Interviews & Artikel : JAGUWAR :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

JAGUWAR

Under the influence

Mit „Ringthing“ vereöffentlichte das (Neu-)Berliner Trio JAGUWAR Ende 2017 nach zwei EPs auf dem US-Label Prospect via Tapete ein beeindruckendes Debüt-Album mit verhallt-flirrendem Gitarrendreampop mit dezentem Noiseeinschlag. THE BEATLES und THE CURE meint man da heraushören zu können, doch wir wollten es genauer wissen und baten die Band uns eine kommentierte Liste der Platten zu erstellen, die man kennen muss, um zu verstehen, wieso sie klingen, wie sie klingen.

Peter Gabriel
„Peter Gabriel 3“
(1980, Charisma)


War damals schon Musik, die anders war (Rockmusik, aber irgendwie verschroben). Die Platte hat coole Voicings und ist echte Gefühlsmusik mit viel Bombast und verträumten Synthiesounds. Es erinnert auch immer wieder an EMERSON LAKE AND PALMER. Peter Gabriel ist abwechslungsreich und hat sich immer wieder neu erfunden. Auch wenn das Album songwriterisch noch nicht der Höhepunkt war, war das der Anfang und steht äquivalent für alles, was PG je gemacht hat.

FLEETWOOD MAC
„Tango In The Night“
(1987, Warner)


Das Voicing ist eine Kombi aus klassischem FLEETWOOD MAC-Songwriting, also verträumt und trotzdem rockig. Aber dieses Album begeistert mit mehr Variationen und interessantem Einbau von Synthies. Die Produktion und der effektive Einsatz von Synthies und Schlagzeug hat auch unsere Produktion beeinflusst. Außerdem merkt man bei diesem Album auch die Verwandtschaft zu Tom Petty, den wir ebenfalls sehr verehren.

Björk
„Vespertine“
(2001, One Little Indian)


Björk ist einfach eine großartige Musikerin, Songwriterin und Produzentin, die sich stets neu definiert und regelmäßig mit Konventionen gebrochen hat. Sie schafft es, neue Sounds zu kreieren, setzt ihre Stimme so einzigartig ein und vermittelt dieses Pop-Gefühl, ohne zu nerven. Ihr Spieltrieb ist nachahmenswert. Dieses Album ist eher zurückhaltend, aber extrem intensiv. Es fängt Stimmungen perfekt ein.

BOSTON
„s/t“
(1976, Epic)


BOSTON sind echter Bombast-Rock. Obwohl (oder gerade eben weil) es sich bei dem Album um Homerecording handelt, ist es selbst für heutige Verhältnisse großartig produziert. Gerade die Kombination und das Aufeinanderschichten der Sounds macht diesen Bombast aus, die an Produktionen wie „The Dark Side Of The Moon“ erinnern. Jeder einzelne Song ist ein Knaller und alles geht gut ineinander über. Auf diesem Album nutzen BOSTON Effekte, die wir selbst heute noch als futuristisch bezeichnen würden, und sind melodisch breit und atmosphärisch. Der Gesang ist drei-, teilweise vierstimmig und alles steht kurz vor der Überzuckerung.

THE CURE
„Wish“
(1992, Fiction)


THE CURE waren irgendwie schon immer da und richtig. Bei diesem Album haben wir verstanden, wie man von Popmusik vereinnahmt werden kann. THE CURE lösen mit diesem Album Gefühle aus, die man vorher nie gespürt hat. THE CURE liefern hier den Soundtrack zu unseren frühen Teenagerjahren. Die ganze Zeit so passiert viel – fast alles ist zu viel, aber doch gerade richtig. Hier haben THE CURE das Limit erreicht und sind danach auch nicht mehr besser geworden.

THE NAKED AND FAMOUS
„Simple Forms“
(2016, Island)


Das ist ihr bestes Album, weil die Songs alle greifen und zu jedem gibt es den richtigen Sound. Die Stücke sind kurzweilig und das beste Beispiel für moderne Popmusik. Es ist die perfekte Verquickung zwischen zeitgemäßem Recording, elektronischer Musik und analogen Instrumenten. Uns hat besonders inspiriert, wie groß und breit Songs klingen können, dazu die vielen Details und effektiven Melodiebögen.

DINOSAUR JR
„You’re Living All Over Me“
(1987, SST)


Der Charme einer Bandproduktion, aufgenommen in einem durchschnittlichen Studio Ende der Achtziger Jahre. Dadurch fehlen einfach gewisse Frequenzen, so dass ein Teil verlorengeht, aber das macht auch den Charme aus. Das Songwriting und der Bass-Sound von Lou Barlow hatten entscheidenden Einfluss auf JAGUWAR.

A PLACE TO BURY STRANGERS
„Exploding Head“
(2009, Mute)


Wir lieben die Kompromisslosigkeit in ihrer Darstellung, ihren Sounds, einfach in allem. Dieses Übertriebene hat etwas Wunderschönes und Anziehendes. Sie sind live mörderlaut und das mit Ansage. Eine Einstellung, die wir uns ebenfalls sehr zu Herzen nehmen.

RINGO DEATHSTARR
„Colour Trip“
(2011, Club AC30)


Neben MY BLOODY VALENTINE sind RINGO DEATHSTARR das beste Beispiel für modernen Shoegaze, der es schafft, nicht einfach nur wie eine Kopie zu klingen, und doch diesen Vintage-Sound zu behalten. Sie sind poppig, laut und irgendwie auch Punkrock. Eine der interessantesten US-Bands in diesem Bereich. Sie haben sich nie festgelegt und sich bei jedem Album neu erfunden. Egal, ob das der Welt gepasst hat oder nicht.

THE MAE SHI
„Hlllyh“
(2008, Easel)


THE MAE SHI sind einfach abwechslungsreich. Sie reihen sich ein neben Bands wie HEALTH und PARTS & LABOR. Übertrieben, verspielt. Sie nutzen alles, was sie kriegen können und missbrauchen es, um Sounds herauszuholen. Sie bringen eine Ernsthaftigkeit in ihre eigene Albernheit. Das ist erfrischend. Noiserock mit elektronischen Parts und Punkrock-Attitüde. Auch das steckt in uns.

Joachim Hiller

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #136 (Februar/März 2018)

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