Interviews & Artikel : BUSTER SHUFFLE :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

BUSTER SHUFFLE

Lieber Party als Politik

Das Sextett aus London hat sich von einem Geheimtip der Szene zur pausenlos tourenden Band entwickelt. BUSTER SHUFFLE setzen dabei auf eine Mixtur aus Punk, Ska, Pop und Rock – kurzum: aus all dem, was bislang aus Großbritannien kam und die Welt begeisterte. Im Ox-Interview spricht Sänger Jethro, Jet genannt, über das neue Album „Naked“ und eine Band, die sich pausenlos im Partymodus befindet.

Jet, eure Musik ist ja irgendwie eine Mischung aus THE WHO, CLASH, BLUR, SPECIALS, MADNESS und anderen britischen Bands. Sag doch mal: Warum machen gerade die Briten die beste Musik im Rock- und Pop-Biz?

Zunächst mal ist das eine Liste mit großartigen Bands, die du da anführst und mit uns vergleichst. Danke dafür, haha! Warum wir Briten die beste Musik machen? Ich denke, weil wir alle auf eine positive Art irgendwie verrückte, besessene Inselbewohner sind. Außerdem ist bei uns das Wetter derart schlecht, dass uns gar nichts anderes übrig bleibt, als Musik zu machen. Diesbezüglich haben wir es zur Perfektion gebracht, haha.

Noch vor einigen Jahren galten BUSTER SHUFFLE als eine Art Geheimtip in der Ska- und Punk-Szene. Mittlerweile kommt es mir so vor, als stünde euer Name auf beinahe jedem Festivalplakat in Europa.

Das stimmt schon. Die Sache ist die: Wir wollen eben auf jedem erreichbaren Festival spielen und lieben es, unseren Bandnamen auf den Plakaten zu sehen. Entsprechend umtriebig sind wir.

Wie sehr ist sie gestiegen, die Menge an Konzerten in den vergangenen Jahren?

Da sind schon viele hinzugekommen. Wir merken: Wir haben von Jahr zu Jahr mehr zu tun. Gerade in Ländern, in denen wir früher nie zu Gast waren, sind wir mittlerweile regelmäßig unterwegs. Es sind massenhaft Auftritte hinzugekommen.

Apropos „Auftritte“: Ihr seid auf der Bühne mitunter mit sechs, sieben Leuten am Start. Wie viele Kleinbusse benötigt ihr da auf Tour?

Ob du es glaubst oder nicht: Wir kommen mit einem Bus aus, haha. Im Grunde besteht die Band aus sechs Musikern. Und die passen da problemlos rein. Jeder hat genug Platz.

Nun enthält eure Musik eine Menge Anspielungen auf eure Heimatstadt London, speziell das East End als Viertel, in dem ihr aufgewachsen seid. Und auch für Außenstehende hat London eine mitunter magische Anziehungskraft. Also: Was ist so besonders an dieser Stadt?

Ich denke, es hat mit der Geschwindigkeit, mit dem Tempo des Lebens zu tun, das die Menschen in London an den Tag legen. Jeder ist jederzeit auf dem Sprung und unterwegs. London ist – wie New York in Frank Sinatras Worten – eine Stadt, die wirklich niemals schläft, außerdem leben dort so viele verschiedene Kulturen auf engem Raum miteinander und genau das macht das Leben in London so speziell.

Würdest du London nach wir vor als ein Zentrum der Punk- und Ska-Szene bezeichnen?

Nicht unbedingt. Diese Szenen sind heutzutage in London eher Phänomene des musikalischen Undergrounds – wenn man mal vom recht großen und bekannten London International Ska Festival absieht. Die Zentren in Sachen Punk und Ska liegen mittlerweile eher bei euch, auf dem europäischen Festland.

Eure deutschen Freunde BROILERS, mit denen ihr vor geraumer Zeit noch die Bühne geteilt habt, sind zu einem „Big Player“ der hiesigen Rockszene geworden. Habt ihr noch Kontakt zu ihnen?

Aber sicher. Zuletzt haben sie und bei unserem Konzert in Dortmund besucht. Das ist eine Top-Band mit hervorragenden, ganz liebenswerten Menschen.

Wann ist es mit BUSTER SHUFFLE soweit als „Big Player“ in Großbritannien?

Ich sage es mal so: Wenn es soweit ist, dann sind wir bereit, haha!

Der nächste Schritt könnte euer neues Album „Naked“ sein. Was hat sich in Sachen Songwriting und Produktion im Gegensatz zu den Vorgängerplatten geändert?

Ich denke, wir haben uns ein wenig von dem bereits angesprochenen Szenegedanken gelöst. Wir sind spätestens mit „Naked“ zu einer Band geworden, die für sich funktioniert. Für uns ist das Arrangieren von Songs nicht mehr an irgendwelche Vorgaben angelehnt. Es gibt keine stilistischen Grenzen. Es passiert ganz natürlich. Und trotzdem werden jene Leute, die BUSTER SHUFFLE bislang gehört haben, die Platte lieben. Davon bin ich überzeugt. Und ebenso werden all die das Album lieben, die uns vorher noch nicht kannten. Und genau das ist doch die Hauptsache. Genau diese Intention liegt diesem Album zugrunde.

Eure Texte drehen sich hauptsächlich um die schönen und lustigen Momente des Lebens. Viele Leute bezeichnen BUSTER SHUFFLE entsprechend als Partyband, die vor allem, nun ja, Feelgood-Musik spielt. Seht ihr euch genauso?

Ja. Und zwar ganz genau so. Bei Musik geht es doch letztlich vor allem darum, Spaß zu haben. Und wir als Band wollen die Leute, die uns zuhören, so gut es geht unterhalten. Dass uns das gelingt, das ist für uns das Wichtigste.

Gibt es trotzdem Momente, in denen für euch als Band und als Musiker die Politik über der Party steht?

Nein. Keiner von uns hatte bislang je eine politische Meinung, die es wert gewesen wäre, sie im Kontext der Band zu äußern.

Live und auf Platte reagiert bei euch der Spaß. Aber wie ist das, wenn ihr im Studio seid: Werdet ihr da zu harten, todernsten Musikerarbeitern, die die ganze Zeit über angespannt sind, um das bestmögliche Album abzuliefern – oder ist das für euch wie auf der Bühne: eine Party?

Es ist eine tolle Zeit für uns. Wir alle lieben die Arbeit im Studio. Es ist einfach eine wundervolle Sache für jeden Musiker, die Chance zu bekommen, kreativ zu sein – und zwar ohne all die Einschränkungen, die man etwa auf der Bühne hat, wo es ja immer nach einem strikten Plan geht. Letztendlich bedeutet Studiozeit für uns eine Zeit des Spaßes und der Freude. Aber: Wir können gleichzeitig auch verdammt diszipliniert sein. Wir haben schließlich einen Job zu erledigen.

Am Schluss noch mal zurück zum Thema „Insel“: Eure Heimat, England, gilt seit ROLLING STONES und BEATLES als das Land, das regelmäßig die nächste Rock- und Popwelle lostritt und das Ohr hat für den aktuellen „heißen Scheiß“. Also, Jet: Was ist das kommende große Ding?

Die Menschen haben keinen Bock mehr auf diesen Schund aus dem Fernsehen, diese Karaoke-Casting-Shows mit beschissenen Coverversionen. Die echte Musik, gemacht von echten Menschen, von echten Musikern mit Herzblut, erlebt ihre Renaissance. Und BUSTER SHUFFLE werden mittendrin sein, haha!

Frank Weiffen

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #116 (Oktober/November 2014)

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