Interviews & Artikel : KYLESA :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

KYLESA

Über die Lokalisation von Spiralschatten

Das letzte Interview mit Laura von KYLESA ist kaum ein Jahr alt (#88), mittlerweile ist die Band mehrfach auf Tour gewesen und hat mit „Spiral Shadows“ ihr psychedelischstes Album veröffentlicht, ohne das Grundgerüst aus Punk, Sludge, Doom und ein wenig Metal aufzugeben. Zeit für ein kurzes Update.

Laura, seit unserem letzten Gespräch habe ich euch mit einem psychedelischen Gig auf dem Roadburn-Festival und auf Tour mit CONVERGE live gesehen. Das Line-up war ja mit euch, CONVERGE, GAZA und KVELERTAK sehr gemischt. Wie hat das Publikum auf euch reagiert?

Die Tour war großartig. Wir sind große CONVERGE-Fans, weil sie im Hardcore verwurzelt sind, aber progressives Songwriting betreiben und keine Probleme damit haben, über den Tellerrand zu schauen. Im Grunde ist es derselbe Ansatz wie unserer, nur dass wir aus dem Punk- und Sludge-Umfeld kommen. Wir haben überwiegend schnellere Songs von „Static Tension“ gespielt, weil „Spiral Shadows“ noch nicht veröffentlicht war. Die Reaktionen waren überwiegend positiv, viele KYLESA-Fans hören wohl auch CONVERGE und umgekehrt. Auch wenn die Bands musikalisch recht unterschiedlich waren, passten sie im ästhetischen Sinne doch gut zusammen.

„Spiral Shadows“ ist sehr psychedelisch geworden. Woher kommen diese Einflüsse, die jetzt in den Vordergrund treten?

Ich habe viel Psychedelic, Siebziger- und Neunziger-Rock und -Metal genommen, und ein wenig entspannten Elektro dazu. Mir war klar, dass die Harmonien sanfter sind als zuvor, aber es fühlte sich richtig an. Wir haben einen Haufen harter Nummern geschrieben und wollten das etwas ändern. Damit meine ich nicht, dass wir jetzt „soft“ sind und nicht irgendwann wieder härtere Songs schreiben werden. Es war Zeit, unsere psychedelischere Seite rauszulassen, die wir in den letzten Jahren ziemlich unterdrückt haben. Die erste Hälfte des Albums ist aber immer noch sehr Riff-lastig und gibt ordentlich Gas.

Wo finde ich denn die „Spiral Shadows“? Im Himmel oder in tiefer Depression? Oder muss ich Drogen nehmen, um sie zu finden?

Falls du Drogen nimmst, dann ist Marihuana die richtige. Oder vielleicht LSD. Ich habe viel gekifft, als wir „Spiral Shadows“ geschrieben haben. Aber sowohl im siebten Himmel zu schweben, als sich in Depressionen zu suhlen, würde der Musik gerecht werden.

Du singst auf „Spiral Shadows“ im klassischen Sinne mehr als zuvor. Bist du weniger wütend und wirst reifer?

Haha, ich bin immer noch über viele Dinge im Leben wütend. Ich habe einen Zorn in mir, der schwer herauszulassen ist. Musik hilft mir dabei. Dieses Mal war aber sicher ein großes Maß an Traurigkeit dabei. „Static Tensions“ war eine wütende Scheibe, weil wir da großen Druck von außen bekommen haben, ich habe zwischen den beiden Platten eine Menge Veränderungen durchgemacht. Manchmal fühle ich mich sehr lebendig und zufrieden, wenn ich Songs schreibe, aber das letzte Jahr war recht düster und das hat sich in den Texten niedergeschlagen, wenn auch eher auf einem abstrakten und poetischen Weg. Wir haben uns im Vorfeld darüber unterhalten, in welche Richtung die Texte gehen sollen. KYLESA gibt es seit zehn Jahren und wir haben viele Opfer auf uns genommen, auch wenn wir immer mit Leidenschaft bei der Sache waren. Wir sprachen über die Distanz, die zwischen uns als Band und Individuen entstanden ist, die natürlich auch in einer emotionalen Distanz mündet. Wir haben uns auseinandergelebt, finden aber wieder zusammen, wenn wir Musik machen. Das Leben verläuft ja in einem stetigen Auf und Ab, und das ist die Quintessenz unserer Texte. Aber was meinen Gesang generell angeht, passe ich ihn dem jeweiligen Song an. Und ich hatte einfach das Gefühl, dass viele der neuen Songs nicht ultimativ nach Brüllen oder gar Kreischen verlangten. Bei „Forsaken“ stellte ich mir etwas Düsteres vor, bei „To forget“ überkam mich die Melodie einfach. Die Riffs rocken in dem Song ja recht simpel und ich wollte den Gesang hervorstechend lassen.

Ihr bekommt ja überwiegend gutes Feedback zum neuen Album, wie gehst du denn mit Verrissen um? Lassen sie dich kalt?

Was ich nicht abkann, sind diese hasserfüllten Typen, die unsere Band nicht wirklich kennen und trotzdem Scheiße erzählen, um selber cool zu sein. Natürlich mag nicht jeder unsere Band und die neue Platte, aber das ist okay. Wer sie nicht mag, soll sie einfach nicht anhören. KYLESA sind nicht massenkompatibel und wollten es auch nie sein. Wir machen unser Ding und großartigerweise folgen uns viele alte Fans. Wenn ich Musik schreiben würde, nur um jeden zufrieden zu stellen, müsste ich mich viel zu sehr verbiegen.

Was wird die Zukunft für KYLESA bringen?

Wir werden 2011 in den USA touren, und Australien und Japan stehen hoffentlich auch an. In Europa werden wir wohl im Frühsommer sein. Wir freuen uns drauf.

Ollie Fröhlich

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #94 (Februar/März 2011)

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