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Interviews & Artikel

LEMONAIDS

California Dreamin’ in Schottland

Immer wieder gibt es Bands, die Pop-Punk mit Song-Themen wie Wellenreiten, Sommerfreuden und Beachpartys verbinden, auch wenn sie meilenweit von den Traumstränden von Hawaii oder Kalifornien entfernt leben. Bands, die sich mit Erfolg und noch mehr Spaß daran versuchen, die perfekte Kombination aus der Dynamik der RAMONES und den Harmonien der BEACH BOYS zu finden. Eine noch junge Band, die sich in den Reigen der HAWAII MUD BOMBERS und SONIC SURF CITYs dieser Welt einreiht, sind THE LEMONAIDS aus Schottland, die zuerst das (schon ausverkaufte) Mini-Album „Summer Crush“ veröffentlichten, und dem nun das „Drop In, Wipe Out“-Debüt-Album folgte.

Fangen wir mit den Fakten an. Wer seid ihr, wo kommt ihr her und wie lange gibt es euch schon?


Wir sind THE LEMONAIDS aus Glasgow. Im Oktober 2011 hatten wir unseren ersten Auftritt. Wir sind zu viert, Mikel an der Rhythmusgitarre, Rusty an der Leadgitarre, Rossco an den Drums und ich, Tom, Bass und Gesang.

Wie seid ihr auf den Bandnamen gekommen?

Es muss während einer Probe gewesen sein und Alkohol muss auch eine Rolle gespielt haben. Den Namen fanden wir auf alle Fälle cool und er hat für uns auch etwas Sommerlich-Frisches. Die spezielle Schreibweise mit „-aids“ am Ende ist unter Alkoholeinfluss entstanden, die exakte Entstehung lässt sich heute nicht mehr nachvollziehen.

THE LEMONAIDS sind aber nicht eure erste Band, oder?

Nein, Rusty und Rossco waren zusammen bei THE CELLOPHANES, Mikel und ich waren bei THE LIE DETECTORS, beides Pop-Punk-Bands aus Glasgow. Die gibt es aber nicht mehr, wir konzentrieren uns inzwischen auf THE LEMONAIDS. Mikel wohnt aber in Oslo und spielt dort noch in der Band THE HALLINGTONS. Es wäre natürlich viel einfacher, wenn Mikel auch ständig in Glasgow wäre. Die Liebe und die Arbeit haben ihn aber nach Oslo verschlagen und damit müssen wir halt leben. Bis jetzt geht das eigentlich ganz gut, so riesig ist die Entfernung gar nicht. Wir versuchen schon, dass wir mindestens einmal im Monat komplett zu viert proben können. Ohne Mikel zu dritt proben wir natürlich wesentlich öfter. Und wir versuchen, dann auch immer die Konzerte so zu legen, dass wir an einem Wochenende mehrere Gigs haben, die wir dann zusammen zu viert bestreiten können. Ich habe übrigens bis vor kurzem auch Bass bei den MURDERBURGERS gespielt und dort auch Backing Vocals übernommen.

Wieso bist du bei den MURDERBURGERS ausgestiegen?

Die MURDERBURGERS sind eine hart arbeitende Band. Das war auch der Grund, warum ich mich etwas zurückgezogen habe. Dieses enorme Pensum kann ich mit Job und Freundin im Rücken nicht bewältigen. Aber ich stehe der Band nach wie vor für Konzerte in Großbritannien zur Verfügung. Momentan sind die Jungs aber mit einem neuen Bassisten unterwegs.

Auf eurer Homepage nennt ihr euren Musikstil „Surf themed Pop-Punk“.

Das fanden wir einfach naheliegend. Es ist Pop-Punk, ganz klar. Surf-Sound, der ja traditionell Instrumental-Sound ist, ist es nicht. Und da es in unseren Songs schwerpunktmäßig um Themen wie Sommer, Surfen und Beachpartys geht, ist dieser Begriff für uns sehr treffend.

Ich gehe mal davon aus, dass ihr als Schotten alle keine professionellen Surfer seid.

Das ist leider richtig. Wellenreiten kann keiner von uns, ich glaube, dass es auch noch keiner von uns bisher versucht hat. Da würden wir mit Sicherheit grandios scheitern. Außerdem ist das Wetter hier ziemlich mies und die Strände in Schottland kann man auch vergessen, aber wir fühlen uns hier sehr wohl und leben gerne in Schottland.

Aber wo liegt dann die Faszination des Wellenreitens oder der Surf-Kultur generell, dass es immer wieder Bands gibt, die sich diesem Thema zuwenden?

Schwer zu sagen. Sicherlich gibt es natürlich schon dieses Gefühl von Sommer, von Freiheit und Abenteuer, aber der eigentliche Grund, warum wir uns dieser Stilrichtung verschrieben haben, liegt vor allem bei den Bands, die dies ebenfalls tun und die wir alle klasse finden. Bands wie die RAMONES, die BEACH BOYS, PELOTAN, SONIC SURF CITY, HAWAII MUD BOMBERS oder THE HOTLINES.

Welche Bands habt ihr neben den üblichen Verdächtigen noch als musikalische Inspiration?

Wenn du mit den üblichen Verdächtigen die BEACH BOYS und THE RAMONES meinst, klar, an denen führt in diesem Bereich eigentlich kein Weg vorbei. Daneben sind aber auch Bands wie SONIC SURF CITY, TEEN IDOLS und TEENAGE BOTTLEROCKET wichtig für uns.

Ich habe Live-Fotos von euch gesehen mit Hawaiihemden und Blumenketten. Habt ihr die Sachen immer an, wenn ihr auf der Bühne steht?

Ja, das hat bei uns Tradition. Unser allererster Auftritt war an Halloween, da sind wir mit den Hawaiihemden, den Blumenketten und als Zombies geschminkt auf die Bühne gegangen. Von der Schminke haben wir uns zum Glück verabschiedet, Hemden und Blumen sind geblieben. Davon werden wir uns wohl auch nicht trennen.

Und wie sieht’s mit weiteren Live-Aktivitäten aus?

Jetzt, da das Album raus ist, wollen wir uns endlich live auch aus Schottland rauswagen. Für das Frühjahr 2013 wäre es super, wenn wir eine kleine Europatour hinbekommen könnten. Wir würden dann liebend gern auch in Deutschland spielen. Mit den MURDERBURGERS habe ich es bisher nur nach Leipzig geschafft, das war aber klasse. Wer Interesse hat, für uns etwas in Deutschland zu organisieren, soll sich bitte bei uns melden.

Zum Abschluss noch ein paar Fragen zu eurem Alkoholkonsum. Seid ihr gemäß eurem Bandnamen Limo-trinkende Abstinenzler oder in alter schottischer Tradition begeisterte Whiskeygenießer? Oder als Anhänger der Surfkultur Piña-Colada-Schlürfer? Oder am Ende doch klassisch einfache Bierkonsumenten?

Ja klar, als Schotte ist man irgendwie doch trinkfest. Wenn wir mit der Band zusammen sind, wird schon einiges weggetrunken. Und die genannten Getränke sind uns alle nicht unbekannt. Wir haben hier in Glasgow einen ziemlich coolen Club, die Tiki Bar. Da sind wir regelmäßig und dann stehen natürlich auch Cocktails wie Piña Colada auf dem Programm. Whiskey steht auch manchmal auf dem Tisch, aber das bevorzugte Getränk ist bei uns schon Bier, wobei wir Ale dem Lager vorziehen. Da gibt es wirklich ein paar verdammt leckere Ales in Schottland.

Wie sieht die Entwicklung generell auf dem Biermarkt in Schottland aus? In Deutschland haben wir es mit einer starken Konzentration zu tun.

Es ist leider auch in Schottland der Fall, dass du in den Clubs des Landes immer wieder auf dieselben Biersorten triffst. Aber es gibt zum Glück auch positive Entwicklungen. Es gibt einige unabhängige kleine regionale Brauereien, die hervorragende Biere anbieten, schwer im Trend liegen und ordentliche Zuwachsraten aufweisen. Unser Favorit in diesem Bereich ist übrigens die Brauerei BrewDog mit ihren wirklich köstlichen und total empfehlenswerten Bieren.

Axel M. Gundlach

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #105 (Dezember 2012/Januar 2013)

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