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Interviews & Artikel

MASKED INTRUDER

Chicks don’t dig them

MASKED INTRUDER sind der neueste Stern am Firmament des Pop-Punks, und was für einer. Sie vereinigen die Spritzigkeit von TEENAGE BOTTLEROCKET mit den zuckersüßen Melodien von Bands wie den MCRACKINS oder DESCENDENTS. Mit ihrem furiosen Debütalbum im Gepäck waren die geheimnisumwitterten Spaßvögel im April in Deutschland auf Tour und schauten vor ihrem Auftritt am Münsteraner Hawerkamp in meiner Radiosendung „London Calling“ vorbei, wo Sänger und Gitarrist Blue und sein Kollege Green (Gitarre) ein nicht ganz ernst zu nehmendes Feuerwerk abbrannten. Natürlich maskiert ...

Jungs, erzählt uns von eurer Bandgeschichte. Wie habt ihr euch kennen gelernt?

Blue: Wir sind uns im Gefängnis über den Weg gelaufen, wo wir völlig zu Unrecht eingesperrt waren. Die Jungs fielen mir auf, weil sie Skimasken trugen, genau wie ich. So lernten wir uns kennen und wurden Freunde.

Green: Skimasken sind ein guter Weg, Menschen mit gleichen Interessen zu treffen.

Blue: Genau. Wir fingen dann an, Songs zu schreiben und gingen auf Tour, was übrigens viel besser ist, als im Gefängnis einzusitzen.

Klar. Warum wart ihr überhaupt im Knast?

Green: Wegen nichts! Wir haben nichts gemacht.

Blue: Absolut nichts. Das kriminelle Justizsystem in den USA sorgte dafür, dass wir unschuldig, wie wir waren, im Gefängnis landeten. Uns wurde vorgeworfen, in Häuser eingebrochen und Alkoholläden ausgeraubt zu haben, was natürlich nicht stimmte. Das waren wir nicht und wir waren auch niemals vor Ort. Unsere DNA wurde manipuliert.

Green: Es ist erstaunlich, was man mit technischen Mitteln heutzutage alles tun kann.

Lasst uns über eure Masken reden. Tragt ihr die die ganze Zeit?

Blue: Ja. Manchmal muss man die Maske wechseln, zum Beispiel nach einer Show. Wir bemühen uns aber, sie wirklich rund um die Uhr zu tragen, aus verschiedenen Gründen. Erstens, um unsere Anonymität zu wahren. Zweitens, um in der Lage zu sein, die einzelnen Bandmitglieder voneinander unterscheiden zu können, denn manchmal wissen wir nicht genau, wer wer ist.

Green: So können wir auch unsere Schuhe auseinander halten, denn unsere Schuhe haben dieselbe Farbe wie unsere Masken. Praktisch.

Wie reagieren die Leute auf der Straße, wenn sie euch maskiert sehen? Kommt es da nicht manchmal zu komischen Situationen?

Blue: Genauso ist es. Es ist unglaublich diskriminierend. Die Leute bilden sich ihr Urteil über uns, bevor sie uns überhaupt kennen gelernt haben. Das fühlt sich schrecklich an. Nur weil wir mit einem Brecheisen in der Hand und Masken über dem Kopf sowie einer großen leeren Tasche durch die Gegend laufen, halten uns die Leute für Kriminelle. Falsch! Wenn man natürlich Geld in die Tasche legt, ist das eine schöne Sache für uns.

Green: Jeder Mensch braucht Geld, auch wir. Wenn jemand zuviel Geld hat, warum sollte ich das dann nicht bekommen?

Blue: Banken haben zuviel Geld, Supermärkte und Tankstellen auch. So ist das nun mal.

Habt ihr von diesem deutschen Rapper namens Cro gehört, der bei seinen Auftritten eine Pandamaske trägt?

Green: Nein, hört sich aber cool an. Pandas sind ziemlich coole Tiere.

Blue: Rappt der auf Deutsch oder in der Pandasprache?

Für mich hört sich das nach Pandasprache an, aber die Leute sagen mir, es sei Deutsch.

Green: Der Typ muss cool sein. Rap und Pandas sind zwei ziemlich coole Sachen. Macht er Gangster-Rap? Für Gangster-Rap muss man sehr tough sein, und Pandas sind echt tough. Mit der Pandamaske haben die Leute wahrscheinlich voll Angst vor ihm. Cleverer Kerl, dieser Cro.

Gerüchten zufolge tragt ihr die Masken auch, weil ihr nicht wollt, dass man euch erkennt, weil ihr noch in anderen Bands spielt, etwa bei CHIXDIGGIT!

Blue: Wir können diese Gerüchte weder bestätigen noch dementieren. Wir können aber definitiv sagen, dass CHIXDIGGIT! eine klasse Band sind.

Green: Genau. Jeder sollte ihre Alben kaufen.

Blue: Wir können nicht sagen, ob wir noch in anderen Bands aktiv sind. Das ist auch nicht der Hauptgrund, warum wir Masken tragen. Man sollte sich nicht zu viele Gedanken machen, wer wir sind. Die Musik ist das Entscheidende. Wenn man sich einen Song anhört, hört man Musik und keine Menschen. Gesichter werden im Musikbusiness generell überbewertet. Das wollen wir ändern.

Green: Außerdem sehen wir mit den Masken noch besser aus, was natürlich sehr vorteilhaft für uns ist.

Ihr seid Vertreter des klassischen amerikanischen Pop-Punks. Was macht einen guten Pop-Punk-Song aus?

Blue: Ein guter Pop-Punk-Song ist für mich wie ein Pop-Song aus den Fünfzigern oder Sechzigern. Das Grundgerüst ist dasselbe. Es geht um Liebe und Dinge, die im Leben von Teenagern eine wichtige Rolle spielen. Pop-Punk nimmt diese Elemente auf und intensiviert sie und macht sie aufregend. Was meinst du, Green?

Green: Du hast das schon ganz gut ausgedrückt, Blue. Pop-Punk bringt diese Dinge auf den Punkt. Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass wir während unserer Highschool-Zeit mit Pop-Punk in Berührung kamen. In dem Alter macht man sich ständig Gedanken um Mädels, wie man aussieht und ob man angesagt ist oder nicht. Davon handelt Punkrock, zumindest der unpolitische, und Pop-Punk im Besonderen. Pop-Punk hilft einem, mit seinem Leben klarzukommen.

Blue: Jeder, der schon einmal an einem gebrochenen Herzen litt, weiß, was wir meinen. Musikalisch sind Pop-Punk-Songs mit viel Energie gespielt. Manche Leute sagen, es seien nur drei Akkorde, aber es sind viel mehr. Einen guten Pop-Punk-Song zu schreiben ist eine anspruchsvolle Angelegenheit. Auf den ersten Blick scheint ein solcher Song eher schlicht zu sein, ist es mit den ganzen Melodien und Harmonien aber nicht.

Bekommt man denn in einer Pop-Punk-Band mehr Mädels ab, als zum Beispiel in einer politischen Hardcore-Band?

Blue: Das ist für uns schwer zu beurteilen, denn wir kriegen überhaupt keine Mädels ab.

Green: Mit den Mädels läuft bei uns gar nichts. Vielleicht machen wir die falsche Musik und sollten auf Hardcore umsatteln. Allerdings haben wir von Politik keine Ahnung. Wir wissen nichts über Politik, wir wissen aber auch nichts über Mädels.

Ihr Armen. Euer Debütalbum ist zunächst bei Red Scare Records erschienen und wurde dann noch mal von Fat Wreck Chords veröffentlicht. Was sind da die Hintergründe und inwieweit hat sich dieser Wechsel für euch bezahlt gemacht?

Blue: Toby von Red Scare hat früher bei Fat Wreck gearbeitet und ist mit Fat Mike befreundet. Dem gefiel unser Album und er hat es deshalb von Red Scare lizensiert, was gut für uns ist, da wir so größere Möglichkeiten haben. Toby bleibt aber unser Manager und ist sowieso einer unserer besten Freunde. Dass er uns auf sein Label genommen hat, war ohnehin schon eine große Ehre für uns.

Achim Lüken

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #110 (Oktober/November 2013)

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