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Interviews & Artikel

DEATH BREATH

We’re DEATH BREATH and we stink!

„DEATH BREATH plays 6 string guitars, a 4 string bass and non-triggered drums. DEATH BREATH plays Death Metal.“ Eine Death Metal-Band im Ox? Was soll der Quatsch? Nun ja, auch wenn Namedropping und Rechtfertigungen doof sind, sei hier im Vorfeld gesagt, dass kein geringerer als Nicke Andersson von den HELLACOPTERS bei DEATH BREATH sein Unwesen treibt. Denn neben dem Erfolg mit seiner derzeitigen Hauptband dürfte manch einem noch bekannt sein, dass der gute Nicke als Schlagzeuger und Hauptsongwriter von NIHILIST und vor allen Dingen den daraus hervorgegangenen ENTOMBED eine Schlüsselperson für den weltweiten Boom des schwedischen Death Metal Anfang der 1990er Jahre war. Mit Nicke an Gitarre und Drums, Robert Pehrsson als Sänger und Gitarrist und Mange Hedquist am Bass starten DEATH BREATH nun die Rückkehr in das finstere Reich des Grunzgesangs und der runtergestimmten Gitarren. Aber nicht ohne Augenzwinkern und die nötige Portion dreckigen Rock’n’Rolls, versteht sich! Über das Wieso, Weshalb, Warum standen mir Nicke und Robert Rede und Antwort.


Nickes musikalische Vergangenheit dürfte klar sein, aber welche Bands tauchen in den Lebensläufen der anderen DEATH BREATH-Mitglieder auf? Und in welchen Bands spielt ihr heutzutage neben DEATH BREATH?

Robert: Alte Metalbands wären unter anderem RUNEMAGICK, DEATHWITCH und MASTICATOR. Alte Nicht-so-sehr-Metalbands waren TOMAHAWK, WRECKS, THE PREACHERMEN ... Meine aktuelle Band neben DEATH BREATH ist THUNDER EXPRESS, zusammen mit HELLACOPTERS-Gitarrist Robert Dahlqvist. Ich nehme aber nebenbei alleine auch noch Powerpop-Sachen auf.

HELLACOPTERS-Fans könnten sich durch DEATH BREATH ja gehörig vor den Kopf gestoßen fühlen, ebenso wie Death Metal-Fans behaupten könnten, dass sich mit DEATH BREATH nur drei alte schwedische Säcke ihre Rente verdienen wollen. Stört euch so was?

Nicke: Ja, ich zittere vor Angst.
Robert: Ich auch.

Und was war der Grund, dass ihr letzten Endes wieder Death Metal spielt? Ist DEATH BREATH so etwas wie die Reise in die eigene Vergangenheit?

Nicke: Der Grund für mich, wieder Death Metal zu spielen, ist der, dass ich es einfach wollte. In Sachen Metal gibt es heutzutage nicht viel, was mir gefällt, also musste ich es schon selbst machen. Ich glaube, Robert ging es da ganz ähnlich, also taten wir uns zusammen und hoben DEATH BREATH aus der Taufe. Wir machen das ausschließlich zu unserem eigenen Vergnügen und wenn sich andere Leute für das interessieren, was wir machen, finde ich das großartig. Es ist also mehr eine Reise in die Zukunft von DEATH BREATH als in unsere eigene Vergangenheit.

Sind DEATH BREATH denn eine „echte“ Band oder nur ein Projekt? Plant ihr irgendwelche Konzerte, Touren oder weitere Veröffentlichungen?

Nicke: Alles was ich mache, ist „echt“. Ich sehe keinen Grund, warum man Sachen nur halbherzig anpacken sollte. Wir haben im Moment genügend Material für mindestens zwei weitere Alben, also werdet ihr uns nicht so schnell los.
Robert: DEATH BREATH sind eine Band! Die Idee, nur ein Projekt zusammenzustellen, hat mir nie gefallen.
Nicke: Was Touren angeht, müssen wir mal abwarten. Wir sind alt und nicht gerade in tadelloser Verfassung. Aber sollten wir live spielen, treten wir natürlich allen gewaltig in den Hintern!

Die erste Platte „Stinking Up The Night“ erschien im September auf dem schwedischen Label Black Lodge. Warum habt ihr ein vergleichsweise kleines Label gewählt?

Nicke: Wir kennen die Leute bei Black Lodge ganz gut und haben keinen Grund gesehen, durch den Fluss zu schwimmen, nur um Wasser zu holen.
Robert: Nun ja, wir haben aber gerade auch für ein Amerika-Release bei Relapse unterschrieben.

Was gibt es über die Entstehung des Albums zu sagen? Wo habt ihr aufgenommen, hat es Spaß gemacht?

Nicke: Wir haben im Acetone-Studio hier in Stockholm aufgenommen und hatten in der Tat eine echt gute Zeit. Hauptsächlich haben wir die ersten Takes genommen, weil ich einfach nichts anderes kann. Du kannst dir gar nicht vorstellen, in was für einer schlechten Form ich bin ...
Robert: Mit Metalgitarren in einem analogen Studio aufzunehmen, war nicht gerade die einfachste Sache. Es ist schon eine Weile her, seit wir so was das letzte Mal gemacht haben. Lass es mich mal so sagen: Manchmal hatten wir schon Lust, dem alten Tape-Recorder einen ordentlichen Fußtritt zu verpassen. Ich denke, für das nächste Album müssen wir mehr proben oder digital aufnehmen.

In Bezug auf die Lyrics hört sich der Albumtitel ja auch schon sehr viel versprechend an ...

Nicke: Die Texte handeln natürlich von schlechtem Atem, lebenden Leichen, Brandstiftern, Psychopathen, schlechtem Atem, Satan, Enthauptungen und natürlich schlechtem Atem. Voll Metal!

Es sind auch namhafte Special Guests auf dem Album, unter anderem Scott Carlson – ex-REPULSION – und Jörgen Sandström – ex-GRAVE bzw. ENTOMBED. Inwiefern haben die denn zu den Aufnahmen beigetragen?

Nicke: Robert, Scott und Jörgen teilen sich den Gesang auf dem Album, jeder singt drei Songs. Wir haben die beiden einfach gefragt, ob sie auf dem Album sein wollen, und sie sagten ja.

Eure erste Veröffentlichung war eine limitierte Vinylsingle sein. Wird das Album auch auf Vinyl rauskommen oder nur auf CD?

Nicke: Ja, wir mögen das Vinylsingle-Format. Das Album wird aber sowohl auf CD als auch Vinyl erscheinen, weil wir natürlich für freedom-of-choice sind.

Die Death Metal-Szene war mit Tapetrading und ähnlichem in ihren Anfangstagen ja ein Paradebeispiel für Do-It-Yourself-Musikkultur. Hattet ihr als „Veteranen“ nicht Lust, die ganze Promotion für das Album spaßeshalber richtig oldschool mittels Tapetrading aufzuziehen, anstatt über mp3s und MySpace im Internet?

Nicke: Die Promos für das Album sind tatsächlich Kassetten. Das Format mögen wir natürlich auch sehr, Kassetten haben einen coolen Sound.

DEATH BREATH werden wohl von Anfang an mit dem Attribut „old school“ wahrgenommen werden. Was haltet ihr im Gegenzug von der derzeitigen Metal-Szene?

Nicke: Mit der heutigen Metal-Szene kenne ich mich nicht allzu gut aus. Ich mag DARKTHRONE, ENTOMBED, DISMEMBER, CRETIN, SERPENT OBSCENE, ABSCESS und NIFELHEIM. Es gibt da noch ein paar mehr, aber mehr Namedropping bekomme ich gerade nicht hin.
Robert: Ich mag SKITSYSTEM, auch wenn die nicht unbedingt als Death Metal bezeichnet werden. Aber das sind sie in meinen Ohren eher als so manch neue Band.

Danke für das Interview!
deathbreath.se

Bernd Fischer

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #68 (Oktober/November 2006)

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