Interviews & Artikel : PENNY RIMBAUD :: ox-fanzine.de

Das aktuelle Ox

Unsere Aboprämie

Wer das Ox bis zum 01.11.2019 neu abonniert, erhält auf Wunsch das neue REFUSED-Album „War Music“ (Spinefarm) auf CD als Prämie. (Versand ab 18.10. Solange Vorrat reicht.)

 

Abo gegen Tasche!

Wer das Ox neu abonniert, wer ein Abo verschenkt oder als Ox-Abonnent einen neuen Abonnenten wirbt, der bekommt von uns die Ox-Tasche (fair gehandelte Bio-Qualität) geschenkt!

 

California über alles

"California über alles - Dead Kennedys Wie alles begann" ist das erste umfassende Buch über die DEAD KENNEDYS. Es konzentriert sich auf die Gründungs­phase der Band in der Szene von San Francisco bis zum Erscheinen des ersten Albums "Fresh Fruit For Rotting Vegetables". Autor Alex Ogg sprach dafür mit vielen Zeitzeugen.

 

Kochen ohne Knochen

Das Ox-Kochbuch 5 & Kochen Ohne Knochen #23

Kochen ohne Knochen - Das Ox-Kochbuch 5: Über 200 rein pflanzliche Rezepte für Beginner und Könner, für Veganer, Vegetarier und Allesesser, von simpel bis anspruchsvoll. Von Punks, nicht nur für Punks.
Dazu jede Menge Merchandise rund ums Kochbuch: Küchenmesser, Profimesser, Hand- und Geschirrtuch, Küchenschürze, Stofftasche, Sparschäler, Frühstücksbrettchen, Pfannenwender, Buttons, ...

Kochen ohne Knochen #23: Die neue Ausgabe des veganen Magazins ist jetzt im Handel und bei uns erhältlich.

 

Interviews & Artikel

PENNY RIMBAUD

Beatnik, Hippie, Punk, Mensch

Penny Rimbaud war einst Mitglied von CRASS, einer der wichtigsten britischen Punkbands. Aktiv in den Jahren 1977 bis 1984, liefern sie bis heute die thematische Blaupause für all jene, die in Punk nicht nur eine Spaß- und Protest(sub)kultur sehen, sondern darunter auch den aktiven Kampf gegen rassistische, sexuelle, religiöse und politische Unterdrückung verstehen. CRASS waren immer kompromisslos, aggressiv und durchaus effektiv in ihren Aktion, ihnen wurde die Ehre zuteil, dass sogar die politische Klasse der bleiernen Thatcher-Jahre von ihnen Notiz nahm (Welche Punkband kann das schon von sich behaupten?), dass Polizei und Geheimdienste auf sie angesetzt wurden und man ihnen das Leben als Privatpersonen wie als Band zeitweise ganz schön schwer machte.

Aber auch musikalisch und ästhetisch waren und sind CRASS prägend, sind ihre messerscharfen, hektischen Songs (unter die sich freilich auch recht experimentelle Stücke mischten) wie die grafischen Arbeiten von Gee Vaucher alles andere als trashig. So entwickelte sich mit CRASS Punk weg vom rein destruktiven Charakter der frühen Jahre hin zur oft auch als weltverbesserisch aufgefassten Attitüde, die für den Politpunk speziell der Achtziger prägend war. In „Shibboleth“, dem Buch des einstigen Schlagzeugers Penny Rimbaud (auf Englisch schon in den Neunzigern bei AK Press erschienen, auf Deutsch unlängst via Ventil), erzählt dieser aus seinem langen Leben, vor allem von den aufregenden CRASS-Jahren, und wer immer die Geisteshaltung, die „Philosophie“ von Punk verstehen will, kommt an diesem Buch ebenso wenig vorbei wie an „I, Shithead“ von D.O.A.-Frontmann Joe Keithley. Im Oktober war Penny auf Tour in Deutschland, doch eine Lesetour war das mitnichten, sondern eher das, was man neutral als „Performance“ bezeichnen könnte: Gedichte, Texte, „poetry“ werden vorgetragen zu nervtötendem Saxophon-Getröte, wobei inhaltlich die Wut auf den bösen Mann aus dem Weißen Haus dominiert. Das spärliche Publikum im AZ Wermelskirchen bleibt höflich, klatscht ein wenig und wundert sich. Ich kralle mir den drahtigen, ein wenig an Iggy Pop erinnernden Herrn Rimbaud nach dem Auftritt, stelle dem mittlerweile über sechzig Jahre alten Künstler, Dichter und Aktivisten backstage ein paar Fragen, auf die es doch eher ungewohnte und unerwartete Antworten gab. Der Mann ist ein echter Querdenker, auch ein Sonderling, aber lest selbst.


Habe ich eben einen typischen Auftritt von dir gesehen, oder variiert das, liest du auch mal aus deinen Büchern?


Nein, es ist immer neues Material, ich lese nie aus meinen Büchern. Die können die Leute ja selber lesen, wenn die sie interessieren. Das interessiert mich nicht mehr, das ist Vergangenheit. Mich interessiert der Augenblick.

Du sagtest vor dem Interview, dass du schriftliche Interviews per eMail nicht magst, die seien dir zu statisch. Hat das den gleichen Hintergrund?


Durchaus. Ich verändere mich doch in jeder Sekunde, ich will, dass man mir erlaubt, mich zu verändern, ich will die Veränderung spüren. Wenn ich formale Vorgaben habe, habe ich das Gefühl, nur ein Bild meiner selbst zu zeichnen, und das will ich nicht. In einem richtigen Gespräch kann man mir widersprechen, zurückfragen, und das ist wichtig, so muss ich nachdenken, während ich andernfalls nur reproduziere.

Als was würdest du dich selbst bezeichnen? Als Dichter, als Politaktivist, als Künstler ...?


Als menschliches Wesen, das versucht zu existieren. Jeden Morgen wache ich auf und weiß nicht, wo ich bin. Echt, ich habe keine Ahnung, und jeden Morgen muss ich mich neu erfinden, nehme mir vor, ich selbst zu sein und hoffe, dieser Vorstellung entsprechen zu können. Das Leben ist ein endloses Streben, Sehnsucht, Hoffnung. Ich glaube, dass Falsch und Richtig nicht existieren, nur Sehnsucht, ein Traum. Alles andere ist dem gesellschaftlichen Kontext unterworfen, aber den will ich nicht. Ich will den Augenblick, will meine Leidenschaft und mein Verlangen spüren.

Ich habe kürzlich einen Artikel gelesen über einen Mann, der seine Kurzzeitgedächtnis völlig eingebüßt hat, der sich nicht mal ein paar Sekunden zurückerinnern kann, der seine Frau bei jeder Begegnung begrüßt, als habe er sie lange nicht gesehen.

Eigentlich kein ganz so schreckliches Schicksal: Jeder Moment bringt dir neue Freude, jeder Moment ist für dich wichtig. Wer in der Vergangenheit lebt, kann den Wert des Augenblicks nicht schätzen. Ich stelle immer mehr fest, dass nur der nächste Moment das Echte, Wahre ist. Ansonsten fällt man doch nur in seinen Alltagstrott, lässt sich von anderen manipulieren, passt sich gesellschaftlichen Erwartungen an.

Wie kommt man zu so einer Lebensphilosophie?

Ein langes Leben. Und weil ich keine Lust mehr hatte auf Lügen. Ich lese keine Tageszeitungen. Ich höre kein Radio, ich schaue nicht fern.

Trotzdem bist du wohl informiert über die Weltpolitik, schreibst Texte darüber.

Ja, weil ich mich mit Menschen unterhalte. Ich bin trotzdem informiert. Wenn ich morgens aufwache und bei meinem kleinen Haus aus der Tür trete, ist die Frage immer: „Wer bist du heute?“. Und ich antworte: „Ich weiß nicht so recht, wer soll ich denn sein?“ Ich weiß heute, dass es keinen Sinn macht, gegen die Kriegshetzer Krieg zu führen, denn die sind sehr gut organisiert, die wissen, was sie tun. Wir dagegen müssen neue Wege finden, und da muss jeder bei sich selbst beginnen. Wir müssen einen Weg finden, mit anderen Menschen in Verbindung zu treten, uns unzerstörbar verbinden, und je mehr das erkennen und schaffen, desto stärker werden wir. Nothing can destroy the force of the soul!

Ist das jetzt religiös oder spirituell? CRASS waren ja immer anti-religiös, zumindest empfand ich das so.


Anti-religiös ja, aber nicht anti-spirituell. Was ich zu CRASS beitrug, war ein gewisser Zen-Einfluss: Sich hinsetzen und warten, und wenn dein Moment gekommen ist, dann stehst du auf. Ich habe eine Menge Texte für CRASS geschrieben, und letztlich ging es immer genau darum. Ich verwendete sehr viele Metaphern, und letztlich standen sie immer dafür, dass ich sagen wollte: Wache morgens auf, vergewissere dich deines eigenen Lebens, außer dir selbst gibt es keine Autoritäten. Nur du selbst kannst fühlen, was für ein Leben du führen willst. Und ja, das ist spirituell, aber auf keinen Fall religiös. Und ich würde auch nie jemandem Vorschriften machen, wie er für sich diesen Weg findet. Aber ich weiß, dass nur jeder für sich selbst das herausfinden kann, ganz gleich, wie man das nun nennt. Eine andere Existenz als diese wirst du nie haben.

Wo siehst du deine Verbindung zu den 20-jährigen Punks, die heute zu deinem Auftritt gekommen sind?


Nun, das mit CRASS ist 25 Jahre her, und ich weiß nur, wie das damals funktioniert hat. Ich stelle mich auf die Bühne, es ist eine Jazz-Musikerin dabei, ich lese meine Gedichte und hoffe, dass es meine Leidenschaft ist, die eine Verbindung zum Publikum herstellt. Ich kann den Menschen nur meine Liebe und meine Wut anbieten, mehr habe ich nicht zu bieten. Darüber hinaus habe ich keine Ahnung, was ich tue, und es wäre auch sinnlos, so zu tun, als ob ich das wüsste. Wenn ich in ein paar Tagen zurück in England bin, weiß ich nicht mehr, was ich in den Tagen davor getan habe, und es interessiert mich auch nicht. Ich versuche nur, einen kleinen Augenblick weiterzureichen, den Leuten klarzumachen, dass sie verdammt noch mal ihr eigenes Leben finden und leben sollen in diesem Wahnsinn! Sonst ist da nichts, wir können auf nichts anderes hoffen. Abgesehen davon ist mir alles andere egal. Klar werde ich mit weniger Geld von dieser Tour zurückkommen als ich hatte, als ich losgefahren bin, aber egal. Wenn ich in dieser Woche auch nur einen Menschen erreichen konnte, der jetzt wie ich morgens aufwacht und sich erstmal die Frage stellt, wer er ist und was er eigentlich macht, dann bin ich schon zufrieden.

Das unterscheidet sich nicht sehr von dem, was du vor 20, 25, 30 Jahren mit CRASS gemacht hast, nur dass die Pflanzen aus den Samen, die ihr seinerzeit gesät habt, heute viel größer sind.

Mit einem Abstand von 25 Jahren kann ich sagen, dass solche Samen zu Blumen werden können. Ich war mit fabelhaften Leuten in einer Gruppe, sieben Jahre lang haben wir mit militärischer Präzision gearbeitet, doch heute sage ich, dass man das, was wir seinerzeit als Gruppe erreicht haben, auch alleine schaffen kann. Es ist schwieriger, als Gruppe, als Organisation hat man es immer leichter, aber ich weiß auch, dass man sich auf andere in der Gruppe nicht immer verlassen kann, dass man sich letztlich nur auf sich selbst verlassen kann. Das will ich den Leuten klarmachen, deshalb bin ich hier, aber erkennen, was das für das eigene Leben bedeutet, das kann nur jeder selbst. Ansonsten bin ich auch lieber zu Hause, kümmere mich um den Garten, backe Brot, schreibe Gedichte.

Wie lange hast du gebraucht, um zu dieser Erkenntnis zu gelangen?


Lange, haha. Ich bin jetzt 62. Vielleicht muss man so alt werden, aber andererseits sage ich heute nichts anderes als vor 25 Jahren: Sei du selbst, finde dein eigenes Leben, es gibt keine Autorität, existiere!

Wenn heute ein 18-Jähriger eine CRASS-Platte kauft, eure Texte liest, begeistert ist, siehst du dich noch in der Verantwortung für das, was ihr damals geschrieben habt?


Natürlich! Und ich liebe all diese Kids, aus tiefstem Herzen! Gestern Abend trat ich im Rahmen eines Konzertes auf, ich sah all diese Kids, und ich weiß genau, wie sie sich fühlen: Sie sind auf der Suche nach ihrem Leben. Ich bin jetzt viel älter, ich kann mich nicht in der gleichen Sprache ausdrücken wie vor 25 Jahren, also rede ich in meiner jetzigen Sprache, versuche zu vermitteln, dass wir uns immer weiter bewegen. Und ja, ich sehe die Verantwortung für die Texte von damals, ich liebe die Kids und werde alles für sie tun. Und ja, ich meine das genau so, sie gehören zu meinem Leben. Aber gleichzeitig will ich mich auch weiterentwickeln, will kein dummer alter Mann sein. Ich kann nicht mehr sagen als „Lebt, lebt, lebt!“. Ich bin 62, die Kids sind 21, ich sehe keinen Unterschied zwischen uns. Im Definieren von Unterschieden liegt das Wesen der kapitalistischen Gesellschaft, sie schafft diese Unterschiede erst, indem sie Menschen einteilt: Booooom!, du bist zwischen 20 und 30, die Generation der sexuell Aktiven, die man entsprechend umwirbt. Die von 30 bis 40, die sind nicht mehr so sexuell aktiv, also verkaufen wir denen Make-up und Schönheitsoperationen, und so weiter, was ein Schwachsinn! Ich bin 62 und nicht weniger aktiv als früher, gar nichts hat sich verändert, verdammt! Mit 62 kann man noch genau so gut ficken wie mit 15! Vielleicht nicht so oft, haha. Aber was macht diese Gesellschaft? Sie trennt Menschen, unterteilt sie, entfremdet sie.

Dazu gehört auch das Klischee, dass Punk etwas ist, was allein mit Jugend zu tun hat – und nicht mit einer Geisteshaltung. Wie siehst du das?


Ich selbst sehe mich nicht speziell als Punk, habe sehr viele Phasen durchgemacht. Als ich ganz jung war, spielte ich den Bohèmien. Dann wurde ich zum Beatnik, dann zum Hippie, dann Punk, und was ich heute bin, weiß ich nicht, es ist mir auch egal. Es sind nur Namen, Bezeichnungen, die nichts bedeuten. Fakt ist, dass die Menschen Leben wollen, sie wollen es fühlen, es erleben, es muss „echt“ und „warm“ sein, sie wollen das Blut in ihrem Körper zirkulieren spüren. Wie immer man dieses Gefühl nun nennt, das ist von keiner großen Wichtigkeit.

Nun, es ist doch in der Hinsicht wichtig, als es den Unterschied ausdrückt zwischen jemandem wie dir und einem erschöpften Arbeiter, der mit 62 gerade in Rente geht und dessen Tag aus nichts anderem mehr besteht als dem Fernsehen.


Ja, aber das ist der Grund, weshalb ich mich auf die Bühne stelle. Klar, die meisten Leute, die zu meinen Auftritten kommen, wissen schon ganz gut, was sie wollen, aber wenn ich sie berühren, erreichen kann, dann habe ich mein Ziel erreicht. Mir ist es egal, ob so jemand ein Faschist oder ein Kommunist ist, sie sind alle einzigartige menschliche Wesen, und ihre Meinungen interessieren mich nicht, sie sind nichts. Wenn du sie im Bett hast, ganz gleich welches Alter oder welches Geschlecht, dann ist das auch ganz klar – womit ich nicht gesagt haben will, dass ich das auch praktiziere. Die ganzen Unterschiede bedeuten nichts. Egal, wo ich auf der Welt schon war, habe ich Leute getroffen, die sich nicht für Politik interessieren, die keinen Krieg wollen, und so weiß ich, dass wir alle nur Menschen sind, die das Beste aus diesem Schlamassel machen wollen. Und weißt du was, dieses Schlamassel ist wundervoll! Ich saß heute den ganzen Tag im Auto, betrachtete die Welt vor dem Fenster, und wie ich die ganzen Menschen da sah, die einkaufen oder arbeiten gehen, fiel mir wieder auf, wie sehr ich das alles liebe! Jesus fuckin’ Christ, this is humanity, this is life, I love that! Und was soll ich daran kritisieren?

Nun, für jemand, der nicht kritisieren will, kam bei deiner Performance eben aber eine ganze Menge Wut zum Ausdruck, vor allem auf George W. Bush.

Hahaha, ja, stimmt. Ich weiß, dass es ein paar wenige Menschen gibt, die für bestimmte Vorgänge Verantwortung tragen. Das war auch in Nazi-Deutschland so: Es war eine kleine Elite, die verantwortlich war, und man kann nicht ganz Deutschland dafür verantwortlich machen. Letztlich sind es in jedem verdammten Krieg zwölf Männer, die verantwortlich sind, nicht die ganze Gesellschaft. Und vielleicht schaffen wir es eines Tages, dass die Menschen nein sagen zu einer solchen Elite. Genau darum geht es auch in meinem Gedicht „Masters Of Terror“. Da habe ich auch diese Episode aus dem Ersten Weltkrieg eingebaut, wo die gegnerischen Soldaten an Weihnachten, als die Waffen schwiegen, zusammen Fußball gespielt haben, um sich dann einen Tag später wieder totzuschießen. Warum? Wir glauben nicht an die Lügen, aber warum fallen wir dann doch immer wieder darauf herein? Ich falle nicht darauf herein, das ist der Unterschied.

Muss man eine starke Persönlichkeit haben, um sich seine Überzeugungen zu bewahren, oder braucht es eine gewisse Naivität?


Weder noch. Es geht nur um Tatsachen. Wir bestehen aus Fleisch und Blut und mehr ist da nicht.

Ein Thema in „Shibboleth“ ist der Kampf um das CRASS-Haus, in dem du seit einer halben Ewigkeit wohnst und aus dem man dich zu vertreiben versuchte. Wie ist da der Stand der Dinge?


Also die Situation ist soweit geklärt, das Haus gehört uns, aber wir haben jetzt eine Menge Schulden, die abgezahlt werden müssen. Der Plan ist jetzt, eine Stiftung zu gründen, damit das Haus auch in fünfzig Jahren noch ein Treffpunkt für Menschen sein kann, damit auch dann noch Leute dort um den Tisch sitzen und den gleichen Scheiß reden können, wie wir das tun. Das ist der Traum, für den wir kämpfen.

Wie hast du es geschafft, nicht zynisch und verbittert zu werden?


Wie könnte ich das sein? Ich bin froh, jeden Morgen festzustellen, dass ich noch am Leben bin, denn davon gehe ich nicht unbedingt aus. Zu viel Wein, zu viel Brandy, zu viel Scheiß, zu viel Konkurrenzdenken. Und so wache ich auf, sehe die Sonne, und denke mir, dass alles ganz okay ist. Das Leben ist schön, wie soll ich da zynisch oder verbittert sein? Zynismus ist eine schlimme Sache, er ist ansteckend.

Joachim Hiller

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #64 (Februar/März 2006)

Suche

Ox präsentiert

BOOZE & GLORY

Seit 2009 ist der Streetpunk/ Oi! Vierer BOOZE & GLORY aus London unterwegs, veröffentlichte mehrer Alben und u.a. die EP "Back Where We Belong" mit Micky Fitz von THE BUSINES als Tribut an West Ham United. Neben zahlreichen Shows in ganz Europa, ... mehr