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Interviews & Artikel

ZSK

"Keep Skateboarding Punkrock", so der Titel des ersten Demo-Tapes und gleichzeitig wohl einer der Grundsätze der vier Götttinger Skatepunks ZSK. Vor kurzem haben sie via Nasty Vinyl eine Splitsingle mit BLOWING FUSE veröffentlicht. Sänger Joshi stand mir kurz Rede und Antwort ...

Stell doch mal ZSK vor und gib mir die Bandhistory.


"Also angefangen haben wir vor etwa drei Jahren. Das war halt so eine Bilderbuch-Punkrock-Bandgründung: Ich war gerade mal 15 geworden und das einzige, was wir wussten, war, dass wir unbedingt diese Musik machen wollten. Die Instrumente haben wir anschließend einfach ausgelost, ohne dass jemand von uns auch nur einen Akkord spielen oder einen Drumstick halten konnte. So ging es dann los, zwei Demo-Tapes, einige Samplerbeiträge und langsam wurden die Konzerte größer und häufiger. Mittlerweile haben wir jetzt schon im kleinen Punkrock-Club mit 50 Leuten, bis zum Open Air mit 600 Zuschauern gespielt. Trotzdem machen wir aber auch immer noch gerne Konzerte mit dem Stromgenerator auf dem Parkplatz bei einem der großen Konzis wie z.B. NOFX oder der Vans Warped Tour. Ich denke, dass solche Aktionen wirklich gut und wichtig sind. Es gehen doch so viele Kids zur Warped-Tour, zahlen die sauhohen Eintrittspreise und denken: "Ok, das ist also Punkrock. Wie schön ...". Die müssen doch mal merken, dass es da noch andere Sachen gibt."

Wie waren die Reaktionen auf eure Splitsingle mit BLOWING FUSE bis jetzt?

"Da waren wir selber ziemlich überrascht, wir haben bisher nur wirklich gute Kritiken bekommen, selbst im Intro wurden wir nur gelobt, und wenn in der Plastic Bomb steht " ZSK nehmen eindeutig Kurs auf die Spitze des deutschen Melodic-Punks", das ist dann schon komisch, über sich selbst sowas zu lesen. Wir freuen uns aber natürlich, dass den Leuten unsere Musik genauso gut gefällt wie uns."

Ihr sprecht in euren Texten nicht nur die sonnige Seite des Punkrocks oder besser des Lebens an, wie sieht eure Einstellung zu Punk und Politik oder generell ernsteren Themen aus?

"Wir denken, dass es sehr wichtig ist in den Texten politische Themen und andere ernste Sachen anzusprechen. Natürlich sind wir nicht irgendwelche P.C.-Gurus, die noch nie irgendwas Blödes gemacht haben, aber wir versuchen soweit es uns möglich ist mit gutem Beispiel voranzugehen. Daher hasse ich auch Bands, die meinen, irgendwas mit Punkrock zu tun zu haben und nur über Ficken, Saufen und Fernsehen singen, wie z.B. BLINK 182 usw. Das ist der größte Mist überhaupt. Natürlich kann nicht jede Band die krassen Polit-Texte haben, aber wenn manche Leute denken, bunte Haare und ein paar verschissene Tattoos machen aus dir einen wilden Punkrocker, dann ist das einfach traurig und macht mich wütend. Ich denke, jeder Busfahrer mit der richtigen Einstellung kann mehr Punk sein als irgendein Blödmann in Nieten-Lederjacke, der sich mit Drogen vollknallt und Flaschen durch das autonome Jugendzentrum in seiner Stadt wirft."

Wie sieht eure Definition von Punkrock aus?

"Für uns ist Punkrock immer noch Protest gegen die Missstände in dieser von geldgierigen, egoistischen, intoleranten Idioten regierten Welt und der Wille etwas zum Positiven zu verändern. Trotzdem sehen wir uns nicht als irgendeine Polit-Band. Unsere Texte spiegeln eben nur unsere Gedanken und Eindrücke wieder, die wir so bekommen, wenn wir durch die Stadt gehen, Nachrichten sehen oder zuschauen müssen, wie ein paar beschissene Nazi-Hohlköpfe durch die Städte marschieren und Menschen umbringen, ohne dass jemand etwas dagegen tut. Und wer mir jetzt erzählen will, es habe keinen Sinn, Texte zu schreiben, die in veränderter Form schon 1000 mal da gewesen sind und zu versuchen den Leuten zu zeigen, was Scheisse ist in dieser Welt, der soll nach Hause gehen! Ich selber habe z.B. damals nach dem zehnten Hören und Mitsingen der PROPAGANDHI-Platte festgestellt: "Eigentlich hat der Junge Recht, Fleisch ist Mord!"

Und seitdem bist du Vegetarier?

"Ja, seitdem bin ich Vegetarier und es ist wundervoll zu sehen, dass es gerade in der Punk- und HC-Szene so viele Strömungen dieser Art gibt. Und es hat Sinn, bewusst Fleisch oder auch andere Produkte zu boykottieren um eine Veränderung der jetzigen Zustände zu erreichen. Was wir mit unserer Musik erreichen wollen, ist, den Kids, die zu unseren Konzerten gehen, zu zeigen, dass da auch noch andere Sachen sind als Coca Cola und die Playstation. Es gibt unglaublich viele Dinge, die auf dieser Welt falsch laufen, und wenn jetzt auch nur fünf Leute durch ZSK dazu gebracht werden mal nachzudenken, sich über manche Sachen zu informieren und selber aktiv zu werden, dann hat es sich schon gelohnt. Punkrock hat unser Leben positiv beeinflusst und ich hoffe, dass wir ebenfalls Menschen positiv beeinflussen können. Ich denke, dass wir langsam aufhören sollten. die Musik nach Deutschpunk, Amipunk und was weiss ich was einzuteilen. Im Grunde ziehen wir doch alle an einem Strang und deshalb sollten die Leute zusammenhalten anstatt immer aneinander rumzunörgeln."

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #40 (September/Oktober/November 2000)

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