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Interviews & Artikel

Legendäre Compilations

JUDGMENT NIGHT (Epic, 1993)

Judgment Night“ ist ein reichlich hüftlahmer Thriller aus dem Jahr 1993 von Stephen Hopkins, in dem unter anderem Emilio Estevez mitspielt, und ohne den Soundtrack wäre er zu Recht längst in Vergessenheit geraten. Doch irgendein Marketingmensch hatte damals die Idee seines Lebens. Denn nach dem Erfolg von NIRVANA mit „Nevermind“ verkaufte sich immer noch alles mit dem Stempel „Alternative“ extrem gut, auch der HipHop war künstlerisch auf seinem absoluten Zenit angelangt. Warum also nicht beides kombinieren und aktuell angesagte Punk/Collegerock/Grunge-Bands mit populären Rappern zusammenbringen?

Leute, die wie ich Punk und Rap gleichermaßen mochten, konnten bereits seit den ersten Vorankündigungen kaum noch schlafen, bis sie das Ergebnis in den Händen hielten, und die guten Tracks darauf wurden zum Soundtrack ihrer gesamten Jugend. Es gab zwar Mittelmaß, HELMET und HOUSE OF PAIN etwa pappten für „Just another victim“ nur plump zwei unterschiedliche Trackhälften zusammen, und die intellektuell wesensverwandten BIOHAZARD und ONYX grölten mit dem Titeltrack einen überraschungsarmen Hüpfburgbrecher, der einen trotzdem mit 19 auf die Tanzfläche trieb, bekleidet mit Longsleeve, abgeschnittener Bundeswehrhose und Beanowollmütze ...

Doch es gab auch spannende Kombinationen. Der Beitrag von PEARL JAM etwa beginnt bandtypisch, doch gerade als man Eddie Vedders Geknödel erwartet, setzen CYPRESS HILL ein und lenken „Real thing“ in eine komplett verkiffte Richtung. FAITH NO MORE und die samoanische Türstehersippe BOO-YAA T.R.I.B.E. steuern ein mächtig testosteronstrotzendes Stück Funk-Metal namens „Another body murdered“ bei, und SLAYER und Ice-T verwursten drei EXPLOITED-Songs zu einem und liefern mit „Disorder“ ein Stück Massakermusik ab, zu dem man sich auf der Tanzfläche des Lieblingsclubs mit Vorliebe in gegenseitigem Einvernehmen verprügelte.

Das schönste Stück der Platte ist aber „Missing link“ von DINOSAUR JR. und Del tha Funkee Homosapien. Dessen vorzüglicher Rapstil und sein besonderer Flow finden in J. Mascis’ entspanntem Gitarrengegniedel eine adäquate musikalische Untermalung. Dieser eher laid back klingende Track ist keine Ausnahme: die meisten der elf Stücke bewegen sich im Midtempobereich.

Diese Fusion aus Rap und Metal, genannt „Crossover“, war neben Eurodance rückblickend das schlimmste musikalische Verbrechen der Neunziger. Warum ist dieses Album dann ein „legendärer Sampler“? Vielleicht, weil es letztmalig völlig verschiedene Subkulturen an ihre gemeinsamen Wurzeln im Untergrund erinnert und geeint hat. Aber auch weil ich erst kürzlich feststellen musste, wie gern ich das heute noch höre. Und das nicht nur aus reiner Nostalgie.

Stefan Gaffory

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #134 (Oktober/November 2017)

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