

Wir hatten keine konkreten Pläne. Natürlich wollten wir nach Europa kommen, aber dachten, dass wir mit einer Tour bis zu unserem richtigen Album warten müssten. Aber MAD Booking haben sich mit mir in Verbindung gesetzt und gefragt, ob wir mit BIOHAZARD touren wollten. Ich hoffe, dass wegen uns und CALIBAN eine Menge Hardcore-Kids zu den Konzerten kommen – BIOHAZARD ziehen ja eher ältere Fans oder Nu-Metal-Kids an. Ich will für jeden spielen, nicht nur für die immer gleichen 100 Hardcore-Kids, die eh schon wissen, wer wir sind. Ich will, dass die Leute unsere Texte lesen, jeder muss irgendwie zum Hardcore gebracht werden. Und Kids, die sonst auf anderen Kram stehen, werden vielleicht etwas authentischeres in uns sehen. Vielleicht wird es ihnen etwas bringen, und sie werden zu mehr Hardcore-Shows gehen. Darum geht es.

Für mich sieht es so aus, als würdet ihr verdammt viel Energie in eure Band stecken. In den letzten neun Monaten habt ihr ein Demo, eine 7“ und eine 12“ gemacht. Ist die Band wirklich das Einzige, auf was ihr euch konzentriert?

Ja, nachdem wir mit der Band angefangen haben, haben Todd und ich unsere Jobs gekündigt. Unser Drummer hat da etwas mehr Glück, er hat ein Aufnahmestudio, kann also tun, was er will. Wir haben also unsere Jobs gekündigt, dreimal die Woche geprobt, versucht neue Songs zu schreiben und ständig Shows gespielt. Wir haben in unserem ersten Jahr drei US-Touren gemacht. Das ist im Prinzip alles, was wir machen. Ich verbringe meine Zeit mit der Band, und manchmal noch etwas Zeit mit meiner Freundin, das ist alles. Es ist so, dass wir so viel mit der Band machen, damit wir genug Geld haben, um über die Runden zu kommen und die Rechnungen zu bezahlen. Das war unser Ziel, eine Full-Time-Band zu sein, und so viel wie möglich zu spielen. Es braucht eine Menge Zeit und Energie. Selbst wenn wir nicht spielen, mache ich Sachen für die Band wie Interviews, Texte schreiben und so, was eine Menge Zeit in Anspruch nimmt. Ich bin jetzt 30 Jahre alt, und alle Bands, in denen ich vorher war, haben sich aufgelöst, kurz bevor sie vorm Durchstarten waren. Hoffentlich passiert das nicht mit TERROR. Ich will ein paar Alben rausbringen, und so weit wie möglich damit kommen. Ich rede jetzt nicht von Majorlabels oder so, sondern einfach nur weitermachen, gute Songs schreiben usw.“
Denkst du, dass es eine gute Entscheidung für euch war, zu Bridge 9 Records bzw. Reflections Records, zu gehen? Eine Menge Leute denken: Die sind auf Bridge 9, also kaufe ich es ...
„Genauso gibt es Leute, die sagen: Es ist auf Bridge 9, also kaufe ich es nicht. Aber ich glaube, wir passen aufs Label. DEATH THREAT sind jetzt auch auf Bridge 9, und das ist großartig. Wir wollten auf einem Label sein, dass von einem echten Hardcore-Fan gemacht wird, der auch zu Shows geht und sich generell um die Hardcore-Szene kümmert, und das ist heutzutage in den USA schwer zu finden. Wir hatten die Wahl zwischen zwei Labels, Indecision Records und Bridge 9, aber im Endeffekt waren Bridge 9 die bessere Wahl für uns. Bridge 9 hat schon einen Namen. Vor ein paar Jahren haben sie mehr so Straight-Edge-Kram gemacht, aber jetzt ist da alles ein bisschen härter, mit Bands wie NO WARNING, RAMALLAH und uns. Mir fällt momentan kein Label mit besseren Bands ein.

Jetzt kommt die wohl offensichtlichste Frage: Warum habt ihr den Namen TERROR gewählt? Habt ihr jemals Ärger deswegen bekommen? Ich hab gehört, dass ein Paket mit Platten von euch vom Bundesgrenzschutz beschlagnahmt wurde, weil da TERROR draufstand.

Ja, das habe ich auch gehört, aber ansonsten eigentlich nicht. Es ist nur ein bisschen komisch am Flughafen oder wenn wir von der Polizei angehalten werden, aber ‚terror’ und ‚terrorism’ sind zwei verschiedene Dinge. ‚Terror’ kann alles mögliche sein, jemanden aus dem Fenster fliegen sehen oder eine Horrorfilm sehen. Es ist nur die Abkürzung für ‚terrified’. Aber zugegeben, es ist vielleicht gerade nicht beste Zeit, seine Band TERROR zu nennen.

xFabianx

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #51 (Juni/Juli/August 2003)

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