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Interviews & Artikel

DOVER

Kaum zu glauben, dass so gute Musik ganz an die Spitze der Charts gelangen kann. In Spanien, der Heimat von DOVER, ist dieses Märchen Wahrheit geworden, während bei uns höchstens den Grönemeyers & Westernhagens solch ein Kunststück gelingt.

Sonderlich redselig ist Frontfrau Christina Llanos allerdings nicht, obwohl DOVER momentan auf einer echten Erfolgswelle schwimmen. "Promotion-Tage wie dieser sind verdammt anstrengend", sagt sie, wobei ihre Stimme müde klingt. Als Interviewer bekommt man das Gefühl, ihr jedes Wort einzeln aus der Nase ziehen zu müssen. Vielleicht lag es daran, dass es zum Zeitpunkt des Interviews bereits 21 Uhr war. "Promotion saugt, aber sie muss sein", lautet die einladende Antwort.
Wie kommt man auf einen Plattentitel wie "I Was Dead For 7 Weeks In The City Of Angels"? "Wir sind während den sieben Wochen in Los Angeles fast tot umgefallen – es war eine sehr anstrengende Zeit! Deswegen haben wir die neue Platte auch so genannt, weil die Aufnahmen kaum schwieriger hätten sein können." Klingt ja furchtbar, aber was war denn so schlimm an den Aufnahme-Sessions? "Das Heimweh", blickt Christina zurück. "Ich mag Los Angeles, aber von den Menschen her ist es ziemlich unterkühlt, obwohl ich einige gute Freunde dort habe." Die Isolation im Studio also? "Ja, und zu allem Überfluss wurde ich auch noch krank, und zwar für fast eine Wochen. Ich war die meiste Zeit alleine." Es kam noch schlimmer: "Es gab Probleme mit dem Produzenten Barrett Jones, mit dem wir nicht besonders gut zurechtkamen." Und jetzt, nachdem die Vereinigten Staaten das Ziel massiver terroristischer Anschläge geworden sind? Würden DOVER dort wieder eine Platte aufnehmen? "Ja, im Prinzip schon. Hoffentlich normalisieren sich die Dinge wieder, aber viel Hoffnung habe ich nicht. In ein paar Jahren ist das alles vielleicht wieder vergessen."
Welche musikalischen Unterschiede zum Vorgänger "Late At Night" von 1999 sieht sie? Täuscht der Eindruck, dass der neue Longplayer etwas stärker nach Hardrock klingt, obwohl der Punkrock-Einfluss der vier Spanier immer noch deutlich hörbar ist? "Stimmt, das neue Album ist wesentlich abwechslungsreicher ausgefallen. Wir haben Dinge probiert, an die wir uns noch nie zuvor herangewagt haben, also Gitarrensoli oder gänzlich andere Riffs. Außerdem haben wir diesmal sehr viel Wert auf eine kraftvolle Produktion gelegt." Was sagt Christina dazu, dass "I Was Dead For 7 Weeks In The City Of Angels" sofort auf den ersten Platz der spanischen Charts schoss? "Das war eine große Überraschung", lacht sie zaghaft. "Eine Band wie DOVER ist ja nicht dazu prädestiniert, ganz oben in den Charts zu stehen, speziell in Spanien. Wir haben ja noch dazu englische Texte. Ich persönlich hätte das nie zu träumen gewagt." Und wie sieht´s mit dem Rest von Europa aus? "Na ja, da werden wir wohl kaum so erfolgreich sein", bleibt sie realistisch. "Für uns ist in erster Linie wichtig, dass wir überall live spielen können – mehr zu erwarten, wäre vermessen. Wir sind nicht gerne im Studio, aber es muss sein, wenn wir live spielen wollen." Christinas europäisches Lieblingsland ist übrigens Deutschland: "In Deutschland haben wir viele Freunde – hier spielen wir auch am meisten. So einfach ist das."
Die Spanier haben übrigens noch eine weitere Vorliebe: NIRVANA. Was machte die Grunge-Rocker aus Seattle in Christinas Augen so besonders? "Ich war noch sehr jung, als "Nevermind" herauskam. Damals hat mich diese Platte wie der Blitz getroffen. Als sich Kurt Cobain das Leben nahm, hat sich mein Leben aus anderen Gründen stark verändert. Im negativen Sinn. Von diesem Zeitpunkt an verbinde ich sehr persönliche Erinnerungen mit NIRVANA, und zwar bis zum heutigen Tag." In "The Weak Hour Of The Rooster", dem dritten Stück auf der neuen CD, zitiert sie sogar einen Satz aus Kurt Cobains Abschiedsbrief: "It´s better to burn than to fade away". "Als ich diesen Text schrieb, ging er mir einfach nicht aus dem Kopf", erklärt die Sängerin und Songwriterin. "Ursprünglich stammt diese Zeile aus einem NEIL YOUNG-Song, aber frag mich bitte nicht, wie ich darauf gekommen bin." Tue ich auch nicht mehr, keine Angst...

Elmar Salmutter

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #45 (Dezember 2001/Januar/Februar 2002)

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SKASSAPUNKA aus Mailand spielen 1a-Ska-(Street)Punk, mit politischen Texten gegen Faschismus, Staat und Kapital, in der Tradition von TALCO, LOS FASTIDIOS, NH3 und RED SKA. SKASSAPUNKA brauchen sich nicht hinter den genannten Bands verstecken. Ihre ... mehr