Interviews & Artikel : BULLEN :: ox-fanzine.de

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California über alles

"California über alles - Dead Kennedys Wie alles begann" ist das erste umfassende Buch über die DEAD KENNEDYS. Es konzentriert sich auf die Gründungs­phase der Band in der Szene von San Francisco bis zum Erscheinen des ersten Albums "Fresh Fruit For Rotting Vegetables". Autor Alex Ogg sprach dafür mit vielen Zeitzeugen.

 

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Interviews & Artikel

BULLEN

Ruf doch die Punkrock-Polizei!

Vier Norddeutsche widmen nicht nur ihre Musik, sondern sich selbst mit Haut und Haar einem einzigen Thema: der Polizei. Warum nur?, wird da mancher fragen. Höchste Zeit, Frontmann Hannes (AFFENMESSERKAMPF) und Schlagzeuger Kocky (SUSHI BOY) ein wenig zu sticheln.

Wie kamt ihr auf diese perfide BULLEN-Idee?


Hannes: Wir haben so ein bisschen vor uns hin gesponnen und dabei ist diese Idee aufgekommen. Solche Gespräche enden ja normalerweise so, dass man das dann nicht macht, aber ich habe Kocky davon erzählt und der war Feuer und Flamme. Das war für mich der letzte Push, den ich gebraucht habe, um das wirklich anzugehen. Dann haben wir uns noch zwei Leute gesucht.

Kocky: Das ging auch tatsächlich relativ schnell, wir haben nicht lange gefackelt. Nachdem das Ding stand, haben wir uns auch ziemlich direkt zum Proben getroffen.

Dem Bandnamen nach habe ich ja vor dem ersten Hören eigentlich knüppelnden Deutschpunk pur erwartet, aber ihr habt da doch einiges mehr rausgehauen.

Hannes: Wir haben uns relativ befreit gefühlt, sonst spielen wir ja alle in Punk- und Hardcore-Bands und in diesem Korsett von den BULLEN konnten wir musikalisch auf einmal alles machen, was wir wollten. „Lass uns doch mal Musik machen, die wir eigentlich selber total scheiße finden.“ Dabei sind dann diese Elektronummern herausgekommen oder diese BON JOVI-artigen Rocksongs.

Worum geht es euch bei DIE BULLEN?

Hannes: Ich möchte schon Spaß haben, aber ich möchte auch Leute anpissen. Ich möchte Leute anpissen, die eben eigentlich doch wie Polizisten sind und nach Recht und Ordnung schreien. Freuen würde mich auch, wenn Polizisten das privat hören und sich dann darüber ärgern. Es geht mir eben nicht darum, irgendwelchen ABSTÜRZENDE BRIEFTAUBEN-mäßigen Fun-Punk zu machen, Leute anpissen ist eigentlich mein Hauptziel.

Also ist das auch direkt an die „Punkrock-Polizei“ gerichtet?

Kocky: Schon. Ich kann mich daran erinnern, als ich früher als kleiner Punker immer meine Huey Lewis-Platten verstecken musste, wenn meine Freunde gekommen sind, weil das für einen harten Punker unglaublich peinlich war. Inzwischen ist mir egal, was die Leute sagen. Ich habe Bock, Musik zu machen, und wenn da Einflüsse von Vivaldi drin sind, ist das eben so.

Hannes: Ich finde diese Diskussion auch total müßig. Viel schlimmer als die Leute, die darüber diskutieren, ob etwas Punk sei, finde ich dann noch diejenigen, die sich über diese Diskussion lustig machen, indem sie einen ironischen Song darüber schreiben. Das geht dann vom Hundertsten ins Tausendste. Dabei ist diese Sache doch eigentlich kackegal.

Ihr habt das bis jetzt ja knallhart durchgezogen. Aber: Kann und wird es jemals ein zweites BULLEN-Album geben?

Kocky: Wir haben jetzt gerade erst eine wunderbare Single mit unseren Freunden KEINE ZÄHNE IM MAUL ABER LA PALOMA PFEIFEN und MISSES NEXT MATCH herausgebracht, läuft ziemlich gut, und wir werden wohl auf jeden Fall noch mal ein paar Songs aufnehmen. Was wir genau damit machen, ist aber noch nicht so ganz klar. Vielleicht kommt da noch was. Wir haben da noch ein paar Ideen, DIE BULLEN sind einfach eine schöne Spielwiese.

Hannes: Wir wissen, dass ein zweites Album eigentlich Quatsch wäre, haben aber noch Songs und wissen noch nicht, wohin damit. Mal sehen.

 


Die fünf besten Achtziger-Jahre-Bullenfilme

Inspiration ist ja bekanntlich alles und wer sich gefragt hat, aus welchen Filmen viele Samples des ersten BULLEN-Albums geklaut sind, darf sich freuen, denn DIE BULLEN empfehlen ...

1) „Lethal Weapon 2“: Schießwütige Bullen und beste Freunde machen Jagd auf Nazis. Oder so.

2) „Police Academy 2“: Nach dem schwachen ersten Teil hat sich das Ensemble eingegroovet und trifft auf Quietsche-Zed und seine Punkerkumpels. Außerdem mit dabei: Vinnie Schtulman.

3) „Schlappe Bullen beißen nicht“: Greift hochbrisante Themen des Polizeialltags auf, unter anderem „die Existenz falscher Polizisten“.

4) „Colors – Farben der Gewalt“: Der junge Sean Penn dient als das Vorbild für Andy Schlüter. Jung, brutal, autoritär.

5) „Out for Justice“: Steven Seagal ist ein unschlagbarer Cop, der eine Bande junger Asis mit einer in ein Handtuch eingerollten Billardkugel vertrimmt, dem Oberboss einen Korkenzieher in den Kopf rammt und am Ende einen Redneck-Nazi demütigt. Starker Stoff!

Anke Kalau

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #120 (Juni/Juli 2015)

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