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Interviews & Artikel

HOLY SMOKES

I smoke myself

Wer auf destruktiven Krach aus dem Umfeld von 5 Rue Christine, Troubleman Unlimited oder Skin Graft steht, kommt an HOLY SMOKES nicht vorbei. Bei diesem Projekt mit Mitgliedern von Bands wie HELLA, FLYING LUTTENBACHERS, THE ADVANTAGE oder PINBACK erwartet man schmerzende Ohren und unerträgliche Kakophonien - um so erstaunlicher, dass den sechs mit "Talk To Your Kids About Gangs" ein beinahe poppiges Album gelungen ist. Beinahe, denn unter der Regie von Zach Hill konnte man doch mit einigermaßen durchgeknalltem Krach rechnen. Sänger Dan Elkan und Gitarrist Carson McWirther gaben mir ein paar sehr aufschlussreiche Antworten.



HOLY SMOKES hat ein bisschen was von einer "Supergroup". Erzählt mal was zur Bandgründung.

Dan:
HOLY SMOKES sollte nie eine "Supergroup" sein. Zach hat das Projekt für sich begonnen und als das Aufgenommene Form angenommen hat, hat er sich nach Leuten umgesehen, mit denen er zusammenarbeiten wollte - und mit denen bereits geplant war, zusammenzuarbeiten -, und hat sie integriert. Er hat einfach beschlossen, was zu machen, und sich währenddessen überlegt, wen er dazu nehmen könnte.

Carson: HOLY SMOKES ist keine typische Band, die tourt und so weiter, aber die Zusammenarbeit hat bisher zu einigen sehr gelungenen Aufnahmen geführt, und wer weiß, was die Zukunft bringt.



Zach Hill ist der Einzige, der an jedem Song beteiligt ist. Ist HOLY SMOKES sein Projekt, oder würdet ihr euch als Kollektiv betrachten?

Carson:
Die HOLY SMOKES wurden von Zach initiiert und die erste Platte, die ja auch eine Art Soundtrack zu seinem Buch war, hieß auch "Zach Hill And Holy Smokes", aber die Musik wurde auch da schon von allen geschrieben.

Dan: Zach ist definitiv das Bindeglied der Bestie, die sich HOLY SMOKES nennt. Er hat alle Mitglieder zusammengebracht und er hat die Struktur in ein paar völlig verschiedene einzelne Aufnahmesessions hineingebracht. Er ist zweifelsfrei der Katalysator und der Dirigent.



Wie arbeitet ihr an den Songs?

Dan:
Alle Songs wurden schon im Entstehungsprozess mitgeschnitten. Bei dem Großteil der Songs hatten wir anfangs nur Zachs Drum Beat, wozu dann Ians Bass kam. Einige Songs entstanden aus einer Improvisation zwischen Zach, Carson und Jonathan, die Stücke, die nur als Interludes verwendet werden, wurden von Zach und Carson aufgenommen. Diese Aufnahmen bildeten den Grundstein, mit dem wir wieder ins Studio sind und daraus fertige Songs gemacht haben. Den Hauptteil der Arbeit haben Zach und ich zusammen mit JR, dem Produzenten, im Studio gemacht, indem wir Gitarren, Keyboards, Percussion und Gesang hinzugefügt haben. Meine Rolle bestand hauptsächlich darin, mit meinen Gesangsmelodien auf die Dynamik und Struktur der instrumentalen Aufnahmen aufzubauen. Außerdem sind noch ein paar Songs darauf, die Rob ausgehend von Zachs Drum Beat geschrieben hat. Dadurch, dass alles so spontan aufgenommen wurde und auch der Gesang sehr improvisiert ist, hatte ich das Gefühl, die Songs hätten sich von selbst geschrieben.



Der Titel eures Albums klingt wie eine erzieherische Anweisung.

Dan:
Es ist nichts Falsches daran, mit Musik "erziehen" zu wollen. Ich würde nicht behaupten, dass wir viel zu vermitteln haben, aber wenn man von uns etwas lernen kann, ist das toll. Der Titel bezog sich weniger auf eine bestimmte Aussage, und ich glaube kaum, dass Eltern in Anbetracht unserer Platte ihre Kinder zur Seite nehmen und mit ihnen über Gangs reden würden. Wir sehen uns selbst lediglich als Musiker und nicht als Lehrer.



Ist die Zeile "All you need is blood" ein Verweis auf die BEATLES?

Carson:
Ja, man kann es als Seitenhieb verstehen. Wenn ich anfangen würde, über die BEATLES zu reden, würden mich die ganzen Internet-Freaks verfolgen, aber der Text ist in gewisser Weise eine Erweiterung des BEATLES-Textes. Was die Leute tatsächlich brauchen, ist weniger Liebe, als vielmehr Blut. Heutzutage braucht doch niemand mehr Liebe, oder? Blut dagegen schon.



Wieso habt ihr euch für HOLY SMOKES als Namen entschieden? Das hat doch beinahe etwas Religiöses?

Dan:
Es ist nur ein umgangssprachlicher Ausdruck, so wie "Holy Shit!". Ich glaube nicht, dass diese Ausdrücke irgendeine Bedeutung haben, aber ich würde gerne wissen, woher der Ausdruck "Holy Shit!" kommt.

Carson: Sind wir HOLY SMOKES, oder drückt der Name aus, was die HOLY SMOKES sind? Vielleicht beides. I smoke myself in a very holy way from time to time. Religion ist auch nicht mehr das, was sie mal war.



Verglichen mit euren anderen Projekten wie HELLA, FLYING LUTTENBACHERS ist der Sound von HOLY SMOKES richtig zugänglich. Seid ihr eine Pop-Band?

Carson:
Hahaha! Ich weiß nicht, was man mittlerweile unter einer Pop-Band versteht. Wenn du populär meinst, das sind wir nicht, aber wir haben schon ein paar catchy Melodien, die man als Pop bezeichnen könnte.

Dan: Verglichen mit HELLA und FLYING LUTTENBACHERS auf jeden Fall! Ich würde dir zustimmen, da das Album in sich sehr geschlossen ist und wir ziemlich viele Pop-Elemente reingemixt haben.

Chris Wilpert

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #70 (Februar/März 2007)

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