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Interviews & Artikel

Hingehen

LIMES

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Ich hätte eigentlich nie gedacht, dass ich mal so etwas wie eine Stammkneipe haben würde. Dass sich das nun geändert hat, liegt unter anderem – aber nicht nur – daran, dass sich unsere Antifa Gruppe seit Juli 2017 mittlerweile jeden Montag im Limes trifft. Das erste Mal betrat ich den Laden im Mai 2016, als OI POLLOI und LAB RATS dort zu Gast waren. Und ich habe mich vom ersten Moment an dort wohl gefühlt, was vielleicht auch an dem großen Pappmache Hai liegen könnte, der über dem Tresen hängt. Gründe also genug, dem Besitzer Andi per Mail ein paar Fragen zu stellen. Die Kurzversion gibt es im Ox #136 unter der Rubrik „Hingehen“.

Hallo Andi, seit wann gibt es das LIMES? Von wem wurde es gegründet? Und wer ist heutiger Betreiber/Besitzer?

Das Limes gibt es seit dem 27. September 2008. Das Limes wurde von mir gegründet und ich bin auch noch der Besitzer.

Warum dieser Name?
Ich war furchtbar unkreativ, saß mit nem Kumpel am Tresen und war schon ziemlich durch. Als mein Kumpel dann den Namen vorgeschlagen hat, hab ich einfach zugestimmt.

Gibt Du uns einen kurzen Überblick über die Zeit von der Gründung bis zur Eröffnung?
Mir war schon immer klar, dass ich auf der Schäl Sick eine Punk Rock Kneipe haben wollte und da Mülheim schon immer mein Lieblingsstadtteil war, ging alles super schnell, als ich die Location entdeckt hatte. Nach einem halben Jahr Renovierung gings dann auch schon los.

Was waren die bisherigen Höhepunkte?
Die Eröffnungsparty, mit (von der Polizei) geschätzten 800 Leuten, war schon legendär. Dazu kamen etliche, geile Konzerte, z.B. OI POLLOI, FEINE SAHNE FISCHFILET, EA 80, PASCOWREAL MC KENZIES, BORN TO LOOSE, LOVE A, und so weiter. Aber vor allem gab es gefühlt tausend kleinere, unbekannte Bands, die auf unserer Minibühne so richtig abgeliefert haben.


Was sind die Besonderheiten des Limes? Was macht seinen besonderen Reiz aus?
Den meistgenannten Satz, wenn die Leute das Limes beschreiben ist, dass es ihr persönliches Wohnzimmer ist. Ich finde das sagt schon ziemlich viel aus. Unter der Woche sind wir einfach eine nette Veedelskneipe mit einem klar antifaschistischen und antirassistischen Anspruch und am Wochenende lassen wir es gerne Krachen, machen Konzerte und das Ganze zu fairen Bedingungen für Bands und Zuschauer – definitv kein Pay to Play – wird es im Limes auch niemals geben.

Warum finden im Limes ab und zu Filmaufnahmen statt?
Der Kohle wegen. Allerdings hab ich auch schon etliche Anfragen abgelehnt und sogar mal einen Dreh abgebrochen weil uns der Hauptdarsteller zu affektiert und arrogant rüberkam. Da hab ich den Dreh sofort beendet. Auch wenns dabei hauptsächlich um Kohle geht, werden wir nicht jeden Scheiß bei uns drehen lassen. Passen muss es schon.

Wie sieht das sonstige Angebot aus? Kneipe, Konzerte, Lesungen, Vorträge, Kneipenquiz, Kicker-Ligaspiele? Habe ich was vergessen?
Ja, hast du!Jeden zweiten Monat findet am ersten Dienstag der Poetry Slam „Slam ohne Grenzen“ statt. Einmal im Quartal gibt’s eine Kleidertauschbörse, regelmäßige Kinderdiscos, da läuft kein Rolf Zukowski sondern auch Punk Rock – wir nennen es mal musikalische Früherziehung. Unregelmäßig finden Kneipenflohmärkte oder Platten-/CD- Flohmärkte statt.

Bei den Konzerten: wie sieht die Nachfrage aus? Wer macht das Booking, was gibt es für Prinzipien?
Vom Prinzip her, das hab ich ja schon erwähnt, gibt’s aus Überzeugung kein Pay to Play. Eigentlich kann jeder vom Team mal eine Show machen aber dauerhaft sind Marnix und ich diejenigen, die das Booking machen. Darüber hinaus haben wir die „Schäl Sick“ als eigene Konzertgruppe, die sich gegründet haben, weil sie zum einen Bock auf gute Konzerte haben und zum anderen weil sie das Limes geil finden und uns mit Konzerten supporten wollen. Das macht ca. ein Drittel unserer Shows aus.

Euer Getränkeangebot: Was sind die Besonderheiten? Wie wählt ihr aus z. B. Astra vom Fass, Fritz – das Mineralwasser?
Da wir eine FC St. Pauli Fankneipe sind, standen vom ersten Tag an Astra und Fritz fest. Viva con Aqua als Mineralswasser stand auch sofort fest, da ich die VcA-Zelle Köln mit gegründet habe und das Limes auch schon etliche tausend Euro als Spende für VcA durch Konzerte erwirtschaftet hat. Ansonsten haben wir ein recht breites Angebot an Biersorten und versuchen auch so günstig wie möglich zu bleiben, da uns bewusst ist, dass sich unser Laden in Mülheim und nicht in Marienburg oder Ehrenfeld befindet.

Warum gebt Ihr Antifa Gruppen wie jetzt A.U.A, Aktivistische Unabhängige Antifa unentgeltlich den Raum für regelmäßige Treffen?
Weil wir als Kneipe so weit Links positioniert sind, dass da nur noch die Wand kommt und es nach wie vor wichtig und richtig ist, den Arsch hoch zu kriegen und was zu tun. Leute die nur dumm rumlabern und nichts tun gibt’s genug.

Wo gibt es im Alltag Probleme?
Ständige Gesetzänderungen wie, z.B. der Raucherschutz, anstrengende Buchhaltungsvorschriften für Kneipen und die Bürokratie überhaupt. Penetrante und ständige Gema-Preiserhöhungen, die kleinen Läden wie uns das Leben schon dauerhaft schwer machen. Ne Zeit lang gab es vor ein paar Jahren Fascho-Stress, den wir aber geklärt haben.

Warum fühle ich mich im LIMES wie auf St. Pauli?
Da man sich ja nur einmal in seinem Leben für einen Fußballclub entscheidet, ist es vom Inventar, Jolly Roger Fahne, Pauli Fahnen her ziemlich offensichtlich, dass der Laden auch auf der Schanze sein könnte. Außerdem könnte es daran liegen, dass ständig Leute mit Astrapulle am Hals durch den Laden laufen. Ach ja, Die Öffnungszeiten sind im Winter und bei Konzerten: 19:00 Uhr bis Ende und im Sommer haben wir ab 20:00 Uhr geöffnet.

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #136 (Februar/März 2018)

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MATZE ROSSI

Matze Rossi gehört der Generation Punk an, die mit Ende 30 wieder dort angekommt, wo sie mit Anfang zwanzig schon einmal war. Wilde Träume, ein brennendes Herz, auf Bühnen zuhause (bei ihm waren es die fast mystisch verehrten Tagtraum, mit denen ... mehr