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Interviews & Artikel

PANIC

Make your transition!

Ihr habt auf dieser Tour neben den Clubshows auch zahlreiche Festivals gespielt.

Azy:
Ja, einige der Festivals waren schon klasse, vor allem wenn man die Chance hat, mit so vielen namhaften Bands zusammen zu spielen. Aber auf einer riesigen Bühne zu stehen, die dazu noch von einem riesigen Graben abgetrennt ist, ist einfach nicht unser Ding. Die Toiletten einiger Festivals hatten da schon eher den Charakter, den wir gewohnt sind und mögen.

Gibby: Wir sind in dem Sinne eigentlich keine große Band, können daher auch nicht hoffen, in riesigen Hallen aufzutreten. Kleine Venues haben eben etwas Familiäres.

Drei Shows waren zusammen mit GUNS UP! und SUICIDE FILE. Etwas Besonderes?

Azy:
Ja, sicher. Wir kommen schließlich allesamt aus Boston und gerade mit SUICIDE FILE verbindet uns eine lange Freundschaft. Ich war früher schon als Roadie mit SF unterwegs und helfe ihnen auf ihrer Europatour am Bass aus. Der GUNS UP!-Gitarrist ist mein alter Mitbewohner aus Boston.

Was war der Hauptgrund, PANIC als Band zu reformieren?

Azy:
Wichtig war definitiv der Auftritt letztes Jahr beim Hardcore-Meeting in Arnheim. Die Show zeigte uns, dass PANIC als Band noch nicht abgeschlossen hatte.

Gibby: Es erinnerte uns vor allem daran, dass wir auch in Europa eine Menge Fans haben. Und deren Freude, uns live sehen zu können, wollten wir irgendwie begegnen. 2002, als wir uns auflösten, hatten wir menschlich nicht mehr allzu viel gemein. Jeder hatte bereits mit anderen Projekten zu tun. Drei Jahre später merkten wir, dass die Schnittmenge der Interessen wieder größer war. Warum also nicht wieder zusammen auftreten?

"Circles", die neue Platte, habt ihr mit Bassist Damian aufgenommen, der heute aber fehlt. Warum?

Gibby:
Er hat mittlerweile zuviel mit THE EXPLOSION zu tun, dass er sich leider nicht für die Tour frei machen konnte.

Azy: Ich habe ihn am Vorabend unserer Abreise noch getroffen. Er war natürlich auch enttäuscht, nicht mitkommen zu können, da er bei der Show 2005 ja auch schon passen musste.

Wie und wo habt ihr euch für die Tour vorbereitet?

Azy:
Jimmy, Bass, Q, Drums, und ich wohnen alle in unmittelbarer Nähe an der Ostküste. Wir trafen uns ab und zu und probten zu dritt. Zwei Tage vor der Tour flogen wir dann nach Arnheim zu Reflections, wo wir uns alle zusammen vorbereiten konnten.

Gibby: Ich wohne seit kurzem in Los Angeles, konnte also nicht mal eben in Boston vorbeikommen. Mein Proberaum war schließlich mein Auto, wo ich mir die alten Tapes immer wider anhörte und dazu lauthals mitsang.

Wusstet ihr, dass BLACK FLAG unter dem Namen PANIC anfingen, Musik zu machen?

Azy:
Ja, ebenso wie übrigens MEGADETH, wir bemerkten das zwangsläufig.

Gibby: Nur wir waren so einfallslos und blieben bei PANIC. Wir hätten uns mal was Niveauvolleres wie zum Beispiel PANIC! AT THE DISCO ausdenken sollen ...

Was haben beziehungsweise hatten Bands wie BLACK FLAG für einen Einfluss auf euch?

Gibby:
Für mich haben diese Bands mittlerweile keinen so großen Stellenwert mehr. Bands wie BLACK FLAG sind natürlich großartig, ich habe sie aber eher gehört, als ich noch jünger war. Mein Geschmack hat sich mit der Zeit erweitert.

Azy: Für mich sind Bands wie BLACK FLAG zeitlos. Als wir mit PANIC anfingen, hörte ich ihre allerersten Sachen, inzwischen habe ich spätere Instrumentalalben wie "The Process Of Weeding Out" entdeckt, mit denen ich lange Zeit nichts anfangen konnte. In Amsterdam trafen wir letztens übrigens den CRO-MAGS-Sänger John Joseph und was meinst du wohl, was der meinte, nach wem wir uns anhören würden? Genau, BLACK FLAG! Unser Name ist also Programm.

Auf "Circles" sind wieder nur sechs Songs zu finden. Wäre es nicht langsam Zeit für ein ganzes Album?

Azy:
Wir hatten lange nicht mehr zusammen gearbeitet, wollten vor einer Tour aber auf alle Fälle etwas Neues herausgebracht haben. Ein ganzes Album hätte viel zu viel Zeit in Anspruch genommen. Sich Monate lang in ein Studio zu verziehen und ein Album einzuspielen, ist eben nicht so unsere Sache. Wir gingen ins Studio und die sechs Songs sind das, was dabei herausgekommen ist.

Euer Sound hat sich mittlerweile leicht verändert. Er ist meiner Meinung nach noch dunkler geworden und erinnert mitunter an Bands wie NERVE AGENTS.

Gibby:
Den Vergleich zu NERVE AGENTS habe ich schon häufiger gehört und kann damit gut leben. Obwohl die der Platte übergeordnete Aussage positiver ausgefallen ist als jemals zuvor, ist der Sound wesentlich mehr midtempo, ja sogar rockiger geworden und nicht mehr nur schnell.

Azy: Der Vergleich kommt wahrscheinlich von den einander ähnlichen Stimmen, ein direkter Einfluss waren NERVE AGENTS aber nicht. Man darf nicht unterschätzen, dass wir über die Jahre einige Veränderungen im Line-up hatten. Gibby schreibt zwar immer noch die Texte, aber für die Musik sind wir mittlerweile alle verantwortlich.

Wovon handelt der Titelsong "Circles"?

Gibby:
Es geht darum, seine Ängste und Abhängigkeiten zu überwinden, die Traurigkeit, die dich runterzieht, mit Lebensfreude zu zerschlagen. Es war der erste Song, den ich schrieb, nachdem ich endgültig aufgehört hatte, Drogen und Alkohol zu mir zu nehmen. Für mich stellt der Song daher eine Art Wiederentdeckung meiner selbst dar. Es geht dabei nicht ausdrücklich um Drogen, jegliche Art der Herausforderung kann damit gemeint sein. Jeder sollte in der Lage sein, sein tatsächliches Potenzial abrufen zu können und seinen Weg des Glücks zu finden.

Gibby, du warst in Deutschland sehr erfolgreich mit dem LOUDERBACH PROJECT. Wie bist du zum Minimal-Techno gekommen?

Gibby:
Du weißt davon? Cool! Wir hatten wirklich richtig Erfolg mit dem Projekt, alleine in Deutschland waren wir drei Monate an der Spitze der Elektro-Charts. Ich traf Troy Pierce, den Kopf hinter dem LOUDERBACH PROJECT, auf einer Party, als ich 2002 nach New York zog. Daraus entstand die Idee, für einen Song die Vocals zu schreiben. Die Reaktionen waren enorm und so habe ich für die aktuelle Platte alle Texte und Vocal-Parts sowie das Layout machen dürfen. Der Erfolg gibt uns vielleicht irgendwo auch Recht, auf dem richtigen Weg zu sein, aber leider habe ich noch keinen Musikliebhaber außer mir getroffen, der eine Verbindung zwischen HC und Minimal-Techno sehen kann.

Da kann ich dir leider auch nicht weiterhelfen, trotzdem weiterhin viel Erfolg!

Bodo Unbroken

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #68 (Oktober/November 2006)

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