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Interviews & Artikel

SKEPTIC ELEPTIC

St. Pölten in Österreich mag zwar nicht unbedingt der Nabel der Punkrock-Welt sein, aber zumindest die hierher stammenden SKEPTIC ELEPTIC sollten Freunden von Glam-geschwängertem 77er Punkrock'n'Roll ein Begriff sein. Während ich die Band auf früheren Veröffentlichungen schon ganz okay fand, kommen sie dieser Tage mit dem neuen Album "Get Addicted" um die Ecke, das mich auf ganzer Linie absolut mitreißt! Grund genug also, um Drummer Thoms'n'Roll und Sänger Dorian Stone ein paar Fragen zu stellen.


Was hat sich denn bei SKEPTIC ELEPTIC getan seit der 2005er LP "SickSickSick"? Ist zum Beispiel das Gitarristenkarussel jetzt endgültig zum Stillstand gekommen?

Dorian: Ja, mit Doc Brown haben wir definitiv den Richtigen an Land gezogen. Da er aus der "Melodic"-Schiene kommt, hat er den Pop mit in die Band gebracht, was unserer Musik hervorragend steht.

Das neue Album "Get Addicted" ist gerade erschienen, und von den Aufnahmen bin ich sehr angetan. Was sagt ihr selbst nach getaner Arbeit?

Dorian: Jeder in der Band ist mit dem Album hundertprozentig zufrieden. Ich wüsste wirklich nicht, wie wir das besser hätten hinkriegen sollen. Da wir in der Pampa, weit außerhalb von Berlin, total von der Außenwelt abgeschottet waren, haben wir uns wirklich nur auf die Musik und das Album konzentrieren können. Das könnte das Album sein, das uns niemand zugetraut hatte.

Thomsn: Wir haben das komplette Album in nur zehn Tagen eingespielt und einige Songs auch live aufgenommen. Ich glaube, dadurch haben wir es auch endlich mal geschafft, unsere Bühnenenergie im Studio umzusetzen.

Die Platte erscheint auf Dambuster Records, gab es bestimmte Gründe für euch, ein neues Label auszusuchen?

Dorian: Wir wollten diesmal einen Schritt weiter gehen. Unsere bisherigen Labels waren zwar sehr nett, aber wir mussten trotzdem vieles selber machen. Mit Dambuster beziehungsweise Labelboss Kobi haben wir jetzt jemanden gefunden, der voll und ganz dahinter steht, jede Woche bei uns anruft und berichtet, was er wieder voranbringen konnte. Und er hat viele gute Kontakte, zum Beispiel werden wir jetzt von Cargo in Deutschland vertrieben und über Hoanzl in Österreich.

Die "SickSickSick"-LP wurde auch nach Japan lizenziert, was gab es denn da für Reaktionen?

Dorian: Da wir dort noch nicht getourt sind, haben wir auch nicht viel mitbekommen. Wir wollen unser neues Album aber auch in Japan promoten lassen und endlich auf Tour gehen. Das sind wir unseren Fans dort noch schuldig.

Neben der Band kann man euch in Österreich ja auch als ziemlich "szeneaktiv" bezeichnen, oder?

Dorian: Thoms'n'Roll und unser Bassis Mots T Sux betreiben in ihrer Freizeit die "Rock'n'Roll Highschool"-Konzertreihe, womit sie bekannten und weniger bekannten Bands die Chance geben, in unserer Geburtsstadt St. Pölten zu spielen. Thomsn arbeitet außerdem noch in der Wiener Arena und kann da gute Kontakte für die Band knüpfen.

Thomsn: Ich sehe da pro Monat locker um die 20 Konzerte, so bekomme ich immer hautnah mit, wo, wie, wann, warum, was los ist. Die Konzerte sind bei uns in der Arena meistens gut besucht, vor allem, wenn es sich um Hardcore oder Skapunk handelt.

Kommt denn bei euch guter Nachwuchs nach? In Deutschland hab ich nämlich leider das Gefühl, dass die Kids immer phlegmatischer werden, nix mehr Do-It-Yourself und so ...

Dorian: Früher musste man wirklich coole Konzerte oder Partys selber machen. Wir haben das immer alles selber veranstaltet, weil es einfach nix gab. Und die wenigen Bands, die es hier gab, konntest du an zwei Händen abzählen. Da hat sich vieles verändert, was aber auch gut ist, denn sonst wäre es ja auch langweilig, wenn immer alles gleich bleiben würde.

Thomsn: Bemerkenswert ist, dass viele junge Bands ihre Instrumente unglaublich gut beherrschen, was bei uns ja anfangs gar nicht der Fall war, haha. Was mir aber an der neuen Generation fehlt, ist Selbstinitiative und politisches Bewusstsein.

Und wo wollen SKEPTIC ELEPTIC nach fast zehn Jahren Bandgeschichte noch hin? Ist das immer noch ein gesundes/ungesundes Gleichgewicht zwischen Touren, Bandalltag und "wahrem Leben", oder könnt ihr mittlerweile von der Musik leben?

Dorian: Das wahre Leben geht mir echt tierisch auf den Sack. Für mich ist das "Früh aufstehen/arbeiten/schlafen gehen"-Prinzip mehr Illusion als die Illusion selbst. Dazu bin ich überhaupt nicht prädestiniert. Dann lieber von der Band leben, aber das geht leider nicht.

Thomsn: Die Band ist in meinem Leben schon so lange existent, ich könnte gar nicht ohne. Überhaupt dreht sich alles mittlerweile um Musik, für mich gibt es gar keinen anderen Lebensweg.

Und das neue Album sollte SKEPTIC ELEPTIC definitiv noch einen Schritt nach vorne bringen! Danke für das Interview, Jungs.

Bernd Fischer

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #78 (Juni/Juli 2008)

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