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Interviews & Artikel

DUESENJAEGER

Wir sind doch nicht die ROLLING STONES

Zwei Jahre sind eigentlich keine besonders lange Zeit. Nichtsdestotrotz kann in einer solchen Zeitspanne eine ganze Menge passieren und man kann eine ganze Menge anstellen. Zum Beispiel kann man seine Band auflösen, sich von der Vergangenheit erholen, darüber nachdenken, warum man seine Band eigentlich aufgelöst hat, und feststellen, dass man sie eigentlich gern wieder zusammenbringen würde. So oder doch zumindest so ähnlich muss es DUESENJAEGER seit 2008 ergangen sein und so zog es sie zurück in die Clubs. Bei vereinzelten Konzerten soll es aber zum Glück nicht bleiben. Was die Zukunft nun im Einzelnen bringt, scheint noch nicht ganz klar zu sein, aber dass sie etwas bringen wird – so viel ist sicher.

Was hat euch damals dazu bewogen, DUESENJAEGER aufzulösen, und wieso gibt es jetzt die Reunion?

Thorben: Es gab schon interne Reibereien, da muss man nicht groß erzählen, dass es zeitlich nicht gepasst hätte oder so was. Bei den Proben war es irgendwann so, dass wir mehr rumgelabert haben, als Musik zu machen, und man ging sich schon irgendwie ein bisschen auf den Sack. Bevor das böse geworden wäre, haben wir lieber beschlossen, noch die Konzerte zu spielen, die wir schon zugesagt hatten, und dann aufzuhören. Zu der anderen Frage: Die Band hat keinen von uns so richtig losgelassen. Da kamen einige nächtliche SMS, in denen es darum ging, wie geil das eigentlich alles war. Mehr oder weniger habe ich angeregt, mal wieder zu spielen.

Tobi: Das mit dem Aufhören stimmt. Es war zur Routine geworden und man fragte sich irgendwann, warum man das eigentlich macht. Darauf hatte keiner eine richtig passende Antwort. Wenn man sich diese Frage schon stellt, wird es kritisch. Wir wollten nicht so altern, wie andere Bands das machen, und immer wieder die alten Songs spielen, weil die Leute das hören wollen, aber doch nichts Neues bringen. Und dazu, wie wir wieder zusammengefunden haben: Thorben macht ja auch Konzerte in Osnabrück und hatte PASCOW und INNER CONFLICT gebucht und meinte, dass es cool wäre, noch eine dritte tolle Band dabei zu haben. Da haben wir uns angeguckt und gedacht: Eigentlich müssen wir das selber machen. In den zwei Jahren, in denen wir nichts gemacht haben, häuften sich diese Situationen. Irgendwann kam der Punkt, an dem wir es einfach machen wollten. Vorher haben wir aber ganz klar gesagt: das ist erst mal kein Reunion-Konzert. Erst danach entscheiden wir, ob es weitergeht oder nicht. Und als wir uns dann zusammengesetzt und überlegt haben, wie es jetzt weitergehen soll, war auch klar, wenn wir wieder was mit DUESENJAEGER machen, dann auch richtig. Mit neuen Songs und nicht Herumtingeln wie die ROLLING STONES. Es funktioniert jetzt auch erstaunlich gut, und vor allem besser, als ich erwartet hatte.

Wo du davon sprichst, dass ihr nicht nur wieder alte Songs spielen wolltet – spielt ihr sie trotzdem gerne?

Thorben: Doch, wir spielen die auf jeden Fall noch gern. Nach so einer kleinen Pause funktioniert das auch.

Tobi: Bei der ersten Probe hat das auch erstaunlich gut funktioniert. Die Sachen waren noch sehr präsent. Das war auch mit ein Grund, der uns darin bestätigt hat, wieder anzufangen, weil die Songs uns ja anscheinend allen noch im Kopf herumschwirrten. Es macht auf jeden Fall viel Spaß, sie zu spielen.

Wie waren die ersten Konzerte, die ihr nach eurer Reunion gespielt habt?

Tobias: Großartig! Für uns war es eigentlich wie immer. Auf der Bühne hat sich das alles sehr vertraut angefühlt, weil wir das ja auch vorher lange gemacht haben. Es war ein bisschen wie nach Hause kommen und hat sehr viel Spaß gemacht. Die Reaktion von den Leuten war überwältigend, vor allem beim ersten Konzert in Osnabrück. Da sind welche von sehr weit hergekommen, zu Beispiel aus Wien. Damit habe ich nicht gerechnet. So richtig kann man das gar nicht erklären, es war einfach großartig und zieht sich seitdem auch so durch.

Was hat sich in der Zeit für euch verändert?

Thorben: Wir sind lockerer im Umgang miteinander. Die Sachen, wegen denen wir früher mal in Streit gerieten, sind kein Thema mehr, teilweise dadurch, dass man darüber geredet hat oder auch wegen Dingen, die passiert sind.

Tobi: Genau, es ist viel entspannter, weil wir jetzt genau wissen, was wir machen wollen, und nicht mehr groß darüber debattieren und besser damit zurechtkommen. Früher war das bei mir auch manchmal so, dass ich, wenn ich eine Idee hatte, auch überzeugt davon war, dass die gut ist, und dann wollte ich sie unbedingt durchdrücken. Wenn jemand das anders sah, kam ich nicht so gut damit zurecht. Mittlerweile habe ich, glaube ich, eher ein Verständnis dafür, dass ein anderer einen guten Grund dafür hat, wenn er etwas nicht machen möchte, und das ich ihn einfach nicht sehe. Und ich lasse mir gern erklären, warum das so ist. Es gibt diese Grabenkämpfe nicht mehr und die Kommunikation ist besser geworden. Darum ist es jetzt wirklich schöner.

Arbeitet ihr an einer neuen Platte?

Thorben: Ja klar, das war ja mit eine Voraussetzung, um weiterzumachen. Wir brauchen dafür immer etwas länger, aber es ist auf jeden Fall was geplant.

Wie kam es zu der Split-7“ mit CAPTAIN PLANET?

Tobi: Ich fand es wichtig, möglichst schnell ein Lebenszeichen von uns zu geben, und da kam die Einladung sehr gelegen. Damit man sieht, dass DUESENJAEGER nicht nur wieder spielen, sondern auch was Neues machen.

Im letzten Interview mit dem Ox hat mein Kollege gefragt, ob ihr glaubt, auf der damaligen TOMTE-Welle mitreiten zu können. In der letzten Zeit sprach so mancher gern von einer Art Deutschpunk-Welle. Seht ihr dabei einen Vorteil für euch?

Tobi: Nee ... Ich hab das Gefühl, dass da nur was als Welle konstruiert wird. Tatsächlich sind es nur eine Handvoll Bands und da kann man von so etwas eigentlich nicht sprechen.

Thorben: Ich glaube schon, dass da etwas im Gange ist, aber ich würde uns da ausklammern. Allein, weil wir älter und dicker sind und viel weniger Haare haben. Also die sollen das mal ruhig machen, und es funktioniert ja auch ganz gut, wenn Bands damit gepusht werden. Mich persönlich interessiert das aber weniger und wir werden da wohl auch nichts von merken. Ich fühle mich wohler bei dem, was wir immer schon gemacht haben.

Gibt es etwas, was ihr aus der Vergangenheit mit DUESENJAEGER bereut?

Thorben: Manchmal lässt man sich auf Dinge ein, ohne auf längere Sicht darüber nachzudenken.

Tobi: Ja, man sollte einfach nichts aus der Hand geben. Das ist unsere Band und alles, was damit zu tun hat, sollten wir auch selbst machen. Aber generell bereuen wir nichts und machen das weiter, was wir schon immer gemacht haben.

Bianca Hartmann

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #101 (April/Mai 2012)

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