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Interviews & Artikel

TOUCHÉ AMORÉ

No ties, no roots, I’m fine ...

Mit ihrem Debütalbum „... To The Beat Of A Dead Horse“ veröffentlichten die fünf Kalifornier TOUCHÉ AMORÉ 2010 eine Platte, die für viel Aufmerksamkeit sorgte und für mich zu den Besten der letzten Jahre gehört. Mit ihrer gelungenen Mischung aus modernem Hardcore und Screamo teilten sie die Bühne schon mit Genregrößen wie THURSDAY und CONVERGE. Ihr neues Album „Parting The Sea Between Brightness And Me“ wird über Deathwish veröffentlicht und knüpft dort an, wo das erste Album aufhörte, ja es baut die Stärken des Vorgängers sogar noch aus. Sänger Jeremy Bolm stellte ich einige Fragen über „Parting The Sea Between Brightness And Me“ und die kommende Tour.

Der Titel eures ersten Albums war „... To The Beat Of A Dead Horse“, was bedeutet über Dinge zu reden, aber nicht wirklich zu handeln, richtig?

Ja, es geht darum, dass ich mich über Dinge beklage und darüber singe, ohne etwas dagegen zu tun.

Im ersten Lied des neuen Albums gibt es die Zeile „If action speaks louder than words, I’m the most defining noise you’ve heard“, steht das nicht im Kontrast zu dem eben Gesagten?

Auf diesem Album geht es mehr darum, wie ich versuche, all die Dinge hinzubiegen, über die ich mich beschwert habe und von denen unsere Songs handeln. Es geht darum, Sachen anders anzugehen. Zum Beispiel zufriedener damit zu sein, wie ich mit verschiedenen Dingen umgehe, oder zu versuchen, sozialer zu sein, so was in der Richtung, verstehst du? Es ist ein fortlaufender Prozess, aber ich habe das Gefühl, dass ich dabei als Person gewachsen bin.

Ihr habt eure Demo-CD 2008 veröffentlicht, seitdem ist eine Menge passiert. Ihr habt zwei Split-Releases rausgebracht, zwei Alben, tourt bald zum zweiten Mal in Europa und seid auf Deathwish. Genießt ihr das oder ist es eher stressig?

Wir sind sehr, sehr dankbar. Eigentlich könnten wir nicht dankbarer sein. Es ist auf jeden Fall stressig, aber wir nehmen nichts als selbstverständlich hin. Wir sind sehr froh über alles, was gerade passiert, und wir fühlen uns sehr privilegiert.

Ihr seid als Band ziemlich groß geworden. An welchem Punkt habt ihr gemerkt, dass aus TOUCHÉ AMORÉ mehr werden würde als eine lokale L.A.-Band?

Ich glaube, es war einfach so, dass wir auf einmal mehr Touren angeboten bekamen. Es wurde uns langsam bewusst, dass wir alle unser reguläres Leben zu Hause zurückstellen mussten, um das hier zu machen, und wir waren bereit, diese Herausforderung anzunehmen. Uns war bewusst, dass das eine große Sache ist, aber es war einfach etwas, das wir tun mussten.

Was ist mit eurem Leben neben TOUCHÉ AMORÉ?

Die Sache ist, dass wir alle sehr viel glücklicher sind, wenn wir tatsächlich auf Tour sind. Zu Hause hat keiner von uns einen Job, es fällt uns also immer relativ schwer klarzukommen. Und wenn wir dann mal unterwegs sind, ist das Leben einfach so viel leichter. Wenn wir zu Hause sind, hoffen wir immer, dass es nicht für lange ist. Denn du kannst nicht viel in Sachen Job erreichen, weil du nach ein paar Wochen wieder kündigen müsstest, also stellt dich niemand ein. So Sachen eben. Wenn wir auf Tour sind, sind wir viel zufriedener mit uns selbst und es ist einfacher zurecht zu kommen.

Eure Musik hat eine gewisse Entwicklung durchgemacht seit den Demo-Aufnahmen. Wie soll sich eure Musik in Zukunft verändern?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Wir gehen die Dinge der Reihe nach an. Wir versuchen, uns nicht aus der Ruhe bringen zu lassen. Wir sind einfach, wie ich schon sagte, dankbar für alles, was bisher geschehen ist. Wir hatten schon so viel Glück, dass wir mit einigen unserer Lieblingsbands auf Tour gehen durften. Und innerhalb der nächsten Wochen wird keiner von uns viel über anderes nachdenken, denn wir werden so viele großartige Dinge zu erledigen haben. Ich weiß nicht, was wir in der Zukunft genau machen werden. Wir werden vermutlich lange mit diesem Album unterwegs sein, dann werden wir vielleicht eine weitere Split-Platte rausbringen oder anfangen, Songs für eine EP zu schreiben. Es gibt vieles, was wir tun können, aber im Moment sind wir einfach froh, unseren neuen Lieder auf der Tour spielen zu können.

Gibt es für euch eine Form von Erwartungsdruck, der mit dem Deathwish-Deal und dem steigenden Interesse eines internationalen Publikums entsteht?

Wir werden einfach weiter das machen, was wir machen, und hoffentlich gefällt es den Leuten. Wir machen das Ganze für uns, und wenn die Leute es gut finden, sind wir sehr froh darüber.

Gibt es schon Pläne, ob ihr auf Deathwish bleiben werdet?

Na ja, das Album ist gerade erst rausgekommen und es wurde noch über nichts gesprochen. Sie behandeln uns auf jeden Fall sehr gut. Wir bedeuten ihnen wirklich etwas, und das zeigen sie uns auch. Sie haben uns so ziemlich alles, was wir mit diesem Album machen wollten, machen lassen. Wir hatten sehr viele Freiheiten und sie haben uns immer unterstützt. Es ist also auf jeden Fall die richtige Entscheidung, auf diesem Label zu sein.

Lukas Nippert

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #97 (August/September 2011)

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