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Interviews & Artikel

D.O.A.

Joey Shithead: Punkrock is still fucked up

In den frühen 80ern, in einem Vorort von Vancouver aufgewachsen, bedeuteten mir D.O.A.s Texte und Plattencover - wie auch die von CRASS und den DEAD KENNEDYS - unglaublich viel. Zwar konnte ich ihre Texte nicht immer genau verstehen, so weiß ich bis zum heutigen Tage nicht, wofür genau "Nazi training camp" steht, aber ihre politische Einstellung war immer eindeutig und mit den Texten vieler Songs (zum Beispiel "You got to know who your enemy is" oder "I am the prisoner") konnte ich mich perfekt identifizieren.

Joey "Shithead" Keithly konnte sich zwar nicht so geschickt ausdrücken wie Jello Biafra, aber er kam aus derselben Gegend wie ich und war so direkt, dass ich nicht anders konnte, als Fan der Band zu werden. Als 1983 die fünf Direct Action-Aktivisten, unter anderem der SUBHUMANS-Bassist und alter Freund von Joey, Gerry Hannah, verhaftet wurden, waren es D.O.A., die sich für die fünf einsetzten, indem sie Benefiz-Gigs spielten und eine Single veröffentlichten, der auch ein aus dem Gefängnis geschriebener Brief von Gerry Hannah beilag, in dem er an die Ziele der fünf erinnerte. Da ich dieses Ereignis für eines der interessantesten, aber leider auch schwer vernachlässigten Kapitel der kanadischen Geschichte halte, wollte ich Joey zu seiner Sicht der Dinge befragen. Zudem gibt es auch Neuigkeiten von seinem Label Sudden Death Records, auf dem er jüngst die "Perfect Youth"-Platte der POINTED STICKS wiederveröffentlichte, was nach 26 Jahren zu einer Reunion der Band führte ...



In die Auslaufrille der "Triumph Of The Ignorants"-EP von D.O.A. war "THE POINTED STICKS are Out of Luck, 'cause D.O.A. are the Real Thing." geritzt ...

Haha. Ja, da waren sie ziemlich angepisst. Das war die Idee von Ken Lester, unserem alten Manager, ich weiß auch nicht mehr genau, warum ich der Sache zugestimmt habe. Wir spielten viele Shows mit ihnen und als sie gesignt wurden, wurden einige Leute neidisch. Ich mochte die POINTED STICKS schon immer. Sie waren genau wie D.O.A. mit ganzem Herzen dabei, die einen als Pop-Punk- und die andere als Punkband.


Es gab damals aber Rivalitäten zwischen D.O.A. und den SUBHUMANS, oder?

Ja, das lag daran, dass unsere Manager verfeindet waren. Da sie Anarchisten waren, verstanden sie sich zuerst noch gut, doch dann eröffnete Ken Lester, unser Manager, eine Eisdiele. Das ärgerte natürlich David Spaner, den SUBHUMANS-Manager, der Ken als Sellout beschimpfte. Als dann noch Ken mit Davids Schwester ausging, brachte es das Fass zum Überlaufen. Von da an gab es keine gemeinsamen Shows mehr, weil keiner für die andere Band eröffnen wollte.


Es gibt eine Geschichte in deinem Buch "I, Shithead", die besagt, dass du den SUBHUMANS einigen Ärger auf der Tour eingebracht hast.

Haha. Auf ihrer letzten Tour, die auch zu ihrem Split führte, spielten sie zwei Wochen später dieselben Clubs und Städte wie D.O.A. Viele Gigs der SUBHUMANS wurden gecancelt, weil es bei unseren Shows Ausschreitungen gab, wir die Bühne zerstörten oder die Polizei den Laden hochnahm. Dann kamen zwei Wochen später die SUBHUMANS und sagten: "Hey, wir sind die SUBHUMANS aus Kanada!" Und die Promoter darauf: "Schon wieder'n Haufen kanadische Punks? Fuck off! Das war ihre letzte Tour und ich glaube, wir sind dadurch auch ein bisschen Schuld an ihrer Trennung.


Dein Label Sudden Death Records war an der letzten SUBHUMANS-CD nicht beteiligt.

Nein, wir wollten sie zwar machen, aber da ich in einer Band mit Jon Card und Brian Goble war, dachten sie wohl, das sei etwas unpassend, wenn ich die Platte rausbringen würde. Die Jungs sind gute Freunde von mir und ich könnte mir keine besseren Labels für sie wünschen als in Kanada G7 Welcome Committee und Alternative Tentacles in den USA.


Es gab also keinen Streit?

Nein, überhaupt nicht. Brian, Gerry, Dimwit und ich kennen uns schon ewig und sind Freunde. Und die SUBHUMANS sind eine klasse Band, sie gehören in dieselbe Liga wie BLACK FLAG, DEAD KENNEDYS oder AVENGERS.


Ich habe gehört, es gibt eine CD mit japanischen Bands, die D.O.A.-Songs covern.

Ja, das stimmt. Es war interessant, die verschiedenen Songs zu hören. Es sind sogar eine Pop- und eine Noise-Band dabei. Musikalisch und auch stimmlich sind die wirklich gut, halt nur mit starkem japanischen Akzent. Es ist eine tolle Platte, sie heißt "We Still Keep On Running With D.O.A" und man kann sie auch über die Sudden Death-Website bekommen. Aber lass es mich so formulieren: Die Billboard-Charts hat sie nicht geknackt ...


Wie war denn die Tour 2001 von D.O.A. in Japan?

Oh Mann, wir spielten eine Show in Miyazaki und dort herrschten tropische Verhältnisse. Es war fast wie auf Hawaii. Als wir landeten, standen da Fans am Flughafen und schrieen: "D.O.A. wah wah wah wah!" Du kommst dir vor wie ein Rockstar. Die Hingabe der Fans ist wirklich erstaunlich.


Apropos Touren, hast du da witzige Storys auf Lager?

Klar, zum Beispiel bei einer Show in Italien, während der Europatour 2001 war die Bühne ziemlich vollgenebelt, so dass ich Randy am anderen Ende der Bühne nicht sehen konnte. Und auf einmal, in der Mitte des Sets, hörte ich den Bass nicht mehr. Folgendes war passiert: Während ich sang, kam er zu meinem Mikro, um mit hinein zu singen. Als er zurück auf seine Seite der Bühne ging, fiel er über die Absperrung mitten ins Publikum. Also stimmten wir eine gut zehnminütige Version von "Folsom prison blues" an, so dass Randy wieder zurück auf die Bühne kommen konnte. Aber er konnte nicht. Anstatt auf den Leuten zu landen, fiel er direkt in den Matsch vor der Bühne, da die Zuschauer zur Seite gegangen waren. Als er fiel, merkte er, dass der Hals seines Basses brechen würde. Also drehte er sich und landete direkt auf seinem Arsch und prellte sich das Steißbein. Aber er blieb tapfer und spielte die Show zu Ende. Danach kam der italienische Tourmanager zu ihm und sagte: "I hear you have medical problem with your ass." Der Satz wurde dann zu unserem Tour-Insidergag. Kurz danach, in Parlemo, fingen wir uns alle eine Lebensmittelvergiftung ein. Wir mussten danach an jeder Raststätte halten und hatten somit alle "medical problems with our ass"


Denkt man da nicht manchmal, dass man zu alt ist fürs Touren und das alles ist?

Unsere Europatour begann in Polen und bei unserer ersten Show hatten einige Skinheads Baseballschläger neben der Bühne versteckt. Wir schmissen sie weg, aber trotzdem gab's Randale. Am zweiten Tag ist unser Van fast verreckt und wir hätten beinahe die Show in Prag verpasst. Am dritten Tag wollten wir aus Tschechien nach Österreich und hatten Unmengen polnische Tapes und CDs von einem Freund von uns, der dort ein Label betreibt, dabei. Wir hatten sie nicht angegeben, also wurden wir vom Zoll auf 10.000 Dollar verwarnt und verpassten den Gig. Das war nur der Anfang der Tour und ich dachte mir, das sollte passieren, als du 25 warst und nicht mit 45. Egal, wie lange du weitermachst, Punkrock is still fucked up. Für mich ist das immer noch ein Abenteuer und ich genieße es. Wenn man von Ort zu Ort reisen würde, alles ruhig bleibt, jemand mir die Gitarre reicht und ich nur noch die Noten spiele, wäre das doch sinnlos. Aber wenn du dir den Weg durch diesen Dreck kämpfen musst, hält dich das auf Trab. Das ist wie bei alten Leuten, wenn die keinen Job, keine Aufgaben haben, bekommen sie Alzheimer ...


Anderes Thema: Wie stehst du zu Direct Action und ihren Taten?

Wenn Menschen unterdrückt werden, schlagen sie zurück. Meiner Meinung nach ist der beste Weg jedoch, es wie Mahatma Gandhi oder Nelson Mandela zu machen. Ich finde es sinnvoller, so zu protestieren, als Dinge in die Luft zu jagen.


Ich habe immer bewundert, wie D.O.A. und die anderen Bands, trotz der Verletzten bei den Direct Action-Aktionen zu Gerry Useless von SUBHUMANS gehalten haben.

Ja, wir taten viel, um Spenden für sie zu sammeln und brachten unter anderem die "Right To Be Wild"-Single raus. Als sie geschnappt wurden, kamen diese ganzen Sensationsreporter, man wusste nicht, was man glauben konnte, und es schien schwer für sie, einen fairen Prozess zu bekommen. Das war der Anstoß für uns, ihnen zu helfen. Versteh mich nicht falsch, die Gründe, wegen denen sie kämpften, waren absolut unterstützenswert und richtig, aber wie sie es gemacht haben, war der falsche Weg. Gewalt erzeugt Gegengewalt.


Ich habe gehört, die Polizei Vancouvers hatte es damals besonders auf Punks abgesehen.

Ja, nach dieser Direct Action-Sache, '79 oder '80, konnte man mysteriöserweise nirgendwo spielen und niemand wollte uns buchen. Also organisierten wir selbst Shows in den Vororten. Es wurde von ihnen zwar nie offiziell bestätigt, aber die Polizei verdächtigte diese Shows, Anarchisten-Treffpunkte zu sein und hatte bei einem Club das gegenüberliegende Haus gemietet und filmte jeden, der dort ein und aus ging.


Hattest du auch persönlich Probleme mit den Cops?

Nein, eigentlich nicht, dadurch, dass wir konstant tourten, waren wir ja nur selten in der Stadt. Wir vermuteten aber immer, dass unser Telefon abgehört wurde.


Im Film "American Hardcore" wird die These aufgestellt, dass die politische Energie des Punkrocks nachließ, als Reagan Mitte der 80er wiedergewählt wurde.

Ich glaube nicht, dass es daran lag, denn in seiner zweiten Amtszeit wurde er ja sogar noch unausstehlicher. Das hätte die ganze Sache eigentlich intensivieren müssen. Ich glaube, der wahre Grund für den Split der Hardcore-Szene war, dass immer mehr Bands wie die CRO-MAGS aufkamen und es immer mehr zum Skinhead-Ding wurde. Und damit meine ich nicht SHARP-Skins, sondern die Idioten. Bei unseren Shows gab es fast nur noch Schlägereien mit diesen rassistischen Pennern. Ich glaube. ab diesem Zeitpunkt hatten viele Leute einfach keinen Bock mehr, auf Punkrock-Shows zu gehen. Anstatt im Pit aufgehoben zu werden, wenn man hinfiel, kriegt man zu dieser Zeit noch ein Tritt ins Gesicht, wenn man am Boden lag. Dieses Verhalten sah man in Kanada eher selten, aber wenn wir in San Francisco, Denver oder Houston spielten, kamen die Idioten nur, um Schlägereien anzufangen. Für uns war das der totale Widerspruch zum Punkrock. Trotzdem glaube ich nicht, dass dieser politische Aspekt im Punk ganz verschwunden ist, er kam nur nicht mehr so direkt zum Vorschein. Das ist auch meine Message an die Pop-Punk-Bands, die auf der Warped Tour spielen und auf MTV laufen. Wenn die ihre Popularität nutzen würden, wie zum Beispiel Jimi Hendrix es getan hat, könnten sie viel verändern. Ich sage nicht, dass es keiner tut, aber mir sind es bis jetzt zu wenig. Diese ganze "Rock against Bush"- und "punkvoter.com"-Sache war wirklich cool, aber es hätten noch mehr Bands mitmachen können.


Was denkst du über Bands wie beispielsweise ANTI-FLAG?

Die finde ich ganz okay, ihre letzte CD habe ich aber noch nicht gehört. Die sind ja jetzt auf einem Major, allerdings glaube ich nicht, dass sie sich großartig geändert haben und dass sie auch trotzdem noch politisch bleiben. Aber auf eine Band wie ANTI-FLAG kommen hundert Bands, die über Themen wie Autos, Mädchen und Ärger in der Schule singen. Das ist fast wie in den 60ern, und nur weil ihre Gitarre nach Punkrock klingt, heißt das nicht, dass sie Punkrock spielen.


Glaubst du, dass die Festnahme der Squamish Five dem politischen Punkrock in Kanada den Wind aus den Segeln genommen hat? Es war ja nicht gerade aufbauend zu sehen, wie jemand das System angegriffen ist und dann in den Knast wandern musste.

Nicht für mich, da ich viel mit D.O.A. auf Tour war, vor allem in Europa. Dort spielten wir meistens in besetzten Häusern oder Fabriken. Es war fantastisch zu sehen, was sie sich dort aufgebaut hatten. Konzerthallen, Workshops, Büchereien und so weiter, ohne dafür Miete zu zahlen. Wir dachten nur: "Fuck, so etwas müsste man doch auch bei uns machen können!" Diese Leute waren wirklich produktiv, es ging nicht nur darum, Steine zu werfen.Heute ist die Hausbesetzerszene in Europa nicht mehr so groß, die Musikszene ist ähnlich wie in Nordamerika, nicht mehr so unberechenbar. Die Dinge sind ruhiger geworden. Wir sagten damals, mit D.O.A., dass wir immer ein bisschen Chaos und Anarchie bei unseren Shows brauchten. Deshalb spielten wir immer gerne in Deutschland, Italien und England, da die Punks dort immer etwas auf Konfrontation aus waren, zum Beispiel auf den Demonstrationen gegen die Atomkraftwerke.


Glaubst du, D.O.A. haben politisch etwas erreicht?

Ich bin die Hälfte meines Lebens Aktivist gewesen und kann sagen, dass man ewas ändern kann, auch wenn es nur kleine Dinge sind. Ich kann mich da an eine Aktion erinnern, als wir gegen die Erhöhung der Buspreise protestiert und vor den Bussen eine Art Sitzstreik gemacht haben. Dinge dieser Art sind sehr effektiv, weil sie Aufmerksamkeit erregen. Ich bin mir nicht sicher, ob es die Preiserhöhung verlangsamt hat, aber vielen Leuten ist bewusst geworden, was für ein wichtiges Thema das ist. Wie soll jemand zum Job oder zur Schule kommen, wenn er kein Geld für den Bus hat.


Engagierst du dich derzeit für etwas?

Ich war einige Jahre bei einer Anti-Globalisierungs-Kampagne aktiv. Im Moment beschäftige ich mich wieder mehr mit dem Thema Umwelt. Mir gefällt, dass sich momentan so viele Politiker mit diesem Thema beschäftigen und sich darin überbieten wollen, wer "grüner" ist. Endlich bemerkt die Menschheit, dass sie es zu weit getrieben hat und es Zeit wird zu handeln, um den Planeten nicht ganz zu zerstören.


Woran arbeitest du im Moment?

Ich arbeite wieder an einem neuen Buch. Ich habe aber erst ein Kapitel geschrieben. Es wird wohl nicht vor nächstem Jahr erscheinen. Außerdem hab ich gerade eine neue Band gesignt für mein neues Sublabel von Sudden Death, JSK Media - Joey Shithead Keithly Media. Die Band heißt ONCE JUST, spielt eine Mischung aus Pop, Rock und Ska und ist bisher nur in Kanada bekannt. Aber das wird sich demnächst ändern.


Warum hast du sie nicht auf Sudden Death rausgebracht?

Ich wollte einen Ableger des Labels für andere Stile, denn ich mag fast alle Arten von Musik, auch Country und Jazz. Und wenn ich so etwas über Sudden Death veröffentlichen würde, hätte das einen merkwürdigen Beigeschmack.


Wie läuft Sudden Death denn zurzeit?

Echt gut. Ich nehme gerade ein neues Album auf. JOE SHITHEAD KEITHLY AND HIS BAND OF REBELS und ich arbeite an einer D.O.A.-DVD mit Aufnahmen von 1978 bis 1983.


Fühlst du dich eher als Businessmensch oder Punk?

Ich schätze, eine Mischung aus beidem. Wir müssen Sinn fürs Business haben, ansonsten würden wir Bankrott gehen. Ich glaube, das ultimative Ziel wäre, komplett unabhängig zu sein von den Banken, dem Business und dem monetären System. Wenn die Leute genauer darauf achten würden, wo sie kaufen, und unabhängiger wären, wäre das ein großer Schritt. Aber davon sind wir noch weit entfernt. Ich meine, so ziemlich jeder nutzt UPS oder Produkte von Microsoft. Auch wenn Bill Gates viele karitative Dinge unternimmt, ist es trotzdem noch eine widerwärtige Firma, die sofort jeden Konkurrent aus dem Weg räumt. Anarchistische Theorien besagen, wenn man in seiner Nachbarschaft zusammen arbeitet, um Dinge billiger oder sogar umsonst zu bekommen, breitet sich das auf die Stadt, auf den Staat und später auf das ganze Land aus. Über diesen Weg könnten die Menschen Freiheit und Gleichheit erreichen. Man muss arbeiten, für sich selbst denken und sein eigener Boss sein.


Und zu guter Letzt, gibt's Neuigkeiten von D.O.A.?

Nachdem ich mit meinem Soloalbum fertig bin, werden wir wahrscheinlich Songs für eine neue Platte aufnehmen und auch wieder auf Tour gehen. 2008 ist schließlich unser 30. Jubiläum. Verdammt, sind wir schon lang dabei!

Allan MacInnis

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #74 (Oktober/November 2007)

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