Interviews & Artikel : UNTAMED :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

UNTAMED

Beyond The Strange Unknown!

UNTAMED, ein Trio aus Kopenhagen – bestehend aus Marco Burro (Gesang Gitarre), Helle Hellcat (Bass) und Jacob The Ghoul (Schlagzeug) –, überfahren einen wie ein Truck und man bleibt verkrüppelt zurück wie ein Fahrerfluchtopfer in Paul Bartels „Death Race 2000“. Mit ihrer letzten Platte „Strange Unknown“ betritt man eine Twangbilly-Unterwelt voller Grauen und Wunderlichkeiten, wo alles auf dem Altar von Link Wray, den CRAMPS und Sixties-Garage-Punk geopfert wird. Oldschool? Nuschool? Ghoulschool! Leute, nehmt die Schulhefte raus und hört die Lehren von Helle Hellcat.

Ihr seid mit dem Alter sicher nicht ruhiger geworden, „Strange Unknown“ ist schneller und ungehobelter als „Eerie Stories“.

„Mit dem Alter“ ...? Was soll das denn heißen? Dass wir alt oder so etwas sind? Älter werden und Kinder kriegen ist für uns, als ob wir Plutonium im Internet bestellen würden. Es ist verdammt gefährlich und verursacht jede Menge Ärger. Hast du die Haare unseres Schlagzeugers gesehen? Wir müssen schnell und wütend spielen, Mann.

Die Tatsache, dass euer Schlagzeuger Jakob in STRAY CATS-Manier im Stehen spielt, hat eurer Musik doch ein bisschen verändert, oder? Auf jeden Fall schwitzt er jetzt live mehr, haha.


Natürlich, er schwitzt viel, und wir sollten auf Konzerten Rettungswesten verteilen. Ob das „Stand-Up-Cocktail-Drum-Kit“ unseren Sound verändert hat? Ich weiß es nicht – vielleicht ist er noch kompakter geworden. Einfacher Rock’n’Roll ohne unnötiges Tamtam, geradlinig und rauh. Wie auch immer, The Ghoul kann einfach nicht anders, er muss jede Menge seltsame Drumkits bei eBay kaufen. Je älter, desto besser. Dann passt er sie seinen Bedürfnissen an. Sie sind überall in seiner Wohnung ... und im Proberaum. Leider hat er wegen all der seltsamen, alten Gitarren und Bässe, die dort rumstehen, nur wenig Platz für seinen Kram, hehe ...

Jakob spielt auch Klavier bei ein paar Stücken, oder?

Stimmt, er ist ein Mann mit vielen Talenten! Eigentlich ist er ein ausgebildeter und begabter Klavierstimmer, oder wie immer man so Typen nennt, Tinnitus oder nicht! Jakob hat das alte Honky-Tonk-Klavier repariert, das wir im hinteren Teil des Studios gefunden haben, und es gerade genug verstimmt, damit es in ein paar UNTAMED-Songs passt. Dann haben wir ein bisschen damit rumprobiert, haben es gemocht und es dringelassen.

Erzähl mir etwas über das „Cannibal King“-Video.

Es geht um die aufregende Geschichte des Kannibalenkönigs, der in seinem Restaurant Menschen mit einer besonderen Chilisauce serviert. Es ist ein No-Budget-Video, das wir in einer Bar namens „Märkbar“ gedreht haben. Uns mit unseren Freunden mit den ganzen Wartezeiten, die bei einem Videodreh anfallen, in einer Bar alleine zu lassen, hat die Schnapsrechnung ganz schön in die Höhe getrieben. Das Video ist ganz professionell und witzig geworden, aber möglicherweise wird es trotzdem kein Fernsehsender ausstrahlen – es ist eben nicht die übliche MTV-Bling-Bling-R&B-Scheiße. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, das Video zu drehen. Man kann es übrigens auf unserer Website runterladen.

Ich mag das Cover-Foto von „Strange Unknown“ wirklich sehr. Es ist humorvoller als das klischeehafte Psychobilly-Cover von „Eerie Stories“.

Dankeschön. Nun, Cover sind immer eine lästige Angelegenheit. Die Schwierigkeit liegt darin, sich etwas einfallen zu, das nicht schon fünf Minuten später wieder total langweilig ist. Die Idee, dass drei von uns auf mexikanischen „Sugarskull Maracas“ auftauchen, ist witzig und simpel. Wenn du die Maracas mal in echt sehen willst, sie werden im „Rock-a-Hula“ ausgestellt, einem coolen Laden in Istegade, Kopenhagen. Ich habe sogar darüber nachgedacht, „Sugarskull Maracas“ exklusiv für andere Bands herzustellen, wenn sie daran interessiert sind.

Was hörst du gerade im Moment, neues Zeug oder altes Vinyl?

Wir haben diesen Sommer die „ Back From The Grave“- und „Las Vegas Grind“-Sampler wieder ausgegraben. Natürlich auf Vinyl. THE HEXXERS sind auch kräftig rotiert.

Wer würde einen Kampf mit einem Messer gewinnen, Lux Interior oder Link Wray?

Was ist das bitte für eine Frage? Link Wray hätte Lux in einem Sekundenbruchteil gefickt. Er würde ihn über seine Stöckelschuhe stolpern lassen, ihm einen Fingernagel abbrechen und dann würde Blut fließen. Keiner kann besser mit einem Klappmesser umgehen als Mr. Wray. Tut mir leid, Lux, ich liebe dich, aber das ist nicht deine Liga.

Wegen deines Babys habt ihr in letzter Zeit nicht so viel getourt. Was sind die weiteren Pläne?

Ja, das ist ein Problem, weil es schwierig ist, unsere Alben ohne längere Touren vernünftig zu promoten. Glücklicherweise zeigt sich Heptown Records da sehr verständnisvoll. Außerdem wird das Touren viel einfacher, wenn Carmen älter wird und ihren Babysitter ausknocken kann. Bisher machen wir das mit verlängerten Wochenenden. Im Moment planen wir Konzerte für Frühjahr 2006.

Immer noch zufrieden mit Heptown Records?

Aber sicher doch.

Was war dein aufregendstes Erlebnis in diesem Sommer?


Puh ... als ich das Konzert der SUPERSUCKERS verpasst habe, weil ich krank war – das hat mich echt angekotzt.

Noch eine abschließende Bemerkung?


Ich habe vor kurzem myspace.com entdeckt. Ich kenne keine Website, die mehr Zeit verschlingt. Ich habe ein paar Profile angelegt, die Seite eignet sich hervorragend dazu, neue Bands zu entdecken und Musik mit anderen Rock’n’Roll-Losern auf der ganzen Welt zu tauschen. Wir haben zu eurer Belustigung drei Songs und ein paar Bilder hochgeladen.

Jens Kofoed-Pihl

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #64 (Februar/März 2006)

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