Interviews & Artikel : ITALIAN 80’S HARDCORE PUNK :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

ITALIAN 80’S HARDCORE PUNK

Die italienischen Hardcore-Punkbands dürften mit am einflussreichsten für die nordeuropäische Szene gewesen sein, zumindest aus deutscher Sicht. Anlässlich der berüchtigten Chaostage in Hannover im August 1984 entschied sich ein Haufen italienischer Punks, daran teilzunehmen. Es handelt sich um eine Gruppe von 30 bis 35 Punks, die von Italien nach Norditalien und weiter nach Deutschland reisten. Darunter waren zwei Bands, NEGAZIONE und DECLINO, sowie zahlreiche andere Leute, die ebenfalls in Bands spielten. Ihr Plan: Vier Shows innerhalb von 31 Tagen zu spielen. Denn das war die Geltungsdauer eines Interrail-Tickets während der Achtziger Jahre.

Sie spielten in Deutschland in Bielefeld und Berlin, in Dänemark in Kopenhagen und in Holland in Amsterdam. Die deutsche Punk-Szene war zu dieser Zeit in einer sehr schlechten Verfassung. Die Punks waren oft nur noch besoffen und auf Zerstörung aus, und man musste schon einen Irokesen oder Stachelhaare haben plus Nieten und Leder, um überhaupt akzeptiert zu werden. Natürlich hatte die amerikanische Szene einen ersten Einfluss, aber 1984 waren noch nicht viele amerikanische Bands hier auf Tour. Doch dann kam diese Invasion italienischer Punks – wild, direkt und absolut kompromisslos, sie trugen zerrissene Jeans, Turnschuhe und Bandanas.

Im AJZ Bielefeld, nur rund 100 Kilometer von Hannover entfernt, fand am Vorabend der Chaostage das Konzert der beiden italienischen Bands statt, gemeinsam mit DISORDER aus UK. Doch wir drängten die Cops zurück, die große Eingangstür wurde geschlossen und kein Bulle konnte mehr rein ... und das Konzert ging weiter. Am nächsten Morgen „öffneten“ die italienischen Punks einen Zigarettenautomaten in der Nähe des AJZ Bielefeld und verteilten die Kippen unter uns Punks. Das Geld aus dem Automaten wurde verwendet, um für alle etwas zu essen zu besorgen. Später, in Hannover, wurden wir permanent von den Bullen durch die Innenstadt und die umliegenden Parks gejagt. Es war eine widerliche Atmosphäre, aber auch Adrenalin pur, und wir hatten die brutalen Übergriffe der Polizei bald satt. Am späten Nachmittag saßen wir gerade auf einer Wiese im Glocksee-Park, gleich neben uns ein Haufen Italiener, als die plötzlich aufsprangen und laut schreiend in Richtung der ersten Polizeilinie rannten. Dabei machten sie ein Höllenlärm, andere Punks standen auf und folgten ihnen. Und so war es eine Gruppe von mindestens achtzig bis hundert Punks, die auf die Bullen zusteuerten. Die ersten Polizisten wurden weggetreten und umgerannt, während der Rest zurückgedrängt werden konnte. Natürlich kamen dann noch mehr Bullen und das alte Spiel fing wieder von vorne an – wir wurden durch die Stadt gejagt.

Nie vergessen werde ich eine spezielle Szene einige Stunden später. Ein Motorradpolizist fuhr auf eine Gruppe von Punks zu, ziemlich schnell und dann nahe an ihnen vorbei, um sie so zu zwingen zurückzuweichen. Dann wendete er und kam zurück. Plötzlich ... Smack! Ein italienischer Punk trat den Wichser vom Motorrad. Der Cop stand auf, zog seine Waffe und ging auf uns zu. Scheiße, aber es ging ein Steinhagel auf ihn nieder, also ist er gerannt wie ein Hase.

Nicht nur ich habe diese italienischen Punks getroffen, die bei uns einen so tiefen Eindruck hinterließen. Ein halbes Jahr danach, 1985, kamen NEGAZIONE noch einmal wieder und stellten fest, dass sich in Deutschland einiges verändert hatte. Die D.I.Y.-Szene war größer, es gab jede Menge neue Fanzines, Konzerte oder Plattenlabels. „Aktiv zu sein“ war nun das Ding, nicht mehr bloß rumhängen und saufen. Und man brauchte auch nicht mehr stundenlang vor dem Spiegel zu stehen, um wie ein Punk auszusehen. Punk schien auf einmal wieder gefährlich zu sein. NEGAZIONE und DECLINO waren die ersten italienischen Bands, die durch Deutschland tourten, gefolgt von RAW POWER, KINA, CHEETAH CHROME MOTHERFUCKERS, INDIGESTI, MANIMAL, STINKY RATS, WRETCHED, LANICA FIAMME und vielen anderen. Bis heute bin ich mit zahlreichen Leuten aus Italien in Verbindung geblieben, und aktuell gibt es auch in Italien selbst wieder ein steigendes Interesse an italienischem Punk, was in den letzten Jahren zu diversen Band-Reunions geführt hat. Auch einige alte Platten wurden wieder neuaufgelegt. Für die folgende Bestandsaufnahme der italienischen Hardcore/Punk-Szene seit den Achtzigern half mir ein weiterer italienischer Freund, Marco Garripoli von F.O.A.D. Records, der seit 1986 einen gut sortierten Mailorder betreibt, mit Informationen aus über zahlreiche italienische Bands, oder er stellte den Kontakt her zu ehemaligen Mitgliedern dieser feinen alten Bands.

 


DIE ANFÄNGE

Es scheint, als dass die Anzahl der Punk- und Hardcore Bands in den Achtziger Jahren in Europa schier unüberschaubar war. Bei Punk ging es ja auch darum, dass es kein abgeschlossenes Musikstudium brauchte, die Musik war einfach und direkt. Die Motivation für viele unserer Bands war, auf diese Weise ihrer Wut und Aggression laut und unvermittelt Ausdruck zu verleihen. Der Sound und die Texte waren unsere Art, um gegen die Scheiße, die um uns herum passierte, zu protestieren. Natürlich gab es auch Bands, bei denen der Spaß im Mittelpunkt stand oder das Verherrlichen von „Freund Alkohol“. Im Grunde brachte aber in den meisten Fällen der beschissene Zustand der Gesellschaft und die politischen Entwicklungen und Trends, die Punks dazu, eigene Bands zu gründen und aktiv zu werden. Anfang der Achtziger mangelte es jedoch an Auftrittsmöglichkeiten für die meisten jungen Punk- und Hardcore-Bands, da es fast nur kommerzielle Clubs gab. Also bauten die Bandmitglieder sowie zahlreiche Leute aus der Szene eine eigene Infrastruktur auf, die es ermöglichte, Hardcore-Punk-Shows zu organisieren und auf Tour zu gehen, daraus resultierte ein intensiver Austausch mit ähnlich denkenden Menschen in anderen Städten und oder auch Ländern. Viele dieser Freundschaften quer durch die europäische Punk-Szene, die während dieser Zeit geschlossen wurden, halten bis heute. Daher fragte ich einige Mitglieder alter beziehungsweise noch aktiver italienischer Bands, wie bei ihnen in den frühen Achtziger Jahren alles losging.

Marco Mathieu, NEGAZIONE (Bass)

Ich spielte vorher zusammen mit Zazzo, unserem Sänger, in einer anderen Band namens ANTISTATO, und der Name deutet es schon an, wie wir zu der politische Situation um uns herum standen. Wir sahen Anarchie als unsere Form des Protestes und der Rebellion, als einen Weg, Hass und Wut auszudrücken. Wir waren jung und wütend und wollten laut schreien, weil gegen Ende der Siebziger Jahre in einer großen Industriestadt wie Turin unser Alltag geprägt war von Heroinabhängigkeit und polizeilicher Repression gegen jede politischen Bewegung, die auf der Straße stattfand. Punk war etwas, das aus uns selbst heraus entstand, das uns zusammenbrachte, und unser Ziel war es, schnelle und aggressive Musik zu spielen. Hardcore war der Weg, kein Zweifel!

Roberto „Tax“ Farano, NEGAZIONE (Gitarre)

Die Band startete Anfang 1983, während die Szene in Turin schon ein Jahr früher entstand. Damals war ich in einer anderen Band namens 5° BRACCIO [vertreten auf der „Papi, Queens, Reichkanzlers & Presidennti“-Compilation-7“ von 1982, Anm. Autor] und gerade 16 Jahre alt. Die anderen waren älter und hatten bereits einen politischen Background, wobei es vor allem um Anarchie ging. Damit waren wir ein Spiegel der Szene, die Junge, Alte und Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten zusammenbrachte, die alle von dieser rohen Begeisterung für Musik und Rebellion angezogen wurden. Nach einer Weile erschien uns das ganze „Fuck the system“-Geschreie auf Dauer etwas widersinnig und langweilig, so dass der Schlagzeuger von 5° BRACCIO und ich uns mit Marco und Zazzo zusammentaten, um schneller zu spielen und unsere Wut mit unseren eigenen Worten auszudrücken. Und so sind wir zum Hardcore gekommen.

Antonio Cecchi, CHEETAH CHROME MOTHERFUCKERS (Gitarre)

Wir gründeten die Band Ende 1978, da gab es bei uns noch gar keine Szene, wie du dir vorstellen kannst, und auch sonst nirgendwo in Italien. Wir waren vielleicht nicht die erste Hardcore-Band in Italien, aber eines ist sicher: wir kannten sonst niemanden mit einem vergleichbaren Sound. Die ursprüngliche Besetzung bestand aus Dome la Muerte an der Gitarre, Syd Migx am Mikro, Vipera am Schlagzeug und ich am Bass. Das ist das Line-up, mit dem wir alle unsere Platten aufgenommen haben, ausgenommen „Into The Void“ und „Live @ SO36“. Als Dome aufhörte, wechselte ich an die Gitarre und Sandro übernahm den Bass. Wir haben unseren Bandnamen von einem italienischen Comic-Strip, denn wie konnten wir wissen, dass Cheetah Chrome Leadgitarre bei den DEAD BOYS spielte? Ich hatte außerdem schon immer mal in einer Band namens THE MOTHERFUCKERS gespielt und wir haben das einfach nur aus Spaß miteinander kombiniert. Und als die Leute uns schon unter diesem Namen kannten, war es zu spät, um ihn zu ändern.

Mauro Codeluppi, RAW POWER (Gesang)

Offiziell ging es 1981 los, aber bevor es RAW POWER gab, spielten einige Mitglieder der Band bereits zusammen als OFF LIMITS. Nun, ich war der Überzeugung, dass die Bühne ein Ort ist, wo du einfach alles machen kannst, was du willst, selbst wenn es etwas Dummes ist, und keiner sagt etwas dagegen. Und wo du endlich all das aussprechen konntest, was du in einem Gespräch normalerweise sonst nicht sagen würdest ... Aber auf der Bühne konnte ich es und das war auch meine Rolle in der Band. Die anderen kümmerten sich um die Musik und ich schrieb die Texte. Ansonsten stand diese Bewegung natürlich immer für Freiheit und Spaß.

Marco Laguzzi, PEGGIO PUNX (Gitarre)

Anfang der Achtziger Jahre hatte Alberto, unser Sänger, eine Radiosendung, wo er Punk und New Wave aus den USA und Großbritannien spielte. Also beschlossen wir aus Spaß, eine Band zu gründen. In einer kleinen Stadt wie Alessandria fingen die Leute bald an, über die Band mit diesem seltsamen Namen zu reden, den wir überall auf die Häuserwände gepinselt hatten. Paolo, unser Bassist, kommt ursprünglich aus dem Jazz-Rock und dann fanden wir mit Federico noch einen jungen Kerl, der eigentlich POLICE-Fan war, aber auch ein großartiger und mitreißender Schlagzeuger.

Gianpiero Capra, KINA (Bass)

Wir begannen im Dezember 1982 zu spielen. Ursprünglich waren wir fünf Leute, nach zwei Monaten verließ uns der zweite Gitarrist, und wir machten ein halbes Jahr als vierköpfige Band weiter, bis dann auch der Sänger ausstieg. Im September 1983 waren wir dann nur noch zu dritt, Sergio am Schlagzeug, Alberto, Gesang und Gitarre, und ich am Bass. Wir sind seitdem ein Trio geblieben, jeder von uns spielte ein Instrument und sang. In den ersten Monaten war es sehr schwierig, gleichzeitig zu spielen und zu singen. Wir mussten es erst lernen, aber nach einer Weile waren wir daran gewöhnt und entwickelten unseren eigenen Stil als eine Punkband mit persönlicher Note.

Richard, WARFARE und EU’S ARSE (Gesang)

Herzlich willkommen in der Heimat des Wahnsinns. Gegründet wurden EU’S ARSE und WARFARE bereits 1981. Ich war zusammen mit Pierlu und Fabio früher bei WARFARE. Punk hat unser Leben verändert und so haben wir uns entschieden, das selbstbestimmt zu tun. Dann war da ein Typ – heute nennt man Personen wie ihn „Promoter“ –, der einen besonderen Gig für unsere kleine Stadt gebucht hatte, DEAD KENNEDYS spielten auf ihrer ersten und einzigen Italientournee bei uns in Gorizia. Im Vorprogramm absolvierten wir unseren ersten Auftritt, eine Mischung aus peinlichem Lärm und totaler, unkontrollierbarer Energie, vor 5.000 Leuten, die aus ganz Italien und dem ehemaligen Jugoslawien angereist waren. Später spielten wir dann nur noch Konzerte vor maximal 200 Leuten.

Boffo, UPSET NOISE (Bass)

UPSET NOISE war die Band von ein paar Freunden von mir. Fabry, der später für NEGAZIONE Schlagzeug spielte und leider 2011 gestorben ist, und ich waren schon länger befreundet. Dann beschloss Giorgio, ihr Bassist, Selbstmord zu begehen, und Fabry hat mich gefragt. „Klar“, habe ich ja gesagt. Mein Einstand in der Band war dann unsere Split-Veröffentlichung mit WARFARE „Vi Odio / Warfare?“ im Jahr 1984: HC sei sato il primo amore rules – Hardcore war meine erste Liebe!

Marzio „Mungo“ Bertotti, DECLINO (Gitarre)

DECLINO begannen 1982. In den ersten Jahren gab es mehrere Line-up-Wechsel, hauptsächlich verschiedene Sänger, bis wir mit Silvio am Bass, Orlando am Schlagzeug, Sandro am Mikro und Max an der Gitarre eine stabile und erste „offizielle“ Besetzung hatten. 1984, nach dem Ausscheiden von Orlando und Max, gab es dann die zweite Hauptbesetzung mit Tax, damals hieß er noch Takkop, später Gitarrist bei NEGAZIONE, der ans Schlagzeug wechselte und mir, Mungo, an der Gitarre. Die Band löste sich im Frühjahr 1985 auf. Der Name DECLINO stammte von dem Film „The Decline of Western Civilisation“, den wir alle sehr mochten. Wir wollten unbedingt eine Rolle spielen bei der Auflösung dieser Gesellschaft, dieser beschissenen westlichen Zivilisation. Wir haben unseren Teil getan. Obwohl, nicht genug – noch nicht.

Stefano Ciaccone, FRANTI (Tenorsaxophon)

Die Band wurde an der Hochschule von drei Leuten gegründet. Nach einer Weile stießen Vanni als Gitarrist und Lalli als Sänger zu uns. Das umfasst eine recht lange Zeitspanne von 1979 bis 1982.

Spartaco Sarno, STINKY RATS (Schlagzeug)

Ich erinnere mich nicht mehr genau, wie es bei uns war. Wahrscheinlich habe ich einige Mitglieder bei einem Punk-Konzert kennen gelernt und wir haben beschlossen, eine eigene Band zu gründen, aber ich kann es nicht mehr wirklich sagen.

Fabietto, WRETCHED (Bass)

WRETCHED kamen 1982 in Mailand auf die Welt, in den Mauern des historischen Virus-Squat. Ein Ort, an dem wir unsere individuellen anti-militaristischen Vorstellungen umsetzen und gegen jede Form von staatlicher Unterdrückung kämpfen konnten. Inspiriert von Bands wie DISCHARGE und CRASS tourten wir durch Deutschland, Holland, Dänemark und England.

Rudy Medea, INDIGESTI (Gesang)

Wir begannen Ende 1980 und spielten kurz darauf unser erstes Konzert in Vercelli. Damals hingen wir fast jedes Wochenende im Virus-Squat rum, einem autonomen Zentrum in Mailand. Von dort gingen viele Aktivitäten in Mailand aus, und die Hardcore-Punk-Szene entwickelte sich und wurde richtig groß. Es waren immer viele Leute da, es gab viele Shows und immer wieder neue Gruppen. Neben uns waren da noch andere Bands, die zur gleichen Zeit angefangen haben, wie WRETCHED, KINA, DECLINO, RAW POWER, NEGAZIONE, IMPACT, RAPPRESAGLIA oder CRASH BOX. Und das waren für uns nicht „nur“ Bands. Mit den meisten Mitgliedern waren wir befreundet. Echte Freunde, nicht bloß diese Art von „Konzertbekanntschaften“.

Gigo, IMPACT (Schlagzeug)

Der ursprüngliche Kern bestand aus Janz, seinem Bruder Max, genannt Bistek, und mir, das war so Ende 1979. Wir kannten uns seit der Grundschule, aber waren erst seit ein paar Jahren enger befreundet. Bistek und ich hörten Janz immer samstags im Keller mit ein paar anderen Jungs proben. Es schien ein irres Ding zu sein. Also beschlossen wir, auch eine Band zu gründen. Uns war längst aufgefallen, dass Janz ein experimentierfreudiger Gitarrist war; Bistek konnte ein wenig Gitarre spielen – wobei sich später herausstellten sollte, dass er ein besserer Bassist war – und mir war klar, dass ich Schlagzeug spielen konnte, obwohl ich vorher nie ein Drumset auch nur angefasst hatte. Anfangs benutzten wir die Instrumente der Blues-Band meines Bruders, mit der wir uns einen Proberaum im Keller unseres Hauses teilten. Ajax, der erste Sänger, kam etwa ein Jahr später dazu, als wir bereits ein kleines Repertoire an eigenen Songs hatten. Er fand auch den Namen für die Band: IMPACT. Nach unserem ersten Konzert in Ferrara 1981 kamen wir mit der Szene in Bologna in Kontakt, wo Bands wie NABAT, RAF PUNK, ANNA FALKS, STALAG 17, SOTTOCULTURA und andere seit einer Weile aktiv waren, sich in der Hausbesetzerszene engagierten und in einem Umfeld bewegten, das anarchistische Gedanken verbreitete und an vielen politischen Initiativen beteiligt war. Dank dieser Menschen entdeckten wir, dass wir nicht allein im Universum waren, und dass wir mit unserer individuellen Interpretation von Punkrock – vielleicht auch gerade wegen der Isolation, in der wir bis dahin in Ferrara gelebt hatten – etwas erschaffen hatte, das es vorher im Punk nicht gab, so ähnlich, wie es vielen anderen italienischen Bands dieser Jahre ergangen war. Italien hatte eine ureigene Version von dem entwickelt, was später als „Hardcore-Punk“ bezeichnet wurde, die sich deutlich vom Rest der Welt unterschied. Nach dem Ausstieg von Ajax wechselten die Sänger bei IMPACT noch zweimal, für Infa nahmen wir unsere erste 7“ auf, eine Split-EP mit EU’S ARSE. Diego kam dann 1984 und übernahm den Bass, während Bistek ans Mikro wechselte. Janz, Bistek, Diego und Gigo war dann das Line-up, das wir – zusammen mit dem allerersten mit Ajax – als IMPACT betrachten. In dieser Besetzung entstanden unsere LP „Solo Odio“ und die EP „Attraverso L’Involucro“ und wir vier tourten durch Nordeuropa, was im Grunde für jeden von uns mit die bedeutendste Erfahrung mit IMPACT darstellt.

 


EINFLÜSSE

Niemand kann ernsthaft behaupten, dass er oder sie während des Erwachsenwerdens nicht von einer bestimmten Band oder Einzelperson auf die eine oder andere Weise beeinflusst wurde. Die Antworten auf die erste Frage zeigten die Gründe, warum die Leute in die Punkrock-Szene kamen. Aber welche Auswirkungen hatte das auf die Bandmitglieder? Welche Bands oder Einzelpersonen haben die verschiedenen Bands in Italien beeinflusst? Wie war es, in den Achtziger Jahren eine Band zu gründen? Was waren die Dinge, die den Bandenmitgliedern damals wichtig waren?

Boffo, UPSET NOISE (Bass)

Unser erster Einfluss war der englische Anarcho-Punk, Bands wie CRASS und RUDIMENTARY PENI. Das sind diese ganzen Bands aus der Hausbesetzerszene in London. Während meines ersten Aufenthaltes in London waren wir auf der Suche nach einem Squat. Als wir endlich eines gefunden hatten, war es von Skins besetzt ... und es endete mit einer Schlägerei. Die ganze Nacht durch liefen wir um den Block, um diese Bastarde zu finden, die Fabry an der Tür auf die Fresse gegeben hatten.

Antonio Cecchi, CHEETAH CHROME MOTHERFUCKERS (Gitarre)

Wir haben damals einfach jede Musik gehört, die als „Punk“ bezeichnet wurde, also hatten wir in diesem Sinne eigentlich keinen speziellen Einfluss. Aber als ein Freund „Group Sex“ von den CIRCLE JERKS gekauft hatte, damit zur Probe kam und sagte „Ich habe eine Platte von einer Band gekauft, die die gleiche Musik wie ihr spielt“, wurde uns bewusst, dass wir etwas spielten, das es auf der ganzen Welt gab. Jemand hatte dem sogar einen Namen gegeben: Hardcore. Ich habe diese Bezeichnung von Anfang an geliebt. Ich finde, sie passt immer noch perfekt auf das, was wir damals machten.

Stefano Ciaccone, FRANTI (Tenorsax)

Unsere Einflüsse waren vielfältig und verschieden, da war Jazz, freie kreative Musik, italienische Songwriter, aber auch kreativer Rock wie Zappa, Hendrix, JEFFERSON AIRPLANE, Nico oder HENRY COW. Wir liebten auch kreative italienische Musik wie AREA, STORMY SIX und PERIGEO.

Gianpiero Capra, KINA (Bass)

Wir verbrachten das erste Jahr damit, unsere ersten Songs zu entwickeln, aber wir spielten auch Cover von DEAD KENNEDYS, RAMONES, JAM, ADOLESCENTS, T.S.O.L. und CLASH. Eine ziemlich seltsame Mischung, aber so war das 1983.

Spartaco Sarno, STINKY RATS (Schlagzeug)

Meine musikalischen Einflüsse waren damals vor allem New-Wave-Bands wie THE SOUND, CURE, SIOUXSIE AND THE BANSHEES, aber auch CLASH und DEAD KENNEDYS. Da ich fast alle unsere Texte geschrieben habe, denke ich, dass meine Einflüsse offensichtlich sind, wenn man unsere Musik hört.

Marco Laguzzi, PEGGIO PUNX (Gitarre)

Am Anfang haben uns englischer Punk und Hardcore wie EXPLOITED, DISORDER, DISCHARGE und ANGELIC UPSTARTS beeinflusst.

Gigo, IMPACT (Schlagzeug)

Man muss bedenken, dass Italien in den Siebziger Jahren, wie auch Deutschland, eine Zeit großer Spannungen und blutiger sozialer Auseinandersetzungen erlebte, in der vor allem die jüngere Generation, also die vor der unseren, die Illusion hatte, den Kapitalismus, den bürgerlichen Staat und alles andere besiegen zu können. Leider waren diese Konflikte in die Falle des bewaffneten Kampfes getappt, der die Bewegung auffraß. Die meisten ihrer Ideale wurden so von innen her zerstört, von außen zusätzlich durch staatliche Repression und das Aufkommen von Heroin. Der blutigste und tragischste Moment von dem, was wir heute als „Anni di piombo“ kennen, war der Bombenschlag von Bologna im Jahr 1980 [Bei dem Anschlag am 2.8.1980 starben 85 Menschen, mehr als 200 wurden verletzt. Zunächst wurden die linksextremen Roten Brigaden beschuldigt, den Anschlag begangen zu haben. Die Ermittlungen verliefen jedoch im Sande. Nach sechs Jahren Ermittlung konnte jedoch Untersuchungsrichter Felice Casson nachweisen, dass es sich bei den Tätern um Neofaschisten handeln muss, die Kontakte zum italienischen Militärgeheimdienst pflegten. - die Red.]. Die Stadt war eines der Zentren dieser Kämpfe, vor allem in den Jahren 1977 und 1978, aber 1980, als die jungen Punks mit einem großen Bedürfnis, ins Geschehen einzugreifen, auftauchten, war es bereits vorbei. Unsere Generation kam ins Spiel, als der große Traum unserer großen Brüder in sich zusammenfiel. Ich glaube, das hatte unterbewusst einen entscheidenden Einfluss auf das, was über die Musik hinaus und später als Menschen im Leben wurden. Punk – der in diesem Kontext von einem anderen Planeten zu kommen schien – zeichnete durch seinen Sound und sein Artwork ein erbarmungsloses Porträt der Gesellschaft jener Zeit, wie auch eine Zukunftsvision. Ironischerweise können wir heute sagen, dass wir damals noch optimistisch waren. Obwohl wir noch recht jung waren, identifizierten wir uns sofort mit dieser illusionslosen Sicht auf die Welt, denn das passte noch am ehesten zu dem, was um uns herum geschah. Mehr als in der Musik der SEX PISTOLS, RAMONES, DAMNED, STIFF LITTLE FINGERS, DISCHARGE, CIRCLE JERKS, BLACK FLAG oder in den seltenen Schallplatten tausender anderer Bands, die wir in diesen Tagen entdeckten, glaube ich, dass die Ursprünge unserer Musik deshalb in der Realität, in der wir geboren und aufgewachsen sind, gesucht werden müssen.

Marzio „Mungo“ Bertotti, DECLINO (Gitarre)

Obwohl wir immer versucht haben, mit unserem Sound, unsere Texten eine eigene Marke zu sein, kann ich nicht leugnen, dass wir alle von anderen Bands „beeinflusst“ worden sind, vor allem weil wir sie alle mal gehört haben. Einige Namen? Am Anfang waren es sicherlich frühe amerikanische Punk- und Hardcore Bands wie BLACK FLAG, T.S.O.L., ADOLESCENTS, BAD BRAINS oder GERMS, aber später hörten und mochten wir Bands aus Washington, DC wie MINOR THREAT, FAITH, BEEFEATER, RITES OF SPRING oder DAG NASTY. Andere Bands, die uns beeinflusst haben, waren MDC, SUICIDAL TENDENCIES, ARTICLES OF FAITH. Damals war die Grenze zwischen den verschiedenen Punk-Stilen noch nicht so klar, genauso wenig wie Hardcore, Punk oder New Wave klingen sollten. Also hörten wir alle auch andere Sachen, wie JOY DIVISION, CONTORTIONS, KILLING JOKE, PERE UBU und so weiter. Persönlich hatte ich schon immer eine „zweite“ Leidenschaft für Reggae.

Mauro Codeluppi, RAW POWER (Gesang)

Mein älterer Bruder hörte als Teenager ständig Musik und das war Ende der Siebziger, Anfang der Achtziger Jahre viel Rock, Hardrock und später dann Heavy Metal. Er mochte hauptsächlich Bands aus Kalifornien, aber auf unser Ostküstentour begannen wir vom ersten Moment an, uns auf diesen neuen Sound und dieser völlig neuen Einstellung einzulassen, und das hat uns extrem begeistert, ab da ging es bei uns richtig los. Old-Style-Rock gemischt mit einem Hauch von Metal, aber im Hardcore-Stil.

Richard, WARFARE und EU’S ARSE (Gesang)

Es gibt eine sehr einfache und offensichtliche Antwort: DISCHARGE!

 


DIE HEIMATSTÄDTE

Die Aktivitäten innerhalb der europäischen Hardcore-Punk-Szene nahmen Mitte der Achtziger Jahre explosionsartig zu. Wie ein Virus breitete sich das Interesse an Bands, Fanzines, Plattenlabels in zahlreichen Städten aus. Städte wie Berlin, Mailand, Hamburg, Amsterdam, Amsterdam, Torino, Oslo, Kopenhagen, Pisa oder Nottingham hatten eine so große Anziehungskraft entwickelt, dass bald es allgemein üblich war, dass man einfach mal überall hinfuhr. Egal wohin man auch unterwegs war, auch wenn man die Menschen an einem neuen Ort nicht kannte, es existierte überall ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Es war berauschend zu entdecken, dass es überall in Europa Punks gab, die auf ähnliche Weise wie man selbst dachten, fühlten, tranken und liebten.

Eine Reise in andere Städte oder Länder zu unternehmen, um befreundete Punks und Bands zu treffen, war für viele von uns ein echtes Highlight. Es war ganz einfach, mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und Freundschaften zu pflegen. Dies war ein Prototyp eines sozialen Netzwerks, Jahrzehnte vor dem Computer-Zeitalter. Die Gastfreundschaft war meistens großartig. Diese Art des Reisens machte es möglich, andere Städte und Länder auf einem Low-Budget-Niveau zu erkunden, und oft wurdest du von den Familien, die du besuchtest, „adoptiert“.

Im Sommer 1983 ermöglichte mir ein billiges Interrail-Ticket, Freunde in ganz Deutschland zu besuchen, während ich 1984 dann den Radius meiner Reisen auf verschiedene westeuropäische Länder ausdehnte. Eigentlich hatte ich noch nicht viele Sightseeing-Touren gemacht, aber ich konnte Konzerte sehen oder viele coole Squats und Konzertsäle besuchen, wo ich eine Menge interessanter Leute und Bands traf. Wie lebte es sich eigentlich in den italienischen Städten und Regionen? Welche Squats oder Konzerthallen waren wichtig, welche Bands spielten dort?

Cecchi, CHEETAH CHROME MOTHERFUCKERS (Pisa)

Unser „Debütauftritt“ war hier in Pisa in einem Gebäude, das früher der US-Armee gehört hatte. Nachdem die Soldaten weggezogen waren, wurde es durch Freunde von uns, die arbeitslos waren, und ihre Familien besetzt und man beschloss, eine Party zu veranstalten. Wir hatten die Ehre, dort zu spielen. In den kommenden Jahren hatten wir zwei legendäre Squats hier: Das Victor Charlie, Gastgeber für Bands wie PORNO PATROL, INDIGESTI, KINA, NEGAZIONE oder TOXIC REASONS, und das Macchia Nera Squat, wo SOUNDGARDEN oder ROLLINS BAND auftraten. Im Moment gibt es ein brandneues Squat namens Rebeldia, das seit sechs Jahren existiert und das Shows für Bands veranstaltet, aber ich bin in keiner Band mehr aktiv. Ich kümmere mich dort aber um die Kletterwand.

Marco Mathieu, NEGAZIONE (Turin)

Der Name des hiesigen Squats war Virus, und es war entscheidend für alles, was geschah und auch für das, was folgte. Dort trafen sich Menschen aus ganz Italien, um an Konzerten teilzunehmen und dabei zu erfahren, wie man Häuser besetzt und wie D.I.Y.-Leben funktionieren kann. Hardcore existierte zu dieser Zeit völlig außerhalb des kommerziellen Marktes, so dass es an uns war, eine Alternative aufzubauen.

Roberto „Tax“ Farano, NEGAZIONE (Turin)

Das Virus war ein Vorbild in ganz Italien. Die Idee wurde in vielen anderen Städten aufgenommen, um ähnliche Orte zu aufzubauen, wo man sein eigenes Ding machen konnte. Diese Squats waren ein sehr wichtiger Schritt für den D.I.Y.-Lifstyle. Über Jahre wurden Häuser besetzt. Und obwohl viele Squats oft nur kurz existierten, da sie nach nur wenigen Tagen oder Monaten geräumt wurden, ging von ihnen definitiv etwas Wichtiges aus.

Richard, WARFARE und EU’S ARSE (Gorizia und Udine)

Ich bin in Gorizia aufgewachsen, einer hübschen kleinen Stadt an der italienischen Grenze zu Jugoslawien. Mein Vater ist Italiener und meine Mutter ist Slowenin. Es war nicht leicht, dort zu leben, wegen der Angst vor der jugoslawischen Armee, der berüchtigten J.N.A.! Italiener wurden dazu gebracht, Jugoslawen zu hassen, und Jugoslawen, Italiener zu hassen. Das war also ein besondere Zeit in meinem Leben und dem vieler anderer. Dann kam der Fall der Berliner Mauer und Slowenien wurde unabhängig. Zur Punk-Szene: In Gorizia gab es wegen der vielen Polizisten und der hier stationierten Soldaten nie eine Hausbesetzung, vielleicht lag es auch daran, dass wir nur drei, vier Punks hier waren, haha. Also beschlossen wir, die Hausbesetzerszene in Udine zu unterstützen. Die Zusammenarbeit war erfolgreich und das Centro Sociale Autogestito, kurz C.S.A., in der Via Volturno konnte sich eine lange Zeit halten.

Stefano Ciaccone, FRANTI (Turin)

Turin war und ist eine Industriestadt. Die ersten Hausbesetzungen gab es schon 1977, und durch die radikale linke Bewegung gehörten wir dazu. Es gab keine Räume für Konzerte. Punk-Squats kamen erst später, eher Mitte oder Ende der Achtziger Jahre.

STINKY RATS (Turin)

Zu der Zeit, als ich noch in der Schule war, ich war 17 oder 18 Jahre alt, war die Situation in Italien aufgrund der innenpolitischen Situation wirklich hart. Es war die Zeit, als die Roten Brigaden Terror unter dem Establishment verbreitete, also gab es überall Polizei und wie immer waren sie besonders mutig gegenüber jungen Leuten, besonders gegenüber auffälligen Leuten wie uns. Gleichzeitig hatten wir als Schüler große Probleme mit der Schulleitung, deshalb streikten wir fast jede Woche und versuchten, etwas zu ändern.

Marzio „Mungo“ Bertotti , DECLINO (Turin)

Die Hardcore-Szene war „klein“ und bestand hauptsächlich aus uns, also DECLINO und NEGAZIONE, sowie ein paar Freunden. Aber es gab eine gute, ziemlich große Punk-Szene. Wir haben zusammen herumgehangen und eine Menge Sachen gemacht, von der Organisation von Gigs bis hin zu politischen Demonstrationen, dem Versuch, irgendetwas zu besetzen, oder Aktivitäten wie Fanzines, Platten oder ähnliches. Bei den Bands erinnere ich mich an KOLLETTIVO, eher CRASS-orientiert, CONTRAZIONE, anarcho-militanter Punkrock , 5° BRACCIO, die wichtigste, einflussreichste Band für viele andere, BLUE VOMIT, später NERORGASMO und noch später IFIX TCHEN TCHEN, eine 77-Punkrock-Band, BELLIAL, sehr interessanter Crossover aus Blues/Country und GUN CLUB, FRANTI, eher rockorientiert, aber sehr präsent in der Szene, D.D.T., Punk/Hardcore, und viele andere, die nie mehr als ein selbstproduziertes Tape veröffentlicht haben. Unsere Region, der Nordwesten Italiens, brachte auch drei weitere großartige und wichtige Bands hervor: INDIGESTI aus dem Biella/Vercelli-Gebiet waren eine sehr gute und schnelle Hardcore-Band, an BAD BRAINS und SUICIDAL TENDENCIES orientiert, mit künstlerischen Texten und exzellenten Platten, ihr letzter Release „In Disparte“ wurde im Jahr 2000 veröffentlicht. Dann KINA aus Aosta. Ich schätze, ihr kennt sie beide auch deswegen, weil sie in Europa – eigentlich waren INDIGESTI auch in den USA unterwegs – und in Deutschland viele Male auf Tour waren. Und nicht zuletzt gab es PEGGIO PUNX aus Alessandria.

Marco Laguzzi, PEGGIO PUNX (Alessandria)

Vielen Dank an PEGGIO PUNX und ihre Anhänger, wir fragten die Stadt nach einem Ort, an dem es möglich war, unser Zeug aufzunehmen, für uns und für alle nicht-kommerziellen Bands. Und wo unsere Band und alle anderen kostenlos üben konnten. Wir nannten es „Subbuglio“. Wir haben dann auch angefangen, dort Konzerte zu veranstalten, und viele Leute kamen aus ganz Norditalien! Wir haben ein echtes „Netzwerk“ geschaffen. Es war die Zeit von Tschernobyl, also richteten sich die meisten unserer Kämpfe gegen den nuklearen Wahnsinn.

Spartaco Sarno, Mauro Codeluppi, RAW POWER (Poviglio)

Ich denke, als wir anfingen, waren wir die Szene, dann es gab nur ein paar andere Bands. Es fing langsam an, schließlich spielten wir aber auch Shows in größeren Städten und nicht nur in kleinen Bauerndörfern mitten im Nirgendwo wie bei uns. Wie ich schon sagte, in Großstädten wie Mailand, Rom, Turin, Pisa hatte sich die Szene schon gut entwickelt, aber es war ein sehr enger Kreis.

Gianpiero Capra, KINA (Aostatal)

Wir lebten in Aosta. Das ist eine sehr kleine Stadt in den italienischen Alpen. Eigentlich war da gar nichts. Keine Bands, keine Squats, nicht einmal ein einziger Plattenladen, um etwas von unseren Lieblingsbands zu kaufen. Ich habe in Turin studiert, und ich habe immer die Verbindung zur Hardcore-Szene von Turin gehalten. Nach einer Weile schien es so, als wären wir eine Turiner Band, und es stimmte, unsere engsten Freunde lebten alle in Turin, und unsere erstes Konzert war dort zusammen mit anderen Bands, die auch ihre ersten Show spielten. Bands wie NEGAZIONE, DECLINO, INDIGESTI, CONTRAZIONE, KOLLETTIVO und BLUE VOMIT kamen alle aus Turin.

Boffo, UPSET NOISE (Triest)

Wir kamen aus Triest, einer netten, aber nicht gerade weltoffenen Stadt nahe der Grenze zu Slowenien. Damals haben wir ein historisches Konzert mit WRETCHED, EU’S ARSE, UPSET NOISE und WARFARE organisiert. Das Konzert fand auf dem Hauptplatz unserer Stadt statt, unterstützt von einer Gruppe Anarchisten. Ansonsten war es „trist“ in Triest.

Gigo, IMPACT (Ferrara)

Heute präsentiert sich die Stadt, in der wir leben, ganz anders als in den Achtziger Jahren. Wo mal eine Szene war, tendiert es heute gegen null. Die wenigen Überreste der Szene, die noch vorhanden sind, sind perfekt „institutionalisiert“, auch wenn es von außen nicht so aussieht.

 


SQUATS, AUTONOME ZENTREN, LINKE KULTURRÄUME

Ein wichtiges Merkmal der linken Kultur ist die Gründung und Erhaltung von D.I.Y.- und Freiräumen. Die Anfänge der Hausbesetzerszene gehen auf die frühen Siebziger Jahre zurück. Einige Jahre später begannen die Punks, den Raum zu übernehmen, der von den Hippies nicht mehr genutzt wurde. Eigentlich haben die Hippies also den Boden für unsere Szene bereitet, obwohl viele Punks die Hippies hassten. Die frühen Hausbesetzer waren meistens darauf ausgerichtet, eigene Wohnungen und Raum für ihren alternativen Lebensstil zu bekommen. Heutzutage geht es vor allem darum, Orte wie Squats oder autonome Zentren zu erhalten, in denen jede Art von sozio-kulturellen Alternativen möglich sind. Die Geschichte jedes einzelnen Hauses zeugt von der unvergleichlichen Energie und Fantasie der beteiligten Menschen. Worum es geht, ist Selbstverwaltung. Alle vorstellbaren elementaren Bedürfnisse konnten umgesetzt und befriedigt werden. Diese selbstverwalteten Häuser boten Raum für eine Vielzahl von Aktivitäten: Cafés oder Kneipen wurden eingerichtet, es gab Räume für die verschiedensten politischen Gruppen und auch Übungsräume für Bands.

Ebenso konnten auch verschiedene Gruppen ihre eigenen Partys oder alternative Theatersabende veranstalten. Die Räumlichkeiten wurden auch für kreative Arbeiten genutzt, wie zum Beispiel für Siebdruckwerstätten und Druckereien, Fotografie, Holzschnitzereien oder Kunst. Außerdem hatten viele dieser Häuser auch ihre eigenen „Infoläden“, in denen linke Literatur verkauft wurde. Als Beispiel möchte ich aus der Selbsterklärung des Juzi (Jugendzentrum) in Göttingen zitieren: „Das Verbindende ist eine Verweigerung gegenüber dem auf Geld und Verwertbarkeit ausgerichteten Einheitsbrei – die Palette der Meinungen und Stile ist vielfältig, streitbar und nicht immer einfach. Das Juzi versteht sich als antifaschistisch und antisexistisch. Es hat den Anspruch, in politische Belange einzugreifen – was mal besser und mal weniger klappt. Das Juzi stand und steht in einem streitbaren Verhältnis zur herrschenden Politik.“. Die italienischen Squats und Zentren hatten ähnliche Strategien.

Antonio Cecchi, CHEETAH CHROME MOTHERFUCKERS

Während der Hardcore-Ära waren sämtliche Shows selbstverwaltet, und das war das Beste daran. Damals musste man nur irgendwo jemanden anrufen, um Konzerte zu arrangieren ... und meistens funktionierte es perfekt! GDHC stand für „Gran Ducato Hard Core“. Im Mittelalter war der Gran Ducato in der Toskana ein unabhängiger Teil Italiens, der sich gegen den römischen Papst auflehnte. GDHC war der Name unserer „Organisation“, was Schallplatten, Konzerte, Fanzine und Bands aus unserer Gegend umfasste.

Rudy Medea, INDIGESTI

Damals, Anfang und Mitte der Achtziger Jahre, hatte ich die beste Zeit meines Lebens im Virus-Squat in Mailand. Bis heute glaube ich, dass das Virus zu dieser Zeit die besten und vielleicht wichtigsten Hardcore-Bands Italiens hervorgebracht hat.

Marzio „Mungo“ Bertotti, DECLINO

Normalerweise haben wir Konzerte in einer Halle namens Vankiglia, eine Art Jugendzentrum, oder in Kinos und Schultheatern gespielt, mehr oder weniger wie in Washington, DC, wie man es auch im Film „American Hardcore“ von Steven Blush sehen kann. Wir haben auch Outdoor-Shows in Parks gemacht. Wir spielten in Squats in Mailand, Virus und Leoncavallo, in Bologna und in anderen Städten. In Turin gibt es heute drei große Squats, wo man normalerweise coole Shows sehen kann, plus noch ein paar kleinere.

Marco Laguzzi, PEGGIO PUNX

Am Anfang haben wir nur in Squats und sozialen Zentren gespielt. Es gab kein Internet, aber durch etliche Telefonate und Fanzine-Kontakte hatten viele Leute die Chance, von unseren Konzerten zu erfahren, auch wenn anfangs nicht so viele Leute zu unseren Shows kamen. Nachdem sich die Szene im Laufe der Jahre beträchtlich vergrößert hatte, traten wir vor ca. 5.000 Menschen in den Ruinen des Leoncavallo auf, das hier zu den größten Squats gehörte.

Stefano Ciaccone, FRANTI

Auftritte an diesen Orten bedeuteten uns fast alles. Wir konnten zusammenkommen, Musik und unsere Erfahrungen austauschen.

Gigo, IMPACT

In den Achtziger Jahren waren Autonomie oder D.I.Y. die Grundlage für jede Aktivität von IMPACT, obwohl wir, wie im Fall des sozialen Zentrums – oder Squat oder JUZ – von Via Ortigara zwischen 1983 und 1987 manchmal gezwungen waren, mit den lokalen Institutionen zusammenzuarbeiten, um bestimmte Ergebnisse zu erzielen, die ansonsten nicht erreichbar gewesen wären. Wir können sagen, dass das niemals auf Kosten unserer Integrität und unserer politischen Autonomie geschah. Heute sind wir leider gezwungen festzustellen, dass einige der übelsten Aspekte der modernen liberalen Kultur – noch grotesker in ihrer Konsequenz für die Armen – bereits Teile unseres Umfelds infiziert und korrumpiert haben. In Ermangelung alternativer Bewegungen überlebt das Prinzip der Autonomie heute nur als individuelles Konzept, das sich im alltäglichen Leben finden lässt. Sie ist es, die es uns erlaubt, der Kultur der Oberflächlichkeit, des Wettbewerbs und des vorherrschenden Egoismus sowie der Mehrheitsmeinung zu widerstehen, indem wir uns weigern, wann immer es möglich ist, mit denjenigen zusammenzuarbeiten, die wir als Feinde betrachten.

Gianpiero Capra, KINA

Diese Shows waren der Moment, als wir eine Szene aufbauten, wir lernten zusammenzuarbeiten und einander zu vertrauen. Und es war die einzige Möglichkeit, Konzerte zu veranstalten. In den Jahren 1982/83/84 hätten ein paar verrückte Jungs ansonsten in ganz Italien nirgends die Möglichkeit gefunden, eine Show zu spielen oder zu besuchen. Für uns war damals einfach kein Platz.

Richard, WARFARE und EU’S ARSE

Die Möglichkeit, einen Ort selbst zu verwalten, bedeutet, dass man die Gelegenheit hat, Anarchie zu praktizieren. Wir haben in den letzten Jahrzehnten überall in Europa in solchen Häusern gespielt und das Gefühl ist einmalig. Das Via Volturno in Udine, Virus und Leoncavallo in Mailand, Barocchio Occupato und El Paso in Turin, EKH in Wien, XM-24 in Bologna und viele mehr, sie alle sind ein wichtiger Teil unseres Lebens.

Spartaco Sarno, STINKY RATS

Wir hatten ein soziales Hauptquartier, die Lungo Dora Coletta, ein Ort für Konzerte und Begegnungen, wo sich Punks jeden Tag trafen. Oft wurden dort auch Konzerte organisiert. Es war ein wirklich toller und inspirierender Ort für uns alle.

Mauro Codeluppi, RAW POWER

Nun, sie waren sehr wichtig, in der Tat waren sie entscheidend, denn ohne sie hätte es uns nicht gegeben. Entweder spieltest du dort oder du spieltest gar nicht. Und das war einer der Gründe, warum RAW POWER ins Ausland gehen musste, denn hier in Italien hatten wir keinen guten Stand, weil wir keine politische Band waren. Einige Leute haben sich von Anfang an entschieden, es uns schwerzumachen, auch wenn die Kids, die zu den Konzerten gingen, uns sehen wollten. Aber die Leute, die die meisten dieser Centri Sociali betrieben, entschieden, dass wir keine gute Band seien, schon gar nicht gut genug für sie. Ich denke, wenn ich mich recht erinnere, gab es in Piacenza ein Squat, ungefähr eine Stunde von hier entfernt. Und wenn sie uns nicht spielen ließen, mussten wir nach Pisa oder Mailand fahren, sonst gab es kaum etwas anderes. Squats in unserer Nähe existierten damals nicht.

 


CHAOSTAGE 1984

Die Chaostage in Hannover 1984 waren für deutsche Punks der erste „Kontakt“ mit italienischen Hardcore-Punks (NEGAZIONE, DECLINO) überhaupt. Die Wut und Energie, die die Mitglieder beider Bands und die große Gruppe der sie begleitenden Italiener an diesem Wochenende Anfang August 1984 an den Tag legten, hinterließ hier großen Eindruck und war ein wichtiger Einfluss für die deutsche Hardcore-Punk-Szene. Ich fragte Mitglieder beider Bands nach ihren Erinnerungen an dieses Wochenende am 3. und 4. August 1984.

Marco Mathieu, NEGAZIONE

Das sind gute Erinnerungen ... Ich wurde gleich am Bahnhof Hannover verhaftet, noch bevor die Demonstration losging. Ich wollte nur einem Freund helfen, der ohne besonderen Grund von der Polizei geschnappt wurde. Nach einem ganztägigen Gefängnisaufenthalt wurden wir freigelassen und fuhren zurück nach Bielefeld, dann weiter nach Berlin, wo der Großteil des italienischen „Kontingents“ auftauchte und wir wenige Tage später spielten. Die Gruppe bestand aus verschiedenen Leuten, wir kannten uns alle von den Konzerten im Virus Squat und aus ganz Italien, wo die Hardcore-Szene gerade aufblühte. Es hatte eine extrem starke Energie, als sich im AJZ Bielefeld die Punkrocker aus ganz Europa trafen.

Roberto „Tax“ Farano, NEGAZIONE

Ja, das hat Spaß gemacht. Wir waren auf unserer ersten „Tour“, beziehungsweise mit unseren Gitarren mit einem Interrail-Bahnticket unterwegs, vier Shows in dreißig Tagen, quer durch Europa, organisiert durch das Schreiben von Briefen an Adressen, die ich auf Punk-Mailinglisten gefunden habe. Das führte schließlich zu den ersten Kontakten und Freundschaften in der Folgezeit. Es war auch für uns die erste Berührung mit europäischem Hardcore. Wir fanden Deutschland voll mit Iro-tragenden besoffenen Punks, auf die wir wirkten wie irgendwelche „Sportdeppen“, wahrscheinlich weil wir eher den American Style mit Bandana und Flanellhemd bevorzugten. Ein Jahr später fanden wir diesen Style überall! Die Ausschreitungen waren auch für uns sehr merkwürdig, da wir so etwas in Italien noch nie erlebt hatten. Die Bullen verhafteten systematisch Leute, aber die Punks beschmissen sie den ganzen Tag mit allem möglichen Zeug – in Italien hätten die Bullen ihnen sofort die Scheiße aus dem Leib geprügelt. Als ein Motorradpolizist in Angst vor uns weglief und sein Motorrad einfach auf der Straße liegen ließ, bekam ich einen Eindruck von der Macht der Punks.

Marzio „Mungo“ Bertotti, DECLINO

Ich erinnere mich noch sehr gut daran, auch wenn einige Details verloren gegangen sind. Wir alle haben es aus verschiedenen Gründen sehr genossen. Zum einen, weil es unser erstes Konzert außerhalb Italiens war und wir noch ein bedeutendes Ziel hatten, die Chaostage am Tag danach. Zweitens als Musiker, weil wir wirklich straight und so intensiv gespielt haben, dass wir noch lange danach von unserer eigenen Musik völlig ausgeknockt waren. Ich möchte nur zwei kleine Erinnerungen an diesen Auftritt erzählen. Wir spielten am Ende unserer Shows immer eine Nummer namens „Eresia“. Der Song dauerte ursprünglich etwa drei Minuten. „Eresia“ heißt übersetzt „Ketzerei“. Diese Stück kam ohne Liedtexte und Worte aus, es gab nur wildes Geschrei. Wir spielten es in einem völlig dunklen Raum, ohne Licht auf der Bühne. Die Idee dahinter war, eine Atmosphäre aus Angst und Paranoia zu kreieren durch einen bedrückenden, immer stärker werdenden obsessiven Rhythmus, der nach einer Weile wütend explodiert. Bei der Show im AJZ Bielefeld haben wir diesen Song über 15 Minuten gespielt! Wir haben das nicht absichtlich gemacht ... es ist einfach passiert und es hat uns viel gelehrt über das verborgene Potenzial einer „In-progress“-Melodie. Die andere Erinnerung ist die des absoluten Chaos, in dem wir gespielt haben. Es waren so viele Leute auf der Bühne, dass ich manchmal mit der linken Hand nicht an die Gitarre herankam. Und obendrein erinnere ich mich noch sehr gut an viele über unsere Köpfen hinweg fliegende Körper. DECLINO live im AJZ, das ist in der Tat ein gute Erinnerung.

Helge: Am nächsten Morgen nach dem Konzert in Bielefeld waren wir auf der Suche nach etwas zum Essen und Trinken rund um das AJZ. Ich erinnere mich, dass ich jemanden von euch Italienern nach einer Zigarette gefragt habe, aber keiner hatte eine mehr. So öffnete jemand von euch verrückten Italienern gewaltsam einen Zigarettenautomaten, der in der Nähe des AJZs stand. Der Zigarettenautomat wurde komplett geleert und die Zigarettenschachteln unter den Punks verteilt. Und das Geld im Automaten wurde dann für den Einkauf von Lebensmitteln verwendet, die ebenfalls geteilt wurden. Es gab ein starkes Anarcho-Feeling in euren Aktionen. War das ein gutes Warm-up für die Chaostage in Hannover am selben Tag?

Marzio: Ich weiß noch, wovon du redest. Ich stand nur ein paar Meter neben dem Zigarettenautomaten, als er kaputt ging. Vielleicht erinnerst du dich auch noch daran, dass es während des Gigs vor dem AJZ ständige zu Randale und Zusammenstößen zwischen Polizei und Punks gekommen ist. Das Anarcho-Feeling, ich weiß nicht, vielleicht wollte der Typ einfach nur eine rauchen ...

Helge: In Hannover habe ich euch ein paar Stunden später wieder getroffen. Den ganzen Tag lang gab es Auseinandersetzungen zwischen Punks und Bullen und Skins. Und irgendwann jagten die Bullen die Punks an der Glocksee, und die meisten von uns waren mehr oder weniger eingeschüchtert. Und ich werde nie vergessen, wie die Gruppe von dreißig oder vierzig italienischen Punks plötzlich einen Angriff auf die Polizeireihen startete und die Bullen Fersengeld gaben ... Was ist deine Erinnerung an diese Chaostage?

Marzio: Dies war eine weitere gute Erinnerung. Stärke setzt sich zusammen aus Anzahl, Technik und Bewaffnung ... aber manchmal können auch Wut und Entschlossenheit, gepaart mit jeder Menge Frust und offenen Rechnungen, Wunder bewirken.

Ende von Teil 1, Teil 2 folgt im nächsten Ox ...

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Mehrere Personen halfen mir bei der Übersetzung von nur ein bis drei Antworten. Vielen Dank also an Marco Garripoli (!!!!), Massimo Mdgr, Laura Crash, Francesco Giordano, Nina von C. und Diana Cirosta. Ein Netzwerk von Freunden, das ist es!

Übersetzung und Bearbeitung: Triebi Instabil

Helge Schreiber

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #136 (Februar/März 2018)

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