Interviews & Artikel : A-F EUROPE :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

A-F EUROPE

From Pittsburgh to Berlin and back

Im Herbst 2004 eröffnete in Berlin das Europa-Büro von A-F Records. Zeitgleich mit dem Release des aktuellen RED LIGHTS FLASH-Albums "Free" schloss A-F einen deutschlandweiten Vertriebsdeal mit SPV und stellte mit Sascha Rosebrock einen kompetenten sowie sympathischen Promoter ein, der sich seither um die PR-Belange des Labels in Europa kümmert. Grund genug, den Herren einmal kurz zu sprechen und dabei seine Sinne für Labelarbeit und Humor zu erforschen.


Stell dich doch ganz kurz selber vor und skizziere deinen Werdegang bis zum A-F-Europa-Chef?


Ich habe vor zweieinhalb Jahren bei Destiny Records als Assistent von Labelmanager Jacho, dem TERRORGRUPPE-Gitarrist, angefangen, bevor ich mich als Promoter unter dem Namen Dynamic Discord Agency selbständig gemacht habe, um Destiny-Bands wie TERRORGRUPPE oder THE MOVEMENT zu betreuen. Als ANTI-FLAG jemanden suchten, der sich um ihr Label in Europa kümmert, leiteten Fat Wreck Europe ihre Anfrage an mich weiter und nach einem Treffen mit Pat und Chris#2 stellte sich heraus, dass eine Zusammenarbeit gut funktionieren würde. Die Bezeichnung "Chef von A-F Europe" ist dabei vielleicht noch etwas irreführend, denn momentan ist A-F Europe vom Businessplan bis zum Bodenwischen ein Ein-Personen-Unternehmen.

Wie ist die Labelarbeit zwischen dir und dem amerikanischen AF-Records-Büro aufgeteilt?

Die Arbeit ist klar unterteilt. Ich kümmere mich um die PR-Arbeit für Europa, übernehme aber auch teilweise Labelmanagementaufgaben. US-Labelmanager Jorge und ich arbeiten in der Regel einen PR- und Budgetplan pro Release heraus. Wir sprechen alles kurz durch und ich steuere eine Kampagne dann weitestgehend autark. Hinsichtlich der Vertragsabschlüsse haben die Jungs von ANTI-FLAG aber stets das letzte Wort, da kann ich kaum Einfluss ausüben. Glücklicherweise haben die Yankees mit RED LIGHTS FLASH, THOUGHT RIOT, THE VACANCY und anderen Bands aber besten Musikgeschmack bewiesen, hehe.

Amerikanische Labels sind tendenziell sehr vorsichtig, was Vertragsschlüsse mit europäischen Bands angeht. Wie sieht da die Politik bei A-F Records aus?

Durch die massiven Überschwemmungen, die 2005 das Labelbüro in Pittburgh weitestgehend zerstörten, musste viel Geld in den Wiederaufbau der Infrastruktur des Labels investiert werden. Dadurch waren die Mittel, die zur Investition in neue Bands zur Verfügung gestanden hätten, gebunden. A-F konnte demzufolge vielen Bands nicht mehr wirklich weiterhelfen, weswegen Verträge mit einigen Künstlern aufgelöst wurden und der A-F-Roster auf die aktiven Bands ANTI-FLAG, RED LIGHTS FLASH, THE CODE, THOUGHT RIOT, INTRO5PECT und THE VACANCY zusammenschrumpfte. Was die Investitionspolitik in Bands angeht - ob nun amerikanisch oder nicht, das ist egal -, A-F bietet im Moment zwar ein Sprungbrett für Bands, kann aber keine großen Träume erfüllen. Wir sind darauf bedacht, genau hinzuschauen, wem man einen Deal anbietet, um nicht unerfüllbare Hoffnungen zu schüren. Dennoch sollten in Zukunft weitere europäische Signings neben RED LIGHTS FLASH realisierbar sein.

Durch die politische Haltung von ANTI-FLAG strahlt viel politische Attitüde auf A-F Records ab. Meinst du, dass diese politische Haltung der Band und des Labels in Deutschland dazu führen wird, dass hiesige Szeneanhänger A-F Records und seine Releases mit einer bestimmten politischen Haltung verbinden werden?

Ja, ich denke schon, dass A-F Records als politisch engagiertes Label wahrgenommen wird. Aber auch nur bis zu einem gewissen Grad, denn für viele ANTI-FLAG-Fans oder auch Fans der anderen A-F-Bands steht die Musik als verbindendes Element im Vordergrund. Man definiert sich über Punkrock als solches und vielleicht erst in zweiter oder dritter Linie über die politischen Nuancen oder Ausrichtungen. Das ist auch gut so, denn Musik überschreitet Sprachbarrieren und vermittelt in erster Linie eine Gemeinsamkeit, um positive Energien miteinander zu teilen. Das ist die Grundvoraussetzung, um empathisch aufeinander zu reagieren und darüber hinaus Gedanken über politische und gesellschaftliche Fragen auszutauschen. Letzen Endes sollte man sich einfach folgendem Grundsatz widmen: Denke für dich selbst, Narr! Hehe.

Lauri Wessel

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #65 (April/Mai 2006)

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