Interviews & Artikel : SUPERTOUCH :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

SUPERTOUCH

Suche das Licht

„Searching for the light“ ... wenn es darum geht, den NYHC- oder überhaupt Hardcore-Song zu küren, welcher für das stärkste Gänsehaut-Feeling sorgt, dann ist dieser ein ganz heißer Kandidat für Platz 1. Im Jahr 1988 erschien dieses Lied auf dem legendären „New York City Hardcore: The Way It Is“-Sampler, der auf dem noch legendäreren Label Revelation Records veröffentlicht wurde. Neben schon bekannteren Bands und heutige „Größen“ wie SICK OF IT ALL, WARZONE, GORILLA BISCUITS oder YOUTH OF TODAY hat eine kleine, doch recht unbekannte Band außerhalb New York Citys, die Rede ist von SUPERTOUCH, mit nur diesem einen Song allen anderen Bands sozusagen die Show gestohlen. Das Beste kommt immer zum Schluss, das hatte sich wohl auch Ray Cappo gedacht, der diese Compilation zusammenstellte, denn das letzte Lied auf der LP ist dieser Hit von SUPERTOUCH, mit dem sie weit über die Grenzen Amerikas hinaus bekannt wurden.
Ich würde es als das „One Hit Wonder“ des New York Hardcore beschreiben, denn die meisten kennen nur diesen Song von SUPERTOUCH. Sie spielen nicht den typischen toughen NYHC-Sound, ganz im Gegenteil, man kann es nicht einmal als Hardcore einordnen, vielleicht Rock oder Indie, wenn man schon auf Schubladen Wert legt, aber dennoch sind und waren sie immer ein fester Bestandteil der NYHC-Szene um AGNOSTIC FRONT und Co. Und es hat 18 Jahre gedauert, bis ich diese Band wieder einmal sehen durfte, da war ich natürlich regelrecht gezwungen, dem Sänger Mark Ryan ein paar Fragen zu stellen. Das Interview fand vor der Show in Essen am 21. Januar 2011 statt. In Anbetracht der Tatsache, dass es das Ende der Tour war, dass die Jungs sechs Stunden Fahrt hinter sich gebracht haben und deswegen der eine oder andere Drink etwas heftiger einschlägt als normal, kann man die teilweise kurzen Antworten verstehen. Aber manchmal ist weniger auch mehr.


Mark, wie ist es, nach all den Jahren wieder auf einer Bühne zu stehen?

Wir fühlen uns fantastisch, auch wenn wir einige Jahre nicht da waren. Irgendwie hat etwas gefehlt, deshalb geht es uns wirklich sehr gut dabei, wieder auf der Bühne zu stehen.

Was geschah in der Zwischenzeit? Es war sehr ruhig um SUPERTOUCH geworden.

Ich habe in einer Punkband oder vielmehr einer Party-Punkband gesungen, welche sich FAR END ISLANDS nennt und wo auch unser derzeitiger SUPERTOUCH-Bassist involviert war. Unser Gitarrist Jon Riviano hat zusammen mit Matt von BOLD als Sänger bei RUNNING LIKE THIEVES gespielt.

Seid ihr in der Original-SUPERTOUCH-Besetzung von Anfang der Neunziger unterwegs?

Ja, beinahe. Drei von vier Leuten sind von der Besetzung übrig geblieben, mit der wir 1991 die „The Earth Is Flat“-LP aufgenommen haben. Ein Bandmitglied ist verstorben.

Ihr habt aktuell eine 7“ auf Reaper Rec veröffentlicht. Sind das völlig neue Songs, oder wann wurden sie geschrieben?

Diese Songs stammen aus den Neunzigern, also es sind keine neuen Songs. Sie wurden zwar zum ersten Mal aufgenommen, aber geschrieben haben wir sie kurz nach den Aufnahmen zu unserer LP 1991.

Was habt ihr jetzt vor mit SUPERTOUCH? Wie sehen eure Zukunftspläne aus?

Das kann man nicht so genau sagen, zur Zeit haben wir echt eine Menge Spaß und wir fühlen uns auch sehr kreativ. Wir werden auf jeden Fall noch einige Singles veröffentlichen. Wir hatten damals eine Menge Songs für unsere zweite LP geschrieben, welche niemals veröffentlicht wurde, weil wir uns vorher aufgelöst haben. Diese Songs werden wir aber nicht in Form eines Albums herausbringen, sondern wir verteilen diese Songs auf mehrere Singles.

Ihr kommt alle aus der HC-Szene, allerdings spielt ihr keinen typischen Hardcore. Wie würdest du selbst eure Musik beschreiben?

Ich weiß nicht genau. Ich liebe auf jeden Fall Hardcore! Meine Lieblingsbands sind zum Beispiel SCREAM und MARGINAL MAN, eher die alten Dischord-Geschichten. Diese beiden Bands sind definitiv der größte Einfluss für mich gewesen, neben den BAD BRAINS, MINOR THREAT und den frühen AGNOSTIC FRONT. Bevor wir SUPERTOUCH gründeten, nannten wir uns übigens DEATH BEFORE DISHONOR.

Nicht zu verwechseln mit der zur Zeit sehr aktiven Band aus Boston ...

Richtig. Ich übernahm die Vocals und Mike Judge spielte Schlagzeug. Wir hatten immer die Unterstützung von AGNOSTIC FRONT, denn wir waren wie kleine Brüder für sie und spielten fast jede Show mit ihnen in der „United Blood“-Ära. Das war noch, bevor SUPERTOUCH oder auch JUDGE existierten. Aber wir haben niemals eine Platte veröffentlicht.

Welche Show von damals ist dir am besten im Gedächtnis geblieben?

Das war definitiv das Konzert mit FUGAZI in der Nähe von Albany in der BFW Hall, zu der Zeit, in der unsere erste Scheibe erschien. Als wir spielten, war der Sound richtig schlecht, und Ian MacKaye sah zu uns hoch und als wir zu ihm schauten, sahen wir, wie er zum Mischpult ging, der Tontechniker verschwand und Ian dafür sorgte, dass wir einen besseren Sound bekamen. Er übernahm kurzerhand den Job des Technikers. Danach kam er zu mir und sagte: „Hey, I love you guys!“

Habt ihr noch Kontakt zu ihm?

Nein, heute nicht mehr, aber er ist echt ein netter Typ

Was hat sich in der Hardcore-Szene für dich geändert?

Das ist schwer zu sagen. Es ist viel mehr Metal in den Hardcore gekommen. Ich mag eher den reinen Hardcore von 1983, oder noch früher.

Mit welchen Bands wart oder seid ihr befreundet beziehungsweise welche gehörten zu eurer „Crew“, wenn man es so nennen will?

Als Erstes ist AGNOSTIC FRONT zu nennen. Später, als es mit SUPERTOUCH weiterging, versuchten wir, ein wenig anders zu werden. Wir hingen mit vielen Leuten ab, aber es gab keine spezielle Gruppe. Auf jeden Fall waren wir immer mit BURN zusammen, sie standen uns am nächsten und wir haben fast jede Show mit ihnen gespielt. Chaka und ich sind die besten Freunde. Er lebt jetzt in London, und wenn wir nächste Woche dort spielen, will er auch auf die Show kommen und wir werden „Searchin’ for the light“ mit ihm zusammen spielen. Wir hingen zwar auch mit den anderen Leuten der New Yorker Szene ab, wie mit WARZONE oder YOUTH OF TODAY, aber SUPERTOUCH und BURN waren sehr, sehr eng befreundet.

Ich habe mir eure Live-LP mit Aufnahmen von 1988 zugelegt. Darauf sind Songs enthalten, welche ich niemals zuvor gehört habe. Es sind reine Hardcore-Songs, die man so von SUPERTOUCH nicht erwartet. Wurden diese überhaupt jemals zuvor veröffentlicht?

Nein, das sind ganz alte Songs, die wir niemals veröffentlicht haben. Diese stammen aus der Zeit, als DEATH BEFORE DISHONOR in SUPERTOUCH überging. Das sind ganz frühe SUPERTOUCH-Songs und nur auf dieser LP zu finden.

Andreas Zengler

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #95 (April/Mai 2011)

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