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Interviews & Artikel

AFFENMESSERKAMPF

Wir sind nicht verlässlich!

AFFENMESSERKAMPF aus Kiel veröffentlichten im Dezember 2009 ihr völlig zu Recht ausverkauftes Debüt „Seine Freunde kann man sich nicht aussuchen“ und keiner redete über die Musik. Denn nie war sich die Szene so einig: Das ist das Cover des Jahres! Musikalisch erinnerte der überdrehte, leicht hysterische Gesang an die auch humoristisch nicht unbegabten NOVOTNY TV, aber auch frühe MUFF POTTER sowie die Rachut-Bands lassen grüßen. Am 10.03.2013 erschien nun die zweite LP „doch“ bei Narshardaa Records.

Wie hat der ganze AFFENMESSERKAMPF-Wahnsinn überhaupt angefangen?

Hannes:
Die Band hat sich 2007 gegründet, als meine alte Band TACKLEBERRY Sommerpause hatte. Wir hatten die Idee, so ein BLACK FLAG-Ding zu entwickeln, und haben ungefähr ein Vierteljahr englischsprachig rumgemacht, bis Torben sich dann ab der zweiten Probe glücklicherweise eingezeckt hat.

Torben: Richtig, ich war mit Peter, dem Schlagzeuger meiner alten Band DIANE PARKER’S LITTLE ACCIDENTS zu Besuch, als AFFENMESSERKAMPF beim Tüfteln am ersten Song „DJ Freaky Bicycle“ waren und irgendwie nicht weiter kamen. Ich hatte dann spontan eine Idee, die funktioniert hat, und war dann von der nächsten Probe an immer dabei.

Das Cover eurer ersten LP „Seine Freunde kann man sich nicht aussuchen“ erzeugte mitunter mehr Aufmerksamkeit als die großartigen Songs.

Hannes: Das Cover entstand eigentlich nur aus der Bredouille heraus, dass wir dringend und schnell ein Foto brauchten. Wir haben uns einfach nur hübsch gemacht, sind zu einem Fotostudio gegangen und haben uns da eine lustige Zeit gemacht beziehungsweise nachmittags dann noch das Backcoverfoto auf der Straße in Normalkleidung. Das war aber eher ein Zufall und keineswegs so geplant.

Wie habt ihr die Resonanz auf die erste Platte wahrgenommen?

Torben: Es gab wohl ein nettes Intro-Review, aber ansonsten ist uns da kaum was bekannt. Jedenfalls gab es keine größeren Storys in Fanzines oder so. Aber wir kümmern uns ja sowieso nicht um so einen Kram, sondern sind froh, dass wir früher mit That Lux Good Records beziehungsweise heute mit Narshardaa Records coole Partner gefunden haben, die uns da helfen.

Hannes: Aber es gab natürlich kleinere Rezis und überall wurde geschrieben: Geiles Cover! Das war das Beste an der Platte, das Cover!

Torben: Und es ist ja jetzt tatsächlich so, dass die Platte ausverkauft ist, obwohl wir bekannt dafür sind, dass wir auf Konzerten zu faul sind, den Merchkram auszupacken und Platten an den Mann zu bringen.

Lasst ihr die also noch mal nachpressen?

Torben: Nein! Ich glaube, wir machen auch keine Nachpressung von der aktuellen LP „doch“. So haben nur die Leute, die das wirklich interessiert, ein Original, was wahrscheinlich auch die Sammlerpreise in astronomische Höhen treiben wird, hehe.

Hannes: Mir ist alles egal! Wenn jemand eine Platte haben will, muss er sich bei André von Narshardaa Records melden, weil wir sind zu doof, die zu verschicken. André ist verlässlich, wir sind nicht verlässlich!

Torben: Wir hatten bei den Auftritten in Hamburg und Berlin freiwillige Helfer, die wir aber leider nicht richtig instruiert haben, weswegen die vergessen haben, den neuen Platten das Booklet und den Download-Code beizulegen. So sind wir! Deswegen sind wir froh, André zu haben und uns so entspannt auf unsere Musik konzentrieren zu können. Das ist für uns als Band der pure Luxus und total zwanglos.

Hannes: Und wir sind ständig privilegiert unterwegs, haben das Wochenende freien Alkohol und Halligalli, treffen eine Menge nette Leute, und alle freuen sich, dass wir da waren.

Jetzt habt ihr „doch“ veröffentlicht. Meine aktuelle Lieblingszeile ist aus dem Song „Grün und blau“: „Der Mensch erobert sich Stück für Stück Lebensraum von der Natur zurück.“

Hannes: Das war in der Tat die erste Zeile, die ich dazu im Kopf hatte, und ich habe dann versucht, drumherum so Redensarten umzukehren, die sich weitestgehend um das Thema Umweltzerstörung drehen. Zum Beispiel habe ich auf der Autobahn mal einen Tiertransporter gesehen, der fußballspielende Schweine als Werbung auflackiert hatte. Zynischer geht es ja wohl nicht mehr!? Und da wirft man mir in meinen Texten dann Zynismus vor?

Warum habt ihr euch für „Zufrieden mit nichts“ als Opener entschieden?

Hannes: Wir hatten eine Zeitlang überlegt, die LP „Zufrieden mit nichts“ zu nennen, deswegen war schon klar, dass das eine zentrale Nummer ist, allein schon wegen des „Es gibt Kuchen!“-Ausrufs in der ersten Zeile.

Torben: Aber die Platte nach einem Songtitel zu benennen, erschien uns dann doch reichlich scheiße, das wollten wir so nicht.

Auf eurer Internet-Seite konnte man lesen, dass man für „Die Laufbahn im Laufrad“ bei „Die Beste“-Radioshow abstimmen konnte. Komisches Gefühl?

Hannes: Also, so eine Voting-Nummer ist jetzt eigentlich nicht so unser Ding.

Torben: Aber eigentlich eine ziemlich geile Sache! Wir kriegen das zwar kaum mit, aber freuen uns natürlich darüber, dass da Leute für uns gestimmt haben und Spaß an unserer Musik haben.

Marko Fellmann

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #108 (Juni/Juli 2013)

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