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Interviews & Artikel

FLAT SPROCKETS

Eine kleine Gemeinde im Schwabenland namens Sigmaringen bezeichnet ihre musikalischen Juwelen als Sick City Rockers. Gerade einmal 16.500 Einwohner zählt das Städtchen, brachte aber Bands wie die SLAMPS, PROLLIGANS oder die CHARMIN' BASTARDS hervor, die sich nach Jahren noch großer Beliebtheit erfreuen. Kaum zu glauben, dass dieses idyllische Örtchen wirklich die Heimat dieses rauhen Straßenrocks mit einer geballten Ladung Oi! ist, doch dem ist so. 2004 gründeten Stevie und Gigges zusammen mit ein paar anderen die Band LUCKY LOSERS. Sie rockten irgendwo zwischen Punkrock und Psychobilly die Bühnen der Region. 2006 gab es einen Frontmannwechsel. Pudolf, ex-PROLLIGAN, trat als Sänger in die Band ein und dem musikalischen Kind wurde ein neuer Name verpasst: FLAT SPROCKETS. Sie kommen aus dem "Ländle", produzieren rotzig, freche Texte mit einer gewissen Prolligkeit und Pudolf war so nett, sich einem "Entweder/Oder-Interview" zu stellen.


Von den LUCKY LOSERS zu den FLAT SPROCKETS. Bei euch fand bandintern ja bereits der eine oder andere Wechsel statt. Daher die Frage: Alte Beziehungen beibehalten oder neue Formationen ausprobieren?

Im Bezug auf die Band finden gar nicht so oft Besetzungswechsel statt, wie man vielleicht vermuten mag! Gigges, Stevie und meine Wenigkeit gehören zum festen Stamm der Band. Lediglich der Bassist hat zweimal gewechselt. Zuverlässige Leute für eine Band zu finden, gestaltet sich nicht immer einfach, und wenn der Beruf einen Strich durch die Rechnung macht, ist so was immer schade. Aber ich denke, mit Dominik alias Domsen am E-Bass haben wir nun seit September 2007 den richtigen Mann gefunden. Alles in allem würde ich daher sagen: "Alte Beziehungen beibehalten"!

Eure aktuelle Split-CD "Freundschaftsspiel" mit den HILLBILLY HURENBÖCKEN: "Just for fun" oder mit "Message"?

Wer uns kennt, weiß, dass wir nichts nur zum Spaß machen, und so ist es auch mit der aktuellen Split-CD. Wir versuchen schon, witzig zu sein, auch wenn das nicht immer oder nur mäßig gelingt. Aber unsere Musik und Texte sind durchaus ernst zu nehmen! Darüber hinaus steckt in so manchem Lied auch eine Message.

Andere sehen es ja auch so: der Westen ist konzerttechnisch, was Oi! angeht, eher mäßig gesegnet. Wie stehst du dazu: Konzerte im Westen oder Osten?

Im Süden! Nein, uns ist das relativ egal, wo wir spielen, wobei man ehrlich zugeben muss, dass es im Osten ein wenig mehr abgeht und die Leute zum Teil lockerer sind. Andererseits können wir uns hier, was Konzerte angeht, auch nicht wirklich beklagen. Ich denke, mittlerweile ist überall etwas geboten, man muss es nur finden.

Du hast durch deinen Beitritt 2006 musikalisch neuen und härteren Wind in die Band gebracht. Wie hältst du es generell mit der Musik: Neue Klänge oder lieber Oldschool?

Ich muss ehrlich sagen, dass mich die neuen Klänge weitaus mehr begeistern als der alte und oft einfache Kram, den viele nur gut finden, weil es "Kult" ist und so von einem erwartet wird. Man muss aber dazu sagen, dass natürlich Bands wie COCK SPARRER unantastbar und beinahe heilig sind, zumindest für mich.

Ihr singt zweisprachig, deutsch und englisch. Da stellt sich einem die Frage, wie ihr das privat handhabt: Lieber deutsche oder ausländische Bands?

Ich persönlich höre sehr gerne holländischen, aber auch hin und wieder deutschen und englischen Oi! Der Rest der Band steht eher auf Oi! aus deutschen Landen. Hier ist es doch aber meiner Ansicht nach wie überall: es gibt Gute und Schlechte, in jedem Land.

Bevor du der Band beigetreten bist, galt als deren Hausmarke ja eher ein Mix aus Punkrock und Psychobilly. Man hört zwar noch die musikalischen Wurzeln, aber der Einfluss, den du durch deine Erfahrungen bei den PROLLIGANS mitgebracht hast, lässt sich nicht wegdiskutieren. Was ziehst du vor: Oi! oder Punkrock?

Was für eine Frage, Oi! natürlich! Für mich gab es zum klassischen Skinhead-Sound nie eine Alternative, einen adäquaten Ersatz oder eine Musikrichtung, die mir persönlich hätte mehr geben können.

Man macht der Oi!-Szene ja oft den Vorwurf, dass der Urgedanke einer Rebellion verloren gegangen sei und nur noch Saufen, Konzerte und Fußball Gewicht haben. Ihr besingt ja auch unter anderem diese Themen. Daher eine letzte Frage: Rebellion oder Saufgeneration?

Für mich persönlich hat das schon lange nichts mehr mit Rebellion zu tun. Als ich mit 15 Jahren dazukam, dachte ich auch noch so und war stolz, dass man mich nun überhaupt beachtete, aber mittlerweile haben sich die Zeiten doch geändert. Man geht seinen Weg und lebt vor sich hin, nur eben als Skinhead, was ich immer noch den besten Weg finde. Ich denke, die Leute haben mit den Jahren aus der Not eine Tugend gemacht. Was ist denn falsch daran, auf Konzerte zu gehen, das eine oder andere Getränk wegzustellen und sich beim Fußball die Seele aus dem Leib zu schreien? Das sind mittlerweile Dinge, die einen mehr zum Skinhead machen, als der verkrampfte Versuch, andauern rebellieren zu müssen.

Yvonne Schulz

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #80 (Oktober/November 2008)

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