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Interviews & Artikel

SOFT MOON

Die wichtigen Platten

Anfang Februar erschien mit „Criminal“ das neue SOFT MOON-Album, und auch wenn sich der Wohnort von Luis Vasquez über die Jahre mehrfach geändert (Oakland, Venedig, nun Berlin), ist die Musik doch konstant geblieben: Düsterer Post-Punk im Geiste der Achtziger, aber doch in der Gegenwart verwurzelt. Wir baten Luis um eine Liste jener Alben, die ihn nachdrücklich geprägt haben.

FUGAZI „Steady Diet Of Nothing“ (1991)


Obwohl es nicht die erste FUGAZI-Platte war, die ich gehört habe, ist es mein Lieblingsalbum. Als es für mich nichts anderes als Punk gab, haben mich FUGAZI gelehrt, dass man, selbst wenn man sich einem bestimmten Genre zugehörig fühlt, sich beim Musiksachen nicht irgendwelchen Regeln oder Einschränkungen unterwerfen muss. FUGAZI hatten eine andere Herangehensweise an Punkrock und das hat meinen Horizont ziemlich erweitert. Obwohl ich zu dieser Zeit fast nur Punkrock hörte, konnte ich mich immer noch für alle möglichen Arten von Musik begeistern, und es waren FUGAZI, die für mich die Kluft zwischen Punk und anderen Genres überbrückt haben, was mir als Songwriter ein Gefühl der Freiheit gab.

DEPECHE MODE „Violator“ (1990)

Unter den Alben, die mich am meisten geprägt haben, dürfte „Violator“ dasjenige sein, das ich am häufigsten gehört habe. Als Kiddie stand ich auf Popmusik, weil ich schon von klein auf immer MTV geguckt habe, und mit diesem typischen DEPECHE MODE-Stil konnte ich am meisten anfangen. Unschuldig, wie ich war, habe ich die Texte von Dave Gahan zwar nicht verstanden, aber da war ein besonderes Gefühl, und ich konnte mich allgemein in dem wiederfinden, was die Band ausmachte. Durch sie weiß ich, dass bei Popmusik nicht immer alles nur eitel Sonnenschein sein muss, sondern dass man damit einem breiten Publikum auch negativere Gefühle vermitteln kann.

SLAYER „Reign In Blood“ (1986)

Ich werde nie vergessen, wie ich zum ersten Mal „Reign In Blood“ hörte. Als ich in einer Pizzeria meinen Geburtstag feierte, bekam ich $10 geschenkt, und da gab es auch gleich einen Plattenladen. Ohne die Band zu kennen, kaufte ich mir eine SLAYER-Kassette, weil mir der Name und das Albumcover gefielen. Der Song „Angel of death“ hat mein Leben verändert! Ich war voll aufgestauter Wut als Kind, wegen dem ganzen Scheiß, mit dem ich klarkommen musste – und SLAYER haben mich gerettet. Ich habe gelernt, einfach alles herauszulassen als Künstler, ganz egal, was für Gefühle das auch sind.

Prince „Purple Rain“ (1984)

„Purple Rain“ ist das erste Album, das ich mir jemals von Anfang bis Ende ganz gehört habe. Die Kassette gehörte eigentlich meiner Mutter, aber sie hat sie nie gehört. Immer wenn meine Mom Einkaufen war, habe ich mir auf ihrer tollen Stereoanlage die Kassetten angehört, die sie so hatte. Ich weiß noch, dass ich mich bei Prince ein bisschen seltsam gefühlt habe, weil ich noch so jung war und seine Musik war so sexuell, also habe ich lieber gewartet, bis ich allein zu Hause war, um seine Songs zu hören. Ich habe den Verdacht, dass es dank Prince definitiv auch gewisse sexuelle Elemente in meiner eigenen Musik gibt, zumindest wurde mir das bereits öfter gesagt. R.I.P.

NIAGARA „s/t“ (1970)

Auf dieser Liste ist das sicher die Entdeckung, die ich als letzte gemacht habe, lass es 2007 gewesen sein. Damals habe ich angefangen, sehr viel Krautrock zu hören. Ich glaube, das war mein letzter Entwicklungsschritt, der mich zu dem Musiker gemacht hat, der ich jetzt bin. Aufgrund meiner kubanischen Herkunft habe ich eine angeborene Vorliebe für alles, was mit Rhythmus zu tun hat, und diese Platte besteht 40 Minuten lang aus nichts anderem, dazu kommt dieser psychedelische Touch, der mich noch mehr anspricht.

Joachim Hiller

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #136 (Februar/März 2018)

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