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Interviews & Artikel

BROKEN BONES

The ultimate thrash punk band

BROKEN BONES sind eine der heftigsten, intelligentesten und erfahrensten Hardcore-Punk-Metal-Bands aus England und haben gerade ihr neues Album „Time For Anger, Not Justice“ herausgebracht. Nachdem Bones, der Gitarrist, 1983 die berüchtigten DISCHARGE verlassen hatte, setzten die BROKEN BONES neue Standards in Sachen energischen Punkrocks. Wenn die SEX PISTOLS die Tür geöffnet haben, dann haben die BROKEN BONES ddas dahinterliegende Zimmer verwüstet und tun dies noch bis heute. Die Mitglieder der Band sind: Bones an der Gitarre, Dave am Schlagzeug, Quiv als Sänger und Odd, mit dem ich via E-Mail das Interview führte.

Das neue Album heißt „Time For Anger, Not Justice“. Aus welcher Motivation heraus habt ihr der Platte diesen Namen gegeben?


„Den Titel habe ich aus einem Zeitungsartikel über Washingtons Heckenschützen. ‚The young one was in jail and doing all these scribbles, quotes, and drawings. He wrote: Time for justice, not anger.‘ Ich dachte, ‚Time For Anger, Not Justice‘, höre sich, in Anbetracht der politischen Lage, besser an.“

Denkst du, verärgert zu sein reicht aus, um etwas Positives zu bewirken?

„Der Ärger, den ich verspüre, ist ein sehr gesundes Gefühl. Am Ende zeigt es dir, dass du Gefühle hast. Ärger kann einiges Positives bewirken.“

Der Sound auf dem neuen Album erinnert an eure alten Punkrock-Stücke aus früheren Tagen. Ist das Absicht, oder ist es einfach so passiert?

„Es ist einfach passiert. Ohne genauere Absicht etwas aus alten Tagen zu machen. Egal, wie es klingt, es hört sich für uns gut an.“

Wie bist du mit The Doc von Dr. Strange zusammengekommen? Wusstest du, dass er seit der Highschool ein großer Fan von euch ist?

„Als wir auf der Suche nach einem neuen Label waren, schlug mir ein Freund – Tim Cundle vom Mass Movement Fanzine – ein paar Labels vor, die wir ausprobieren könnten, und Dr. Strange war eins davon. Als ich mit The Doc Kontakt aufnahm, erwähnte er, dass er 1985 eine unserer Shows gesehen hat. Ich glaube, es war im Olympic Auditorium. Er kam als ein sehr ehrlicher Typ rüber, also war es unser Label.“

Was wollt ihr mit dem neuen Album erreichen?

„Ich hoffe, dass es den Leuten gefällt und wir ein größeres Publikum erreichen. Wir haben eine Menge Zeit und Aufwand investiert und hoffen, dass es sich auf das Resultat auswirkt.“

Was können die Leute deiner Meinung nach machen, um eine gerechtere Gesellschaft zu schaffen?

„Meiner Meinung nach werden wir nie eine ausgeglichene und gerechte Gesellschaft erreichen. Menschen sind zu unterschiedlich. Was für die einzelne Person gut ist, muss noch lange nicht für jeden gut sein. Es liegt nicht bei uns zu sagen, was die Leute tun sollen, sondern an jedem Einzelnen, Dinge zu verändern, in der Hoffnung, ihr eigenes Leben besser zu gestalten.“

Denkst du, deine Anstrengungen und Veröffentlichungen hatten irgendwelche Auswirkungen auf die Gesellschaft, in welcher Art auch immer?

„Ich glaube nicht. BROKEN BONES waren niemals eine passionierte politische Band. Ja, wir thematisierten Probleme des Weltgeschehens, Angelegenheiten wie Terrorismus, Kriege, Hass ... Aber das meiste davon waren nur persönliche Gefühle derjenigen, die gerade die Texte geschrieben haben. Ich nehme an, dass einige Bands sagen, dass wir sie beeinflusst hätten, dies ist natürlich ein Kompliment.“

Warum haben die BROKEN BONES sich 1996 aufgelöst?

„Ich glaube, Bones verlor zu der Zeit seinen Enthusiasmus wegen der ganzen Besetzungsveränderungen.“

Wie sieht es mit der Neuformierung der Gruppe aus?

„Dave und ich spielten damals in einer anderen Band namens CHOKE HOLD. Als der Gitarrist aufhörte, wusste ich, dass Bones nichts macht, also fragte ich ihn. Das war nachdem der Originalsänger Quiv die Band verlassen hatte. Er war der letzte, der vor der Auflösung ’96 bei den BROKEN BONES gesungen hatte. Wir versuchten es ohne ihn als CHOKE HOLD, aber Without Conscience, das Label auf dem die letzte Platte heraus kam, sagte uns, dass sie uns nur als BROKEN BONES unter Vertrag nehmen würden. Nach langer Überlegung entschieden wir, dass wir Einiges als BROKEN BONES bieten können. 2000 waren wir dann wieder BROKEN BONES.“

Wie könnt ihr euch über Wasser halten? Habt ihr normale Jobs?

„Bones ist der Einzige, der nur von der Band lebt. Dave ist LKW-Fahrer, Quiv arbeitet in einem Altenpflegeheim und ich arbeite in der Keramikindustrie. Aber ich wechsle die Jobs immer schnell. Wir haben alle ziemlich langweilige Jobs.“

Was macht ihr sonst so in eurer Freizeit?

„Ich lese viel True Crime-Kram, besonders über Serienkiller. Des weiteren kümmere ich mich um die Tourtermine und helfe bei der CONFLICT-Webseite und dem Merchandise. Bones und ich sind schwer beschäftigt mit CONFLICT und DISCHARGE. Daves Familie nimmt seine meiste Zeit in Anspruch. Quiv ist Alkoholiker, haha! Aber er schreibt kleinere Songtexte und hat Ideen für die Band.“

Erinnerst du dich an den Auftritt im Olympic Auditorium in Los Angeles, Kalifornien? Ich war dort – irgendwann in den späten Achtzigern. Hast du irgendwelche Erinnerungen an diese Tour, die du mit uns teilen magst?

„Ich kann mich an diesen Auftritt erinnern. Es war die größte Show, die wir zu der Zeit gespielt haben. Das meisten Erinnerungen an diese Tour sind recht trübe, wenn ich ehrlich sein soll. Aber manche Dinge bleiben in Erinnerung, wie der Auftritt im CBGB’s. James Hetfield und Scott Ian kamen, um uns zu sehen. Später hatten wir dann Backstage-Karten für METALLICA. Die beste Erinnerung? Zu sehen, wie Hetfield auf Scott Ians Schulter sitzt und zu BROKEN BONES headbangt.“

In wie vielen Bands spielt ihr?

„Ich spiele nur bei BROKEN BONES und CONFLICT. Bones bei BROKEN BONES und DISCHARGE. Quiv und Dave nur bei BROKEN BONES. BROKEN BONES hat immer höchste Priorität. Wir müssen lediglich mit den anderen Bands schauen, dass wir keine Doppelbuchungen für Shows haben ... Das hatten wir bis jetzt zweimal.“

Spielt ihr noch andere Instrumente? Welches Instrument würdest du lernen, wenn du die Zeit dafür hättest?

„Ich spiele ein bisschen Gitarre und Bones ist ein großartiger Bassspieler – er hat ein paar Mal bei den UK SUBS gespielt –, man findet nicht viele Gitarristen, die den Bass so gut wie Gitarre spielen. Ich würde gern Piano lernen, weil es sehr schwierig aussieht, es zu spielen. Es kann sich toll anhören, wenn man es richtig spielen kann, ich habe aber nicht die Geduld.“

Was hältst du von dem so genannten Punkrock, der von den großen Firmen herausgebracht wird? Ich meine diesen dummen Scheiß wie YELLOWCARD, NEW FOUND GLORY, GOOD CHARLOTTE etc.

„Ich kann sie nicht wirklich Punkrock nennen, es ist einfach nur kommerzielle Musik für die Massen, aber ich denke, dass YELLOWCARD in England nicht so bekannt ist. Hier sind es nur GOOD CHARLOTTE, BLINK 182 und GREEN DAY, die populär sind. Ich mag dieses Emo-Zeug wie FALLOUT BOY und MIDTOWN.“

Hast du irgendeinen religiösen oder spirituellen Glauben? Wenn ja, welchen? Und wenn nicht, warum nicht?

„Nein, absolut nicht. Ich glaube, dass du lebst, stirbst und an das, was du dazwischen machst. Menschen brauchen etwas, an das sie glauben können. Und es beruhigt sie, zu wissen, dass sie an einen besseren Ort kommen, wenn sie sterben.“

Den Link für das Artwork von dem neuen Album ist unter vegancommunist.com zu finden. Bist du Veganer? Wenn das so ist, dann erklär es mal anhand des Covers.

„Stan, der das Cover gestaltet hat, ein Fan der Band, bot uns seine Dienste an. Er ist seit 18 Jahren Vegetarier und drei davon war er Veganer. Vergancommunist.com ist seine Webbseite. Aber es sind seine Ansichten und nicht unbedingt die von BROKEN BONES. Wobei ich persönlich hundertprozentig für Tierrechte bin.“

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #60 (Juni/Juli 2005)

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