Interviews & Artikel : BOUNZ THE BALL :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

BOUNZ THE BALL

Grazian Hardcore Circus

BOUNZ THE BALL kommen aus Graz, spielen Oldschool-Hardcore und sind ordentlich tätowiert. Wer aber jetzt eine weitere ewig böse dreinblickende Tough Guy Poser-Band auf den Spuren von AGNOSTIC FRONT oder MADBALL erwartet, deren Attitüde sich auf dem Körper statt im Kopf abspielt, wird enttäuscht sein. Aber lest selbst, was die Jungs zu sagen hatten.

BOUNZ THE BALL, wer, was, wann?


".T.B. sind seit Juli 1997 : aL :Voice; Philo: Git.; Gregor: Git.; Mike: Bass; Gerhard: Drums

Ihr habt jetzt eure erste CD rausgebracht.

Unsere Full Length kam im Februar 2001 raus und heisst "Companeros De Vida". Es sind 12 Tracks drauf, die wir bis Anfang 2000 geschrieben haben. Die Grundaussage der Platte liegt auf der Hand: Freundschaft! Das war auch damals die Motivation BOUNZ THE BALL zu gründen. Wir wollten einfach ein gutes Debütalbum machen, das Beste mit unseren momentanen Mitteln machen. Textlich beschäftigt sich "C.D.V." mit Themen wie Freundschaft, Vertrauen/sbruch, soziale Mißstände, Tattoos als Kunstform/Kultur, Hardcore als positive Lebenseinstellung...

Welche Bedeutung hat der Albumtitel "Companeros De Vida"?

Das ist spanisch und bedeutet: Freunde bzw. Freundschaft fürs Leben! Wir wollten unbedingt verschiedene Sprachen in unsere Texte einfließen lassen, um klar und deutlich unsere Einstellung gegenüber anderen Menschen, Ländern und Kulturen zu zeigen. z.B. in "Spirit of Ink". Das wird auch in Zukunft verstärkt werden, so wollen wir verschiedene Sprachen in die neuen Songs einfließen lassen. Zum Thema Freundschaft, diese war bzw. ist ständiger Motor und Antrieb in der Band.

Das Artwork eurer Scheibe ist sehr auf Zirkus bezogen; ausserdem gab es bei der CD-Präsentation so Einlagen wie Feuershow oder moshende Clowns. Was bedeutet Zirkus für B.T.B.?

Das Artwork machte ein Typ namens N.E.O-T.E.O., er ist Underground-Künstler für Graffiti, Tattoo, Comix und so und ein guter Freund der Band. Wir wollten ein buntes, aufregendes und "flashiges" Cover. Mal was Neues und halt kein "Tough-Guy-Posing-Artwork". Es war uns auch sehr wichtig mit Menschen aus unserer engsten Umgebung zusammen zu arbeiten. Aber zurück zum Zirkus: Zirkus ist nicht gleich Zirkus! Zirkus von heute ist nicht Zirkus von damals. Wir sprechen von kleinen Zirkusfamilien und von diesen Freakshows, die früher durch die Welt zogen und auch in unserer Gegend verbreitet waren. Menschen mit besonderen Fähigkeiten, z.B. Gummimenschen, oder Qualitäten, etwa Tattoo-Ladies, wurden oft als "Andersartige" bzw. "Aussätzige" diskriminiert. So wuchs jeder Zirkus zu einer Art Familie zusammen und zog von Show zu Show, um Besonderheiten und Attraktionen zu zeigen. Sie lebten multikulturell und ohne Vorurteile anderen gegenüber, um ihre Gemeinschaft zu stärken. Da wir eine gewisse Vorliebe zu diesen traditionellen Freakshows besitzen und gewisse Ähnlichkeiten zu B.T.B. feststellbar sind, wurde dieses Thema in Bezug auf unsere Musik gewählt.

Seht ihr euch eigentlich als politische Band?

Wir würden nicht behaupten, eine politische Band zu sein. Dennoch beziehen wir in einigen Punkten klar Stellung. Im Grunde geht es um die Freiheit zu leben, seine Träume so gut wie möglich zu verwirklichen und sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Wir wollen den Hörern etwas Positives vermitteln. Das soll natürlich nicht heißen, dass wir alles durch die rosarote Brille sehen. Im Gegenteil, soziale Missstände, Sexismus, Rassismus, politische Lügen und Vernetzungen geben immer wieder neuen Stoff für Lyrics. Trotzdem sollte man nach dem Hören von BTB einen positiven Eindruck haben. Physischer und psychischer Zustand nach einem BTB Konzert: Körperliche Aggressionen sind abgebaut und der Geist denkt über Text und Inhalt der Songs nach, hehe...

Österreich ist ja nicht grad groß und die Szene hier noch sehr kompakt, wie steht mensch denn als Ösi-HC-Band im Ausland da?

Die Szene in Österreich ist eher klein, aber sie wächst. Bis auf RACIAL ABUSE gab es eigentlich keine HC-Band, die international bekannt wurde. Also kann das Ausland nicht viel von österreichischen Hardcore halten, oder? Grund und Motivation genug um das Gegenteil zu beweisen. Bis jetzt gab es sehr gute Rückmeldungen aus dem Ausland, und die Leute sind eher überrascht über unsere Herkunft."
Es gab ja kürzlich einen Labelwechsel, erzählt mal wie es dazu gekommen ist, bzw. was mit Voice Of Life falsch gelaufen ist?
"Nach Erscheinen der CD unterschieden sich die weiteren Vorstellungen zwischen Label und Band. Es war aber ohnehin klar, dass nach der ersten Auflage ein neuer Partner gesucht werden müsse. Das die erste Auflage so schnell weg war konnte mensch allerdings nicht wissen. Wir wollten uns nicht in einem bestimmten Stil festlegen bzw. verändern um die Bestätigung zu bekommen, auf dem richtigen Label zu sein... Natürlich sind wir für diesen "Promotioneffekt" dankbar, obwohl nicht alles so reibungslos ablief...

Und glaubt ihr, dass ihr mit Burning Season Records nun ein (längerfristiges) Heim gefunden habt?

Mit Patrick von Burning Season entschieden wir uns für einen langjährigen Freund der Band. Die Beziehung zwischen Label und Band ist eher freundschaftlich und in dieser Atmosphäre fühlen wir uns sichtlich wohl. Die Zusammenarbeit bis dato verläuft planmäßig und sehr zufriedenstellend. Die Zusammenarbeit betrifft momentan "C.D.V". Für neue Projekte, die nach unserer Tour beginnen werden, wollen wir uns alle Türen offen halten. Stil, Label und viel mehr kann nicht festgelegt werden. Lasst euch überraschen.... es wird sich auszahlen!

Zukunftspläne?

Liveerfahrung und Erlebnisse, touren, touren, touren, musikalische und textliche Weiterentwicklung, neues Album... Besserer Kontakt zu HC-Supportern und Interessierten, Aktivität innerhalb des Conan City Collective usw.

Ok das war´s, muss noch was raus?

Hmmm... Naja, eigentlich nur: Make yourself happy – that´s the bottom line!

Danke fürs Interview!

H.C. Roth

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #45 (Dezember 2001/Januar/Februar 2002)

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