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Interviews & Artikel

FROM ASHES RISE

Phoenix aus der Asche

Nachdem sich 2009 eine meiner Lieblingsbands aus dem dunklen Crust/Hardcore-Umfeld aus den Neunziger Jahren reformiert hatte und nun mit der 7“ „Rejoice The End/Rage Of Sanity“ (Southern Lord) endlich neues Material erschienen ist, wollte ich von den beiden Gitarristen John Wilkerson und Brad Boatright erfahren, wie es zur Neuauflage der Band kam.

Sicher könnt ihr euch denken, dass sich viele Leute fragen, warum es so lange gedauert hat, bis diese 7“ erschienen ist. Also, was war los?

John:
Nachdem wir in Portland unsere Reunion-Show gespielt hatten, verschwendeten wir die nachfolgenden Monate erst einmal keinen einzigen Gedanken daran, neue Stücke zu schreiben. Ehrlich gesagt, dachte ich, dass es sich bei diesem Konzert um eine einmalige Sache handeln würde, und dann sollte es das auch wieder mit der Reunion gewesen sein. Aber nach dieser Show hatten wir Blut geleckt und wollten weitere Konzerte spielen, neue Stücke schreiben und wieder eine aktive Band sein. Das lag ja damals bereits fünf Jahre zurück, so dass es erst einmal gar nicht so einfach war, an die Arbeitsweise von damals wieder anzuknüpfen. Irgendwie war ich sogar verwundert darüber, dass man uns in all der Zeit immer noch wahrgenommen hat und uns live hören wollte. Glücklicherweise bekamen wir immer wieder Angebote, auch außerhalb Portlands zu spielen, ohne touren zu müssen. Unser aller Leben hat sich mittlerweile ziemlich verändert. Heute müssen wir aufgrund der Jobs und diverser privater Umstände jede Kleinigkeit mehrmals überdenken, bevor wir irgendetwas fest planen können, während wir vor zehn Jahren eben mal acht Wochen auf Tour gingen, in der Hoffnung, dass so viel Geld reinkommt, um damit die fixen Kosten decken zu können.

Ihr gilt als große Inspiration eines ganzen Genres. Mich erinnert das etwas an CELTIC FROST, die im Heavy Metal Unmengen jüngere und teils viel erfolgreichere Bands maßgeblich beeinflusst haben.

John:
CELTIC FROST waren auch für uns immer eine ganz große, äußerst interessante Band und haben auch uns durchaus beeinflusst, was man vom Vorgänger HELLHAMMER nicht wirklich behaupten konnte. Als es noch kein Internet gab, wartete man auf jedes Album und war von diesem düsteren Coverartwork begeistert. So wuchs die Vorstellung von wilden Metal-Göttern, so wie sie sich auf den Backcovern der Platten präsentiert hatten. Doch dann stolpert man über „Cold Lake“ und CELTIC FROST sehen darauf aus wie Gestalten aus dem Jim Henson-Film „Labyrinth“, und von einem Moment auf den anderen zerplatzen all die Träume: Boas ersetzten Patronengürtel. Ich wäre verwundert, wenn irgendjemand gegenüber Tom G. Warrior äußern würde, „Cold Lake“ sei das beste CELTIC FROST-Album gewesen! Was ich damit sagen will: auch wir können sowohl begeistern als auch enttäuschen. Die Reaktionen auf unsere Arbeit werden sich irgendwie ausgleichen. Das kann durch die Menge an Aufmerksamkeit, die man uns schenkt, einerseits ermutigend, andererseits ziemlich demütigend sein.

Kommen wir mal zu eurem aktuellen Release. Um was geht es in den beiden neuen Stücken?

Brad:
„Rejoice the end“ handelt von den Zyklen im Leben, und davon zu lernen und zu akzeptieren, dass alles einen Anfang, aber auch ein Ende hat. „Rage of sanity“ beschreibt den Prozess, wie es nach einer psychischen Erkrankung ist, wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzukommen. Es geht um das bewusste Erleben all der Wut, die man empfindet, und um die Konsequenzen, die daraus entstehen, die Dinge wieder ins rechte Lot zu bringen.

Zum Schluss versuche ich noch mal den Bogen zu unserem Schwerpunktthema „Bier“ zu schlagen ... MOTÖRHEAD haben ein eigenes Bier auf den Markt gebracht – ein FROM ASHES RISE-Bier, wie wäre das?

John:
Wir sind alle leidenschaftliche Biertrinker. Portland ist der beste Ort dafür. Hier gibt es so viele kleine Brauereien. Als wir in Europa auf Tour waren, haben wir die Biere der lokal ansässigen Brauereien getrunken. Jedes miese Bier aus Europa ist besser als ein amerikanisches Bier. Große amerikanische Bands, die in Europa auf ihr amerikanisches Zeug bestehen, müssen absolut verrückt sein. Und nichts gegen MOTÖRHEAD, aber ein bisschen lächerlich ist das Ganze ja schon. Warum sollte etwas deinen Namen tragen, wenn du selbst nicht Bier brauen kannst? Wusstet ihr, dass KISS auch mal einen Wein hatten? Absolut ungenießbar. Aber merkt euch eine Sache: Bier ist ein Nahrungsmittel, deshalb trinkt zwei, drei, vier oder fünf davon. Das Sechste jedoch macht dich krank, aber nur ein Bier zu trinken ist ein schlechter Witz.

Simon Brunner

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #104 (Oktober/November 2012)

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