Interviews & Artikel : PIG DESTROYER :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

PIG DESTROYER

Schweine zerstören und Bücher verbrennen

PIG DESTROYER sind die Antithese dessen, was sich ein jugendlicher Punkrocker wünscht, wenn er in einer Band spielen will. Lange Touren und Chicks? Fehlanzeige. Die Band als Lebenszentrum? Nein, die Familien sind wichtiger. Und die Musik? Rasend schneller komplexer Grindcore, der auf dem aktuellem Album „Book Burner“ durchaus NAPALM DEATH das Wasser reichen kann. Das ist unter anderem der Tatsache geschuldet, dass sich Gitarrist Scott Hull einen Namen als Producer und Toningenieur für laute Musik gemacht hat und mit Adam Jarvis, der auch bei MISERY INDEX in Lohn und Brot steht, vor Kurzem einer der besten Schlagzeuger der Grind-Szene eingestiegen ist. Statt eines Bassisten haben PIG DESTROYER mit Blake Harrison einen Tastenmann, der neben Sänger J.R. Hayes unsere Fragen beantwortete.

Erkläre mal dem Punkrock-Studenten, worin die Magie des Grindcore liegt? In der Geschwindigkeit? Der Kraft?

J.R.:
Ja, das trifft es schon ganz gut. Es geht darum, zwischen kontrolliertem Chaos und komplettem Chaos zu balancieren. Die Herausforderung dabei ist, trotzdem Songs zu schreiben, die im Ohr bleiben, während alles so schnell und intensiv wie möglich ist.

PIG DESTROYER spielen zwar schnell, sind aber keine schnellen Songwriter. Wenn ich richtig gerechnet habe, habt ihr jede Woche seit der Veröffentlichung von „Phantom Limb“ 7,1 Sekunden neue Musik geschrieben. Warum so wenig?

J.R.:
Wir haben tatsächlich mal live gespielt, haben unser eigenes Studio gebaut, an der letzten AGORAPHOBIC NOSEBLEED-Scheibe gearbeitet. Nicht zu vergessen, dass wir unseren Drummer verloren haben. Aber das Einzige, was zählt, ist, ob das Album gut ist, egal, wie lange es gedauert hat, es zu schreiben.

Und wie ist es, mit Adam Jarvis zu spielen? Für mich ist der Mann einer der besten Drummer weltweit.

J.R.:
Es ist großartig, vom ersten Moment an. Er spielt sehr technisch, aber nicht steif oder wie ein Roboter. Er prügelt sein Drumset zu Tode, genau wie wir es mögen.

Blake, Keyboards sind ja nicht das typischste Grindcore-Instrument. Was ging dir durch den Kopf, als PIG DESTROYER dich dabeihaben wollten? Warum suchen die sich keinen Bassisten?

Blake:
Nein, eine der fundamentalen Ideen von PIG DESTROYER ist, niemals einen Bassisten zu haben. Unser Gitarrist Scott Hull hatte die Idee, den Sound zu bereichern und mit einer weiteren Schicht zu verdichten. Ich hatte wirklich Lust darauf und wir waren schon vorher befreundet. Ich glaube, ich habe damals ihre vierte Show gebucht.

Was hast du vorher musikalisch gemacht? Spielst du noch typische Grind-Instrumente?

Blake:
Mache ich, ich habe in einer Powerviolence-Band namens DAYBREAK Gitarre gespielt und bei TRIAC gesungen.

Woher hast du das begnadete „I destroy homes“-Sample? Aus einem Film, aus den Nachrichten?

Blake:
Das ist ein Betriebsgeheimnis, aber ich nehme Sprachsamples von überall her. Gebete, Nachrichten, Filme, Fernsehen, Radio ... alles, was mich irgendwie inhaltlich trifft oder berührt.

Und die Sounds? Direkt aus einem Keyboard?

Blake:
Nein, ich nehme irgendwas und komponiere es an einem Computer weiter. Eigentlich benutze ich nie etwas unverfälscht und unbearbeitet. Es bekommt immer alles meine persönliche Note.

J.R., was PIG DESTROYER von anderen Bands unterscheidet, ist deine eher poetische Art, abscheuliche Taten und die dunkle Seite des Lebens zu beschreiben. Hast du mal darüber nachgedacht, ein Album voller Liebeslieder aufzunehmen?

J.R.:
Die düsteren Texte kommen daher, dass PIG DESTROYER düstere Musik spielen. Für ein Album voller Liebeslieder brauche ich wohl ein anderes Projekt. Vielleicht sollte ich es FROWN DESTROYER nennen.

Obwohl PIG DESTROYER ja immer wieder betonen, keine politische Band zu sein, hast du für das Booklet doch eine Kurzgeschichte geschrieben, die eindeutig gegen Religionen aller Formen und Farben ist. Bist du die Titelfigur „The Atheist“?

J.R.:
Nein, mein Punkt ist eine anderer. Es geht mir nicht darum, ob es einen Gott gibt oder nicht. Es geht darum, dass es ist mir schlicht und ergreifend egal ist. Ich vermeide alles, was auch nur nach Religion riecht. Und ich glaube, dass ich so glücklicher bin.

Von wegen „Book Burner“, welche Bücher sollten verbrannt werden? Die Bibel? Alle? Gar keines?

J.R.:
Doch, alle. Auf einem gigantischen Haufen.

Aha. Warum?

J.R.:
Quatsch, das war nur ein Witz. So ein großes Arschloch bin ich dann doch nicht.

Auf einer zweijährigen Welttour, die nie stattfinden wird, dürfen neben PIG DESTROYER welche zwei Bands spielen?

Blake:
Puh, schwere Frage, es gibt so viele Bands, mit denen ich gerne spielen würde. Aber MISERY INDEX wären auf jeden Fall dabei, eine fantastische Band, die schon überall auf der Welt herumgekommen ist.

J.R.: Bill Hicks und die GETO BOYS.

Der beste Grindcore-Song, der je geschrieben wurde, ist ...

Blake:
Alles von der „Misery Index“-LP von ASSÜCK. Nein, „Suffer the children“ von NAPALM DEATH. Der Song hat mein Leben verändert.

J.R.: Schwierig, aber ich gehe mit „Walking corpse“ von BRUTAL TRUTH ins Rennen.

Ollie Fröhlich

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #105 (Dezember 2012/Januar 2013)

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