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Interviews & Artikel

ALLIGATORS

See you later!

Hinter dem Namen THE ALLIGATORS verstecken sich altbekannte Gesichter, im Detail sind es INSTED (Rich Labbate, Steve Larson, Barret Burt) mit Roger Miret (AGNOSTIC FRONT) als Sänger, die hier die Zeit um 25 Jahre zurückdrehen und den Hardcore jener Zeit, etwas ostküstiger als OFF! es tun, revitalisieren. INSTED als Vertreter der Westküsten-Straight Edge-Fraktion existierten von 1986 bis 1991, kamen aus Südkalifornien, veröffentlichten zuerst auf dem UNIFORM CHOICE-Label Wishingwell und waren dann eine der frühen Epitaph-Bands, wo sie 1990 den „Bonds Of Friendship“-Nachfolger „What We Believe“ veröffentlichten. 1991 dann war Schluss, die Szene hatte sich verändert, statt ihres „altmodischen“ melodiösen Hardcores waren metallischere Klänge gefragt. Mit den ALLIGATORS kehren Rich, Steve und Barret nun zu diesen Wurzeln zurück und tun das zusammen mit Roger Miret, zu dem nun wirklich nichts mehr gesagt werden muss. Rich beantwortete meine Fragen zu INSTED und ALLIGATORS, die mit „Time’s Up, You’re Dead“ kürzlich auf Bridge 9 eine nur 15 Minuten kurzes Mini-Album veröffentlichten, in dessen Texten wütend Stellung bezogen wird gegen US-Größenwahn, Banken als Krisengewinnler, die Verleugnung des Klimawandels oder allgegenwärtige Überwachung und Polizeistaatstendenzen.

Rich, wie seid ihr vier zusammengekommen?


Das war ziemlich einfach, drei von uns waren bei INSTED, und Roger kannten wir schon seit einiger Zeit. Die meisten der Songs wurden während der Proben für die INSTED-Reunion-Shows geschrieben.

Erinnerst du dich an das erste Treffen mit Roger und welchen Eindruck du von ihm hattest?

Das erste Mal traf ich Roger Anfang 1985. Es war auf dem ersten AGNOSTIC FRONT-Konzert in Kalifornien. Das Konzert war an einem Sonntag und nachdem ich in all den Fanzines gelesen habe, wie sie sonntags diese Matinee-Shows im CBGB’s in New York spielen, ging ich einfach davon aus, dass die Show früh beginnt. Ich war damals 14 und so musste mich mein Dad dort hinfahren. Als ich ankam, war dort niemand, außer einem Van, in dem fünf Skinheads saßen. Ich war nervös, weil sie alle so verrückt aussahen mit ihren Tattoos und ihrem New Yorker Akzent – damals waren Tattoos ziemlich extrem und eher selten. Sie bastelten Sticker, indem sie alte Tintenstempel benutzten. Ich lief einfach hin und fing an mit ihnen zu reden. Sie entpuppten sich als ziemlich nette Typen. Ich sah sie dann bei der Olympic-Auditorium-Show in der darauffolgenden Woche wieder. Seitdem sind wir in Kontakt geblieben. Wir waren also schon befreundet, bevor es INSTED gab.

Viele Jahre schien es eine Rivalität zwischen den Hardcore-Szenen der Ost- und Westküste zu geben. Jetzt seid ihr in einer Band vereint. Was sagt uns das?

Also, bei uns gab es nie irgendeine Rivalität mit Bands von der Ostküste. Stilistisch wussten wir nicht wirklich, wie sich das anhören würde, aber ich dachte, es wäre ein Schritt in die richtige Richtung bei dieser ganzen Ostküste/Westküste-Problematik. Aber es war viel wichtiger, einfach gute Songs zu schreiben. Ich weiß, dass viele Leute sagen, dass das nicht funktionieren kann, aber man sollte ein Buch nicht nach seinem Umschlag beurteilen.

Was ist der gemeinsame Nenner in Sachen Musik oder Einstellung in eurer Band? Sie hört sich weder nach AGNOSTIC FRONT noch nach DISASTERS oder INSTED an.

Wir stammen alle aus der selben Hardcore-Generation. Und wir alle lieben Musik. Dieser Sound von Anfang der Achtziger ist das, womit wir uns auskennen, also ist das wohl der gemeinsame Nenner.

Was habt ihr Jungs von INSTED all die Jahre getrieben?

Wir waren in verschiedensten Bands über all die Jahre. Ein paar von uns haben Firmen gegründet, andere Familien. Wir sind aber immer auf dem Laufenden geblieben, was im Hardcore so abging, und waren auch die ganze Zeit über Freunde.

2005 gab es eine kurze Reunion. Wie war diese Erfahrung, und hat sich die Band wirklich erledigt?

Das Wiedersehen war großartig. Wir hatten wirklich Spaß, diese Songs zu spielen und neue Leute kennen zu lernen, mit aktuellen Bands zu spielen, und so weiter. Ich denke, das war es dann aber auch mit Live-Shows. Der Spirit bleibt erhalten mit den Aufnahmen und der Message.

Wie wichtig ist Straight Edge heute in eurem Leben, hat es Bedeutung in Bezug auf die ALLIGATORS?

Steve und ich leben immer noch straight edge und sind strenge Vegetarier – und das nicht, weil es gerade angesagt ist. Wir sind immer noch die selben Jungs, nur ein paar Jahre älter. Es sind einfach persönliche Entscheidungen, die uns zu dem machen, was wir sind. Ob wir nun in einer Band spielen oder nicht.

Was wird die Zukunft den ALLIGATORS bringen – mehr Veröffentlichungen, vielleicht sogar eine Europatour?

Hoffentlich beides. Das wird die Zeit zeigen.

Übersetzung: Nico Bensing

Joachim Hiller

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #104 (Oktober/November 2012)

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