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Interviews & Artikel

CULTURE ABUSE

Nicht zu viel Nachdenken

In den letzten zwei Jahren war es durchaus möglich, den Namen CULTURE ABUSE in Verbindung mit Lob für die Band aus der Bay Area zu lesen. Besonders ihre knackigen Live-Shows fanden Erwähnung. 2016 erschien ihr Debüt „Peach“, zuvor gab es die EP „The Day Dreams Of Nothing“ (2013) und die Single „Spray Paint The Dog“ (2015), alle drei kamen über 6131 Records. Ihre mal mehr, mal weniger krachige, aber immer zündende Mischung aus Pop-Punk und Hardcore hat auch Brett Gurewitz von Epitaph auf CULTURE ABUSE aufmerksam gemacht. Im letzten Jahr gab es mit „So busted“ eine digitale Single auf Epitaph, der inzwischen auch zwei Kollaborationen mit den WAVVES folgten. Unsere Fragen beantwortet Sänger David Kelling.

David, wie ging es eigentlich mit der Band los?


Ich war so etwas wie ein Anhängsel von DEAD TO ME und habe sie einige Zeit auf Tour begleitet. Als sie sich eine Auszeit genommen haben, sind ihr Drummer Ian und ich auf die Idee gekommen, eine eigene Band zu gründen. Grundlage waren ein paar Songs, die ich zu der Zeit geschrieben hatte. Es gab verschiedenste Besetzungen, aber erst mit June Bug an der Gitarre und Shane aka Stain am Bass blieb etwas Vernünftiges hängen. Inzwischen spielt Ross Traver Schlagzeug, außerdem gibt es noch Nick Bruder als Gitarristen.

Ihr seid in der Bay Area zu Hause. Die Szene dort hat eine lange Geschichte.

Eigentlich passiert immer irgendetwas, egal an welchem Ort und egal zu welcher Zeit. Natürlich ist die Bay Area ein Anlaufpunkt für alle in Nordkalifornien. Das war schon immer so und wird wohl auch immer so sein. Es gibt immer Menschen, die Geschichte schreiben. Ob einem das bewusst ist oder nicht, ist dann eine andere Sache.

CULTURE ABUSE bekommen momentan eine Menge Aufmerksamkeit.

Das schmeichelt uns natürlich, allerdings ist das nur der Anfang. Wenn man zu viel darüber nachdenkt, wird daraus ganz schnell Druck. Wir versuchen, es nicht soweit kommen zu lassen, und machen, was wir machen, ohne dabei groß an andere zu denken. Dass wir selber zufrieden, stolz und irgendwie erregt von unserer Kunst sind, ist alles, was zählt. Wir machen Musik für uns, wenn andere auch Spaß daran haben, ist das cool. Wenn nicht, ist es auch egal.

Unter anderem hat Epitaph Records Gefallen an euch gefunden.

Brett Gurewitz hat unser Album „Peach“ von einem Freund empfohlen bekommen. Er schien es sehr gemocht zu haben, denn er hat uns kontaktiert. Momentan nehmen wir ein Album für Epitaph auf.

Schreiben Punkbands bessere Reggae-Songs als Reggae-Bands?

Es ist nicht so, dass Punkbands die besseren Reggae-Songs schreiben, aber Reggae kann einen Punk-Song noch besser machen. Wenn es im Kern ein guter Song ist, dann ist es egal, welcher Stil es ist, man erkennt trotzdem den ursprünglichen Gedanken dahinter.

Mir gefallen die konstanten Wiederholungen, die du in deinen Texten verwendest. Ist das einfach nur Faulheit oder eine bewusstes Stilmittel?

Ich denke, es ist ein bisschen von beidem, haha. Am ehesten ist es aber die Idee, nicht zu viel über die Dinge nachzudenken. Denn wenn ich das tue, stresst mich die Sache nur und ich werde unsicher. Was wiederum dazu führt, dass ich es ganz bleiben lasse.

Bis jetzt zeichnen sich eure Live-Shows durch ihre Kürze aus. Wird sich das in Zukunft ändern?

Ich denke, das liegt in der Natur der Sache. Wir werden mehr Songs haben, die wir natürlich auch live spielen wollen. Unsere Sets werden wohl also etwas länger werden. Aber irgendwie denke ich mir auch, scheiß drauf, billige Tickets und kurze Shows haben für mich viel mit dem ursprünglichen Reiz an alldem tun.

Kann Touren das Ego verändern?

Ich würde sagen, die Gedanken einer Person sind das Einzige, was das Ego verändern kann. Es macht keinen Unterschied, ob du auf Tour bist oder nicht. Touren kann ganz schön schlauchen, besonders wenn du anfängst, Erwartungen zu haben, anstatt dankbar für die jeweilige Situation zu sein. Es ist deine eigene Schuld, wenn das dein Ego verändert, außerdem bist du dann wahrscheinlich sowieso schon ein Arschloch.

Macht es mehr Spaß, vor oder nach einer Show zu feiern, und ist konsequentes Partyleben überhaupt eine gute Inspiration?

Die Show selbst ist der beste Moment zum Feiern, das ist es, worum es geht. Es ist auch nicht die Party, sondern das Leben selbst, das als beste Inspirationsquelle dient.

Lars Koch

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #137 (April/Mai 2018)

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