Interviews & Artikel : RAZMATAZ RECORDS :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

RAZMATAZ RECORDS

Dance with the devil

Woher kommt der Name, wann, von wem und wo gegründet?

Das Label haben ich, David und die TAZMANIAN DEVILS zeitgleich mit selbiger Band im Jahre 2003 gegründet, um uns selbst und Bands, die uns sehr gefallen, dort verlegen zu können. Der Kern der Sache ist, dass wir ein „Vorzeige-Oldschool-Label“ sein wollen, das ausschließlich Vinyl-Tonträger produziert und seine Bands im labeleigenen Studio selbst aufnimmt. Nur eigens aufgenommene Bands werden von uns veröffentlicht. Nicht weil wir den Bands einen bestimmten Sound aufdrücken wollen, sondern um uns und den Bands das Gefühl zu geben, dass jede LP so was wie ein gemeinsames Kind in unserer kleinen Familie ist. Das alles geschieht mit sehr viel Liebe zur Musik. „Razmataz“ ist ein merkwürdiges, früher im Rhythm’n’Blues häufig verwendetes und doch nicht wirklich definiertes Wort für Chaos oder Durcheinander. Man könnte auch „Tohuwabohu“ sagen. Wir fanden dabei mit dem „-taz“ die Anlehnung an die Band witzig.

Wollt ihr mal vom Label leben?

Welcher Musiker träumt nicht davon, von dem, was ihm am meisten Freude bereitet, auch leben zu können? Wer weiß, vielleicht kommt es doch mal soweit. Aber ich denke, allein weil wir uns ausschliesslich dem Vinyl verschrieben haben, könnte das eine schwierige Angelegenheit werden.

Decken die Verkaufszahlen die Herstellungskosten?

Ja. Eine Vinyl-Produktion ist im Großen und Ganzen zwar viel teurer und aufwendiger als eine CD-Produktion, aber irgendwie gelingt es uns doch erstaunlich gut, unsere Tonträger unter das Volk zu bringen.

Was machst du sonst noch?

Ich selber habe neben den TAZMANIAN DEVILS noch zwei weitere Bands, in denen ich Sänger und Gitarrist bin. Zum einen sind das die RUSTY ROBOTS, ebenfalls eine Oldschool-Psychobilly-Band, welche vor Kurzem eine sehr gute Debüt-LP auf Razmataz Records veröffentlicht hat, auf die ich sehr stolz bin. Des Weiteren habe ich noch die FANCY DOLLS, eine 77er-Punkrock/New-Wave-Band, in der auch Laura von den TAZMANIAN DEVILS trommelt und Rusti von den RUSTY ROBOTS Bass spielt. Mit den FANCY DOLLS werden wir ebenfalls demnächst auf unserem Label die Debüt-LP veröffentlichen und ich denke, dass es die beste Produktion sein wird, an der ich jemals beteiligt war. Es ist für Außenstehende immer ziemlich verwirrend, wenn sie mitkriegen, dass wir eigentlich drei verschiedene Bands und fünf Musiker sind, die jeweils in einer anderen Konstellation zusammengewürfelt, in einer der Bands mitspielen. David hat neben den Devils noch eine unglaublich gute Rockabilly-Band namens THE DILETONES ins Leben gerufen.

Eure bevorzugten Stilrichtungen?

Obwohl das Label bisher ausschließlich Oldschool-Psychobilly hervorgebracht hat, haben wir doch einen sehr facettenreichen Musikgeschmack. Den alten Psychobilly der 80s lieben wir alle. Laura ist aber ein großer Fan von Swing und Jazz der Zwanziger und Dreißiger und David ist so was wie ein wandelndes Rhythm’n’Blues-Lexikon. Ich hingegen liebe seit meiner Kindheit alten englischen Punk, New Wave und vor allem die frühe Ära von THE CURE.

Eure Labelvorbilder?

Wir haben keine bestimmten Vorbilder. Weder bei der Musik noch beim Label. Wir versuchen, unseren Sachen einen eigenen Charakter zu geben und niemand nachzueifern. Ich hoffe, dass man das auch merkt.

Eure wichtigste oder auch beste Veröffentlichung?

Die bisher wichtigste ist meiner Meinung nach unser erstes TAZMANIAN DEVILS-Album „Evil Boppin’“, welches alles irgendwie ins Rollen gebracht hat. Die bisher erfolgreichste LP ist „Revenge Of The Frogs“ von THE FROGS, einer Band, bei der ich mir hundertprozentig sicher bin, dass sie irgendwann mal die Psychobilly-Szene anführen wird. Deshalb sind wir auch sehr stolz, ihre erste Schallplatte produziert zu haben, und hoffen auf eine noch lange Zusammenarbeit, ebenso wie mit den fantastischen HOWLING WOLFMEN, einem weiteren „Razmataz-Kind“.

Was ist so faszinierend an der Labelarbeit?

Es macht Spaß, einen enorm wichtigen Teil zur Szene beizutragen, dabei auch noch eine Menge Spaß zu haben, jede Menge Musiker kennen zu lernen, woraus meist Freundschaften entstehen, und unsere Interessen, nämlich dieses „Save the Vinyl“, mit voller Überzeugung auszuleben und in der Musikszene durchzusetzen.

Eure Labelpolitik ist einmalig, weil ...

Oh, ich glaube, da war ich etwas voreilig und habe das mit der ersten Frage schon beantwortet, haha. Tatsächlich vermisse ich die Musikkassette. Vor ungefähr zehn Jahren gab es auf Punkrock-Konzerten noch regelmäßig selbstbespielte Musikkassetten zu kaufen, worunter sich wirklich so manche Rarität fand, die ich mir damals zuhauf mitgenommen habe. Ich fand das sehr charmant und liebevoll aufgemacht. Man vergleiche nur den Aufwand, eine Kassette zu bespielen, um sie dann für wenig Geld zu verkaufen, mit der irgendwie synthetischen Herstellung einer CD. Wir sind sehr oft in Osteuropa unterwegs, wo es noch wirklich viele Musikkassetten von Bands unter dem Merchandise gibt. Das hat uns inspiriert und wir werden höchstwahrscheinlich schon zu der FANCY DOLLS-LP eine limitierte MC-Auflage wagen.

Markus Franz

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #108 (Juni/Juli 2013)

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