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Interviews & Artikel

PELICAN

Zwischen den Naturgewalten und dem modernen Leben

Wenn man sich als Band in der Hydrahead Records-Blase aufhält und man dann noch aus Chicago kommt, sind das schon zwei gute Gründe für ein Interview. Doch als ich schließlich PELICANs neuste CD "The Fire In Our Throats Will Beckon The Thaw" zum ersten Mal hörte und mich deren Sound regelrecht verschluckte, blieb mir keine andere Wahl, als den drei Jungs aus Chicago ein eMail-Interview vorzuschlagen. Gesagt, getan, und so nahm sich Gitarrist Trevor de Brauw dann auch die Zeit, meine Fragen zu beantworten.


Trevor, wenn ich mir eure bisherigen CD-Cover anschaue, fällt mir auf, dass Naturgewalten wie das Meer, der Himmel oder die Natur im Allgemeinen immer eine große Rolle spielen. Welche Ideen stecken genau hinter diesen Bilder?


Die Natur spielt eine sehr große Rolle in unserer Musik. Sie ist quasi eine Zweiteilung zwischen der Liebe zu Naturphänomenen und unserer Existenz, die sich um moderne Städte konzentriert. Wir suchen solche Fotografien für unsere Cover aus, die unsere auf der Natur basierende Seite widerspiegeln und sich auf das zentrale Thema des Albums beziehen. Für die neueste Platte haben wir Fotografien von unserem Freund Jason Hellman benutzt, die er kürzlich auf einer Reise durch Alaska geschossen hat. Wir haben versucht, das Gefühl einer gefrorenen Landschaft darzustellen, die sich in der Übergangsphase des Auftauens befindet.

Was versucht ihr genau mit eurer Musik auszudrücken? Was sollen die Leute fühlen, wenn sie PELICAN hören?

Nun, ich denke, sie sollen den Sieg der Leidenschaft verspüren und die Hoffnung auf eine bessere Welt. Wir versuchen einfach kreative Musik zu machen. Es ist eines unserer Ziele, Musik zu machen, die inspirierend wirkt und Auftrieb gibt, um all das Negative auf der Welt zu bekämpfen. Wir wollen auf keinen Fall, dass nur diese Christen-Bands den Musikmarkt mit solch einer "Auftrieb gebenden" Musik bevölkern.

Wie würdest du denn die musikalische Entwicklung der Band beschreiben, wenn du auf die älteren Veröffentlichungen zurückblickst? War solch eine Entwicklung zu erwarten oder passieren solche Schritte eher per Zufall?

Weder noch. Es ist eine natürliche Entwicklung, die sich dadurch ergibt, wenn man lernt, wie man musikalisch auf die anderen in der Band eingeht. Ich denke, als wir damals anfingen, versuchten wir wohl mit viel Selbstbewusstsein etwas zu kreieren, was sehr langsam und schwer klingen sollte. Mit der Zeit sind wir aber musikalisch viel besser auf einander eingegangen und haben unseren eigenen Sound entwickelt, und jetzt drücken wir uns einfach auf eine sehr intuitive Art aus, die uns viel besser repräsentiert.

Wie kam es zu der Entscheidung, keinen Gesang in eure Songs zu integrieren? War das von Anfang an geplant?

Als wir mit der Band anfingen, sind wir noch davon ausgegangen, dass wir später Gesang integrieren, wenn wir einen geeigneten Sänger finden würden. Wir haben aber nie wirklich herausgefunden, welche Art von Gesang zu unserem Sound passen würde, und somit lernten wir, Songs zu schreiben, die auch ohne Gesang auskamen und als Instrumentals bestens funktionieren. Das macht das Songwriting wirklich immer wieder zu einer Herausforderung und erhält uns den Spaß an der ganzen Sache.

Ist es in dieser Hinsicht okay für euch, wenn man PELICAN mit RED SPAROWES vergleicht? Es gibt da ja einige Ähnlichkeiten: die Atmosphäre, der Gitarrensound und die Art und Weise, wie beide Bands es schaffen, die Raum und Zeit neu zu definieren.

Nun, wir sind letzten Sommer mit RED SPAROWES auf Tour gewesen und sie sind sehr nette Typen und sehr talentierte Musiker. Wenn Leute uns mit ihnen vergleichen wollen, bitte! Es ist ihre Sache. Mir ist das eigentlich egal, mit wem wir verglichen werden. Das ist halt sehr subjektiv.

Kommen wir mal zu eurer neuen Platte. Wie sind die Aufnahmen zu dem Album "The Fire In Our Throats Will Beckon The Thaw" abgelaufen? Gab es Unterschiede zu den bisherigen Aufnahme-Sessions? Habt ihr diesmal mit einem anderen Produzenten gearbeitet?

Diese Aufnahmen waren die bisher besten und angenehmsten. Die vorherigen Aufnahme-Sessions haben wir mit Sanford Parker gemacht und beide Alben hatten wir im Unfinished Recording-Studio gemacht. Wir mögen Sanfords Arbeit, aber diesmal wollten wir etwas Neues ausprobieren und somit gingen wir zu unserem Freund Greg Norman in Steve Albinis Electrical Audio-Studio. Wir wählten Greg aus, da er die bisherigen Alben von TUSK, unserem Nebenprojekt, aufgenommen hatte und diese sind bisher ebenfalls sehr gut ausgefallen. Er hat auf jeden Fall das Gefühl, welches wir erreichen wollten, mit dieser Platte eingefangen. Wir wollten die Klarheit gegenüber der Heavyness betonen und ich denke, er hat mit uns diese beiden Elemente auf der Platte sehr ausgewogen rübergebracht.

Wie kam es denn eigentlich zu dem Kontakt zu Aaron und Hydrahead Records? Wie fühlt ihr euch von dem Label betreut?

Hydrahead sind bisher sehr gut zu uns. Wir kamen mit dem Label sehr früh in Kontakt, da unsere zweite Show mit ISIS war. Sie verstanden sehr schnell, worum es bei uns geht, und baten uns, ihnen ein Demo zuzusenden. Wir unterzeichneten den Vertrag, nachdem sie unser Demo gehört hatten, welches jetzt auch als "Untitled"-EP auf CD zu kaufen ist.

Ihr habt auch eine DVD-Veröffentlichung auf Hydrahead Records. Was hat es damit auf sich? War es ein besonderes Happening?

Es war eine Show, die wir für MELT BANANA im Abbay Club eröffneten. Das ist ein sehr schöner Club in Chicago. Es gab keinen besonderen Anlass für die Show. Es war halt eine gute Videoaufnahme und Hydrahead bot uns an, eine limitierte DVD-Auflage rauszubringen.

Du hattest vorhin schon mal TUSK erwähnt, eure zweite Band sozusagen. Was ist das genau für ein Projekt?

TUSK begann als Grindcore-Band, doch wir entwickelten uns mehr und mehr und wurden progressiver und ebenso extremer. Unser letztes Album war ein Prog-Grind-Hybrid-Konzept-Album. Wir arbeiten auch schon an einem neuen Album, welches weniger Grindcore sein wird und einen einzelnen Song von 35 Minuten Länge haben wird. Es verbindet die verschiedensten Elemente, die wir vorher gar nicht so beabsichtigt hatten: ein wenig Ennio Morricone hier und etwas JESUS LIZARD da und lange Drone-Passagen. Mal sehen, wann wir das alles zusammenfügen.

Gibt es denn schon Zukunftspläne nach der Europatour mit CAVE IN?

Also wir haben schon mit neuen Liedern für ein neues Album angefangen, aber damit wir noch nicht so weit, dass man schon sagen könnte, wohin die Reise gehen wird.

Ross Feratu

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #65 (April/Mai 2006)

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