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Interviews & Artikel

LEMURIA

Allein unter Hardcore-Jungs

Bridge 9 Records aus Boston ist ein Hort des klassischen Hardcores, nur mit POLAR BEAR CLUB war man in den letzten Jahren mal von dieser Linie abgewichen. Um so überraschter war ich, als LEMURIA just Bridge 9 als Label ihres neuen Albums „Pebble“ ankündigten, kennt man die Band aus Buffalo, NY doch schon von ihren Releases auf YoYo und Asian Man – und „Get Better“ von 2008 war lupenreiner Indie-Pop, von Hardcore keine Spur. Auch mit „Pebbles“ hat sich an der musikalischen Ausrichtung der Band nichts geändert, die sanfte Stimme von Sheena Ozzella dominiert die Songs des Albums, das sich mit jedem Hören tiefer ins Hirn fräst, so prägnant und markant ist es. Drummer Alex Kerns beantwortete meine Fragen.

Nachdem ihr Platten auf YoYo und Asian Man veröffentlicht habt, seid ihr nun mit eurem neuen Album bei Bridge 9. Ich vermute die meist gefragte Frage in Interviews ist nun: Warum seid ihr bei einem Label, das eher für brutalen Hardcore als für Indie-Pop/Rock bekannt ist?

Bridge 9 machte einfach am meisten Sinn, weil das Label sehr professionell ist, aber trotzdem nicht die persönliche Bindung fehlt. Wir haben vorher ein bisschen geguckt, mit welchen Labels wir arbeiten könnten. Klar war: Wir wollen nicht mit Leuten arbeiten, mit denen wir uns nicht verstehen. Wenn du ein Album auf einem Label rausbringst, dann verschreibst du dich dem Label für eine ziemlich lange Zeit, weil die Platte natürlich im besten Falle niemals vom Markt verschwindet und immer wieder nachgepresst werden muss. Alle bei Bridge 9 scheinen tolle Leute zu sein und unser Instinkt hat uns da nicht getäuscht. Wir sind wirklich glücklich, mit ihnen arbeiten zu können. Was das Genre betrifft, hat es bestimmt viele Menschen überrascht, aber ich finde, das uns das viel gute Presse beschert hat.

Andererseits war eure Heimatstadt Buffalo, New York auch immer bekannt als Heimat vieler Hardcore-Bands – vor allem denke ich an SNAPCASE und den TERROR-Vorgänger BURIED ALIVE. Was ist in Buffalo noch so los?

Sheena und ich haben ja beide vor LEMURIA in Buffalo in Hardcore-Bands gespielt. Wir waren über zehn Jahre Teil der Szene. Als wir mit LEMURIA anfingen, buchten wir für unsere Touren immer nur Hardcore- und Punkbands, weil das die Leute waren, die wir aus unseren früheren Bands kannten und die uns mit Shows ausgeholfen hatten. In Buffalo gibt es immer noch eine große Hardcore- und Punk-Szene. Bands wie BROWN SUGAR, PLATES, EVERYTHING FALLS APART und viele andere bringen super Platten raus. Es gibt auch einige tolle D.I.Y.-Clubs wie Sugar City und einige andere Locations. Der Spiral Scratch Records Store hat zum Beispiel letztens seine erste Show veranstaltet. Außerdem gibt es viele Kunstgalerien, in denen man Konzerte spielen kann. Wir sind wirklich stolz darauf, ein Teil dieser Stadt zu sein. Es hat uns immer Spaß gemacht.

Ihr habt euren bisherigen Bassisten Kyle verloren, als der von Kanada über die Grenze in die USA einreisen wollte. Solche Geschichten sind für einen Europäer immer schwer zu glauben, da es hier quasi keine Grenzen mehr gibt. Was ist also falsch daran, als Kanadier in einer US-Band zu spielen?

Die kanadisch-amerikanische Grenze ist ziemlich schlimm. Besonders für Musiker. Kanada ist sehr cool, weil die Regierung Künstler viel mehr schätzt, als die amerikanische Regierung es tut. Kyle lebte zwar in Amerika, arbeitete dort, spielte in einer Band und hatte sogar eine Karte für sein Handy dort, aber er hatte sich nie für eine Zulassung und die Rechte bemüht, die man braucht, um in einer US-Band zu spielen. Als er nach Kanada fuhr und später versuchte, wieder in die USA einzureisen, sagten sie nein.

J. Robbins ist ein exzellenter Musiker und Produzent. Was hat euch dazu gebracht, mit ihm die CD aufzunehmen, und wie war es?

Hauptsächlich die Bands, in denen er gespielt hat, aber auch die Alben, die er produziert hat. Wir sind alle große JAWBOX-Fans und mochten seine Arbeit für Bands wie JETS TO BRAZIL, BRAID und einige andere. Es war unglaublich, mit ihm zu arbeiten.

J. hat in JAWBOX gespielt, was mich zu JAWBREAKER bringt, einer Band, mit der ihr in der Vergangenheit oft verglichen wurdet. Welche anderen Vergleiche machen euch stolz? Vielleicht die PIXIES oder SHUDDER TO THINK?

Wir wurden noch nie mit SHUDDER TO THINK verglichen, glaube ich zumindest. Das wäre neu! Bei JAWBOX, JAWBREAKER, PIXIES, SUPERCHUNK, LEMONHEADS, ARCHERS OF LOAF, PAVEMENT und viele anderen finden wir es ziemlich schmeichelhaft, wenn wir mit ihnen verglichen werden. Und es macht Sinn, weil wir die Bands lieben und sie uns auf jeden Fall beeinflusst haben.

Das Wort „Lemuria“ hat verschiedene Bedeutungen. Was hattet ihr im Sinn, als ihr den Bandnamen ausgesucht habt?

Wir beziehen uns auf den alten mythischen Kontinent Lemuria, über den es viele Verschwörungstheorien gibt. Eine Zeit lang war ich süchtig nach David Icke-Büchern, in denen er verrückte Dinge über das Land Lemuria schrieb. Ich glaube das selber nicht unbedingt, aber es war immer toll zu lesen, und deshalb haben wir es auch als Namen ausgewählt.

Übersetzung: Ines Sagurski

Joachim Hiller

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #95 (April/Mai 2011)

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