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Interviews & Artikel

(INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY

A Black Mask under the Capitalist Moon?

Majorlabels sind ein Zankapfel – ein ewiger Zankapfel. Zwar sind die BMGs, Sonys, Universals etc. in der Punkrock-Welt ein nicht mehr ganz so großes „No-No“ wie dies einst der Fall war, dennoch bereitet mir der Majordeal einer Band, die für mich in die Punkrock-Szene gehört, Bauchschmerzen. Denn in der Regel impliziert ein Majordeal, dass eine Band schlechter wird. Umso überraschter war ich über „Armed Love“, das erste T(I)NC-Album, das in den USA auf American/Universal erscheint, während in Europa nach wie vor Burning Heart Records das Label der Band ist. „Armed Love“ hat schöne Songs, ist textlich sehr gelungen und auch hervorragend produziert. Ungelogen, „Armed Love“ ist das beste T(I)NC Album bislang. Was mir an den bisherigen zwei T(I)NC Alben nicht gefällt, ist, dass die Songs nicht ausgereift klingen. „Survival Sickness“ sowie „A New Morning Changing Weather“ wirken, als ob T(I)NC auf der Suche nach einem Stil sind, denn sie aber auf keinem der beiden Alben gefunden haben. „Armed Love“ aber vereint den ungeschliffenen Sound der Band mit poppigen Elementen, und bringt dabei einige große Ohrwürmer hervor. Dennoch hatte ich, als ich mich zum Interview aufmachte, gemischte Gefühle. Einerseits war da die Begeisterung aufgrund von „Armed Love“, andererseits war da dieses Unbehagen wegen des Major-Deals. Als ich schließlich im Backstageraum des Berliner SO36 ankam, empfing mich ein etwas müder, dennoch sehr netter Dennis Lyxzen, der alles andere als verschlossen war.

Dennis, „Armed Love“ ist euer drittes Album. Wenn du den deiner Meinung nach gelungensten Punkt des Albums hervorheben müsstest, was würdest du sagen?


„Das sehr gute Songwriting. Versteh mich nicht falsch, auch auf unseren ersten beiden Alben sind sehr gute Songs, aber ihnen stehen einige nicht so gute Songs gegenüber. Aber auf ‚Armed Love‘ gefällt mir jeder Song richtig gut“

„Armed Love“ klingt wie ein Album, auf das ihr mit „Survival Sickness“ und „A New Morning Changing Weather“ hingearbeitet habt. In dem Sinne, dass „Armed Love“ die musikalische Richtung und den Stil widerspiegelt, den ihr auf den ersten beiden Alben nicht erreicht habt. Wie siehst du das?

„Ähnlich wie du. Besonders auf ‚Survival Sickness‘ haben wir verschiedene Stile ausprobiert, um zu schauen, in welche Richtung wir musikalisch gehen wollten. Auf ‚Armed Love‘ harmonieren wir sehr viel besser, und die Songs sind stimmiger als die Songs auf unseren ersten beiden Alben.“

Denkst du, dass „Armed Love“ ein bestimmtes Potential birgt, das die anderen T(I)NC Alben nicht hatten?

„Ich denke, dass wir bisher eine Band waren, die den Leuten aus oberflächlichen Gründen gefiel. Wir sind gut live, wir sehen gut aus, wir sagen auf der Bühne gute Dinge. All diese Sachen, die T(I)NC nur partiell beschreiben, waren oft Gründe dafür, dass uns Leute mochten, während die Leute unsere Alben und vor allem Texte zunächst nicht beachteten. ‚Armed Love‘ kann das, denke ich, ändern. Das Album kann jemanden dazu bewegen, T(I)NC nicht mehr nur über Äußerlichkeiten zu definieren. Das Album kann Menschen so ansprechen, dass sie die Texte lesen und sich einerseits tiefer gehend mit politischen Dingen befassen, und andererseits mit T(I)NC als Ganzem. Kurz gesagt, ich denke, ‚Armed Love‘ kann Menschen helfen, T(I)NC als mehr zu sehen, als ‚nur‘ eine Liveband, die cool aussieht.“

Stört es dich, wenn T(I)NC über die Live-Shows, das Aussehen etc. definiert werden?

„Das stört mich nicht. Denn wir haben realisiert, dass wir, wenn wir jemanden ansprechen wollen, also einen Effekt auf jemanden haben wollen, darauf achten müssen, wie man aussieht, was du sagst etc. Deswegen versuchen wir bewusst, Aussehen und Auftreten mit unserer Musik und unserer politischen Aussage unter einen Hut zu bringen. Denn wir wollen den Einfluss, den wir auf Leute haben können, maximieren. Daraus folgt automatisch, dass es Leute gibt, die uns, wenn auch nur vorläufig, auf unser Auftreten reduzieren.“

Würden T(I)NC sich auflösen, wenn der „Einfluss“, wie du es nennst, nicht mehr zu steigern wäre?

„Da sprichst du einen wichtigen Punkt an. Wir wissen, dass man immer mehr erreichen kann. Der Effekt, den wir auf Leute haben können, ist immer steigerbar. Darüber hinaus können wir live immer besser sein, wir können immer bessere Songs schreiben, und uns politischer immer mehr engagieren, als wir es momentan tun. Diesen Weg zu verfolgen, ist ein Ziel von T(I)NC. Deswegen würde sich die Band auflösen, wenn wir das Maximum erreicht hätten. Es wäre der Tag, an dem ich keine Inspiration mehr hätte. Und den gab es schon einmal.“

Ich habe mal gelesen, dass sich REFUSED aufgelöst haben, weil das Medienecho sehr hoch war, und die Band dem nicht gewachsen war. Ist bei T(I)NC das Medienecho nicht sehr viel größer?

„Sicher, T(I)NC haben sehr viel mehr Medienpräsenz und Erfolg, als REFUSED jemals hatten. Aber wir haben REFUSED aufgelöst, bevor sich irgendjemand wirklich für die Band interessierte. Der eigentliche Grund, warum REFUSED sich aufgelöst haben, ist, dass REFUSED keinen Spaß mehr gemacht hat und jeder in der Band etwas anderes machen wollte. Wir waren ausgebrannt und uninspiriert, kein Grund also, die Band weiter zu machen. Als REFUSED tot waren, interessierte sich dann auf einmal jeder für die Band. ‚The Shape Of Punk To Come‘ ist ein Album, das uns allen gefiel. Sechs Monate lang interessierte das Album niemanden, und dann brach die Hysterie auf einmal los.“

Hättest du REFUSED am Leben erhalten, wenn sich der Erfolg der Band vor dem Split eingestellt hätte?

„Nein, ich denke nicht.“

Nerven dich Fragen über REFUSED?

„Nicht immer, es kommt darauf an, wie jemand an das Thema herangeht. REFUSED sind ein Teil meines Lebens. Dennoch sind REFUSED Vergangenheit, und die Aufnahmen zu ‚The Shape Of Punk To Come‘ über sieben Jahre her.“

Belassen wir es dabei. „Armed Love“ wird in den USA auf American Recordings, dem Label von Rick Rubin, erscheinen. American ist im Vertrieb von Universal. War es Teil des Deals mit Rick Rubin, dass ihr das Album bei ihm herausbringt, wenn er das Album produziert?

„Richtig! Als Rick Rubin zu uns kam und uns fragte, ob er unser nächstes Album aufnehmen könnte, waren wir völlig aus dem Häuschen. Rick Rubin ist, meiner Meinung nach, der Traumproduzent jeder Rockband. Wir wollten unbedingt mit ihm arbeiten, und so war uns auch die Bedingung recht, dass ‚Armed Love‘ in den USA auf American erscheint.“

American gehört zu Universal und Universal gehört zu Vivendi, ein Konzern, der etwa durch Privatisierung der Trinkwasserversorgung Menschen in Mittel- und Südamerika geschadet hat. Vivendi ist ein Paradebeispiel für einen Konzern, der rücksichtslose Globalisierung betreibt und der nun durch den Verkauf von „Armed Love“ Geld verdient. Passt das noch mit T(I)NC zusammen?

„Es stört mich, dass Vivendi Geld mit uns verdient. Aber meiner Meinung nach sind wir alle Teile des kapitalistischen Systems. Kapitalismus umgibt uns alle, es gibt kein ‚Außerhalb des Kapitalismus‘. Ein plattes Beispiel, aber es ist alltäglich: Du gehst zu Ikea und willst billige Möbel kaufen. Für den Kauf deiner Möbel akzeptierst du, dass Ikea Geld auf Kosten anderer Menschen macht, da sie Menschen ausbeuten. Ich weiß das, dennoch akzeptiere ich es. Ähnlich ist es beim Einkaufen, oder jedes Mal, wenn du ein Album kaufst, das nicht auf einem Independent-Label erscheint: Du wirfst einem Konzern Geld in den Rachen, dem du es eigentlich nicht in den Rachen werfen willst. Da Vivendi einerseits mit der Privatisierung von Trinkwasser Geld macht und Menschen schadet, andererseits aber mit uns Geld verdient, kann ich es verstehen, wenn jemand uns für unsere Entscheidung, den Vertrag mit American zu unterschreiben, kritisiert. Worauf ich aber hinaus will, ist, dass wir als Band und als Menschen dafür arbeiten, dass sich etwas ändert. Ich sagte vorhin schon, dass wir unseren Einfluss immer weiter ausweiten wollen. Das impliziert, dass wir auch Menschen ansprechen wollen, die nicht Teil der Punkrock- bzw. der linkspolitischen Szene sind. Mit American haben wir ein größeres Label als zuvor hinter uns, was uns dabei helfen kann, unseren Einfluss in weiteren Kreisen geltend zu machen. Und da dies schon seit Gründung der Band Ziel der Band war, passt es mit T(I)NC zusammen.“

Hättet ihr euch nicht durch einen Deal mit einem Independent-Label, gesetzt den Fall, das war eine Option, wenigstens zum Teil kapitalistischen Strukturen entziehen können?

„Labels wie Burning Heart oder Epitaph sind genauso kapitalistisch wie Universal oder Warner. Auch Epitaph wollen wachsen. Ein Majorlabel wie American oder Universal hat einen Wachstumsprozess hinter sich, und somit mehr Geld verdient als ein Independent-Label. De facto ist der einzige Unterschied für uns, dass wir mit American bei einem großen Kapitalisten unter Vertrag sind, bei Epitaph oder Burning Heart wären bzw. sind wir bei einem kleinen Kapitalisten. Und wenn du mich fragst, sind die Labels bzw. die Firmen nicht das Problem der heutigen Gesellschaft. Das Problem ist die kapitalistische Denkweise. Denn aus ihr entstehen Vorgänge wie Globalisierung und das Vorgehen von Konzernen wie Vivendi. Solange sich aber die Denkweise und das System nicht ändern, wird immer, wenn ein Marktteilnehmer verschwindet, ein neuer Marktteilnehmer seine Stelle einnehmen. Und genau deswegen sind McDonalds, Nike, Reebok etc. nicht die wahren Probleme. Boykottierst du Nike, und Nike verschwindet vom Markt, nimmt Reebok Nikes vorherige Stellung ein – das Grundproblem wie z.B. Kinderarbeit bleibt gleich. Das gleiche gilt für Musik: Nimm an, Universal verschwindet, vielleicht wäre Epitaph das nächste große Label. Was ich sagen will ist, dass man nicht nur die Firmen angreifen sollte, denn sie sind nur eine Funktion des Systems. Man muss das System als Ganzes in Frage stellen.“

Denkst du wirklich, dass ein Label wie Epitaph sich einer ähnlichen Konzernpolitik wie Universal/Vivendi bedienen würde?

„Nein, wahrscheinlich nicht. Verstehe mich nicht falsch, Mr. Brett ist ein großartiger Mensch, ich mag ihn wirklich gerne, und genauso mag ich die Leute bei Burning Heart Records sehr gerne. Ich will hier auch niemanden diskreditieren. Was ich sagen will ist, dass beide Labels, so wie auch fast alle anderen Independent-Labels, auf die gleiche Art und Weise wie große Labels funktionieren, nur eben auf kleinerer Ebene. Denn sie alle sind Teil des kapitalistischen Systems.“

Glaubst du daran, dass dieses kapitalistische System eines Tages abgeschafft werden kann, es also eines Tages doch ein „außerhalb des Kapitalismus‘“ geben könnte?

„Ja, ich bin Revolutionär und denke, dass Kapitalismus abgeschafft werden kann. Das kapitalistische System, wie wir es heute kennen, existiert erst seit höchstens 150 Jahren. An Deutschland und USA sieht man außerdem, dass Kapitalismus nicht gut funktioniert. Unser Planet liegt am Boden, weil die Ausbeutung der Natur gewaltige Ausmaße angenommen hat, aufgrund der kapitalistischen Markt- und Systemstrukturen. Wenn die Menschen beginnen, das zu realisieren, wäre eine Basis dafür geschaffen, dass Kapitalismus abgeschafft werden könnte. Ehrlich gesagt, glaube ich fest daran, dass Kapitalismus eines Tages verschwunden sein wird.“

Bis dahin ist es aber okay, wenn T(I)NC Geldquelle eines „großen Kapitalisten“ ist, so sehr sich die Band auch gegen Kapitalismus ausspricht?

„Ja, wie gesagt, es gibt noch nichts außerhalb des Kapitalismus‘. Solange das so ist, ist es unser Ziel, dem Kapitalismus den größtmöglichen Schaden zuzufügen, selbst wenn man ein Teil eines solchen Konzerns ist. Wir lieben Universal nicht, glaub mir, am liebsten wäre mir, wenn wir auf gar keinem Label sein müssten. Bis dieser Zustand aber erreicht ist, sind wir Teil eines großen Getriebes, das uns größere Möglichkeiten zu seiner Bekämpfung einräumt.“

Wie weit geht deine Kompromissbereitschaft?

„Selbst wenn wir keine Punkrockband im musikalischen Sinn sein mögen, sind wir uns gegenüber ehrlich und den Menschen um uns herum. Deswegen stellen wir uns diese Frage fast täglich selbst. Wir haben gerade gestern darüber gesprochen, was passieren würde, wenn T(I)INC wirklich groß werden würde. Mehrere Male gab es schon Anfragen an uns, einen Song für einen Werbespot beizusteuern. Bisher wollten wir uns nicht darauf einlassen, aber schau dir mal CHUMBAWAMBA an. Sie hatten einen 15 Sekunden Snippet in einem Werbespot, haben Millionen bekommen und das komplette Geld an Jugendzentren gespendet. Meiner Meinung nach heiligt dieser Zweck die Mittel. Deswegen könnten wir uns vorstellen, ein Angebot für einen Werbespot mittlerweile doch anzunehmen, um etwas Ähnliches wie CHUMBAWAMBA zu machen. Dennoch würden wir dabei genau darauf achten, wem wir einen Song zur Verfügung stellen.“

Wenn ihr wirklich einige Millionen Dollar dafür geboten bekommen würdet, dass ihr einen Song für einen Werbespot frei gebt: Denkst du, du könntest widerstehen und würdest das Geld wirklich alles spenden?

„Das weiß ich nicht, das ist reine Spekulation. Deswegen kann ich darüber keine Aussage machen. Natürlich wäre es cool, eine Million Dollar zu haben und nie wieder arbeiten zu müssen. Falls uns jemand wirklich viel Geld für einen Snippet in einem Werbespot bieten würde, und wir würden das Angebot annehmen, glaube ich schon, dass wir das komplette Geld spenden würden.“

Drehen wir den Spieß um: Spielt ihr noch für Non-Profit-Organisationen oder auf Demonstrationen?

„Natürlich! Vor zwei Jahren, als wir das letzte Mal richtig auf Tour waren, haben wir bei vielen Demonstrationen gespielt. Ich bin seit Ende der 80er Jahre in der politische Bewegung in Schweden aktiv, und ich vergesse nicht, dass ich aus der Bewegung komme. Deswegen ist es uns wichtig, bei Protesten zu spielen und unseren Namen dafür einzusetzen, dass eine Bewegung, die weitab vom Mainstream existiert, Zulauf bekommt, genauso wie es uns wichtig ist, unseren Einfluss mit Hilfe des Mainstreams zu vergrößern. Wenn wir in Amerika touren, nehmen wir immer AK Press mit, damit sie Bücher auf unseren Shows verkaufen. Darüber hinaus versuchen wir, lokale politische oder auch Tierrechtsgruppen auf unsere Shows einzuladen, damit sie die Leute über die Sache informieren, für die sie und wir kämpfen. Das ist eine weitere Sache, bei der uns ein größeres Budget hilft: Wir können jemanden von einer bestimmten Organisation ohne Probleme mit auf Tour nehmen.“

Du sagtest gerade, dass du in einer politischen Bewegung aktiv bist. Raubt dir T(I)NC nicht die Zeit, politisch richtig aktiv zu sein?

„Du hast Recht, das ist so. Dadurch, dass wir viel auf Tour sind, habe ich kaum noch Zeit, mich politisch zu engagieren. Was ich aber versuche, ist zu so vielen Demonstrationen wie möglich zu gehen, und wenigstens so meine Meinung zu äußern. Außerdem bin ich ein paar Mal im schwedischen Fernsehen aufgetreten und habe über den Download von Musik und einige politische Themen gesprochen.“

Bedauerst du, wegen T(I)NC weniger Zeit für politische Aktionen zu haben?

„Nein, weil wir auch politisch aktiv sind, wenn wir etwas mit T(I)NC machen. Denn wir geben Interviews und sprechen über politische Dinge. Darüber hinaus sprechen wir auf Shows über politische Dinge und versuchen auf diesem Wege etwas zu bewirken. Sollte es die Band eines Tages nicht mehr geben, werde ich wieder in politischen Gruppen aktiv werden. Im Moment aber ist THE (INTERNATIONAL) NOISE CONSPIRACY das wirkungsvollste politische Medium, das ich benutzen kann.“

Foto: Glen Friedman

Lauri Wessel

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #56 (September/Oktober/November 2004)

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FEINE SAHNE FISCHFILET sind gerade nicht nur eine der besten aufstrebenden, jungen Punk-Bands des Landes, sondern vielleicht auch eins der spannendsten Phänomene im deutschsprachigen Musikzirkus. Aus der tiefsten Provinz Mecklenburg-Vorpommerns ... mehr