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Interviews & Artikel

HELLSONGS

Lounge Metal für alle!

Wenn eine Band Songs von Hardrock- und Metal-Bands wie BLACK SABBATH, IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST, METALLICA oder VAN HALEN covert, ist das eigentlich nicht besonders erwähnenswert, es sei denn, es passiert auf eine besondere Art und Weise. Wenn die Coverversionen der schwedischen HELLSONGS oft nur am Songtitel zu erkennen sind, dann ist das schon etwas Besonderes. Mit der zerbrechlich warmen Stimme der HELLSONGS-Sängerin Harriet Ohlsson und der spärlichen Begleitung aus Akustikgitarre, Piano oder Cello erhalten die Stücke einen völlig neuen ruhigen und manchmal schon fast melancholischen Charakter. Das Trio bezeichnet die Musik auf ihrem Debütalbum "Hymns In The Key Of 666" als "Lounge Metal" und weckte damit mein Interesse. Der Gitarrist Kalle Karlsson gab bereitwillig Auskunft, sogar auf Deutsch.


Kalle, stelle bitte kurz die Band vor. Was habt ihr vorher gemacht und wie seid ihr zusammengekommen?

Wir sind ein Trio: Johan Bringhed spielt Klavier und singt, Harriet Ohlsson singt und spielt Tamburin und ich spiele Gitarre und singe. Wir haben in anderen Bands gespielt. Ich war, als ich 17 Jahre alt war, in einer Metal-Band und die anderen haben beispielsweise Klezmer gespielt. Harriet und ich trafen zusammen als wir auf einer "Folkhögskola" studierten. Wir haben einen Kurs besucht, der hieß auf Schwedisch "Vislinjen och visor". "Liedermacher" heißt das vielleicht auf Deutsch oder auf Englisch "Singer/Songwriter". Wir wurden jedenfalls schnell Freunde und Harriet kennt Johan schon seit der Highschool. Wir spielen nur klassische Metal-Songs, machen aber keine normalen Coverversionen.

Warum keine normalen Coverversionen? Die müssen ja auch nicht immer wie das Original klingen. Ich denke da an Gruppen wie HAYSEED DIXIE mit ihren Country-Versionen oder ELÄKELÄISET mit Humppa.

Ja, stimmt, diese Gruppen spielen die Stücke in einer eigenartigen Weise, aber die meisten Coverversionen sind nicht so. Denk zum Beispiel an die US-Fernsehsendung "American Idol" oder die deutsche Variante "Deutschland sucht den Superstar", da wollen alle wie die Originalkünstler klingen. Und für uns ist es einfach nicht interessant, genau wie IRON MAIDEN zu klingen.

Warum covert ihr gerade Metal- und Hardrock-Songs und wer ist auf die Idee gekommen?

Ich habe damals einen Song von ZWAN gehört, das war die B-Seite ihrer ersten Single, ein Cover von "The number of the beast". Ich habe dieses Stück von IRON MAIDEN vielleicht tausendmal gehört, aber eigentlich nie den Text verstanden, sondern nur die coolen Gitarren bewundert. Da ich ein Oldschool-Metal-Fan bin, hatte ich diese Idee. Es gibt ja so viele klassische Metal-Songs mit guten Texten, aber niemand hat das bisher bemerkt. Wir wollen diese Songs mit viel Liebe, aber in einer ganz neuen Art und Weise spielen. Und wenn ich nach guten Stücken für die HELLSONGS suche, ist der Text dabei ganz wichtig, wir wollen nie mit sexistischen oder rassistischen Texten arbeiten. Dann gehe ich mit der Idee in unseren Proberaum und wir spielen ein bisschen zusammen. Jeder hat dazu seine eigenen Ideen.

Was ist deiner Meinung nach der Grund dafür, dass so wenige Leute auf die Texte, besonders bei Metal-Songs achten?

Ich denke, viele Leute achten mehr auf die coolen Gitarrenmelodien, den hohen Gesang und so weiter. so war es auf jeden Fall bei mir, und das ist okay. Ich vermute, dass viele Leute gerade gegenüber Metal-Texten Vorurteile haben.

Euer Plattenlabel Despotz Records hat auch eine TURBONEGRO-Tribute-Compilation mit Lounge- und Bossa-Nova-Versionen herausgebracht. Gibt es dafür in Schweden eine besonders große Nachfrage?

Ich weiß nicht. TURBONEGRO ist zwar eine große Band in Schweden, aber ich glaube, das Album "Los Suaves Negros" ist gänzlich unbekannt.

Meinst du, mit eigenen Stücken hättet ihr genauso viel oder mehr Aufmerksamkeit erregt?

Ich hoffe einfach, dass unsere eigenen Songs auch mal so viel Aufmerksamkeit erhalten werden. Darum versuchen wir jetzt gut zu spielen, zu arrangieren und so weiter. Aber klar, wenn Leute von einer Band hören, die alte Metal-Klassiker spielt, dann interessieren sie sich natürlich für genau diese Stücke.

Wie setzt sich euer Publikum zusammen und wie sind die Reaktionen in der schwedischen Metal/Hardrock-Szene?

Die Reaktionen sind ganz enthusiastisch, denke ich. Unser Publikum ist ziemlich gemischt. Wir haben schon vor alten Menschen, also 70 plus, vor Kindern, vor Metalheads, vor ... in Schweden sagt man manchmal Pandagirls dazu, you know a lot of black round the eyes, black hair and pale cheeks. Lounge Metal ist für alle! Aber wir haben auch recht negative Reaktionen erhalten. Die jüngeren Metal-Fans sind halt nicht immer so begeistert, aber die Älteren lieben uns.

Kay Werner

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #79 (August/September 2008)

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