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Interviews & Artikel

40 Jahre später: JOY DIVISION - Eine Erinnerungsnote

Am 25. Januar 1978 gaben vier schlicht gekleidete und (zunächst) etwas zurückhaltende wirkende junge Männer in Gestalt von Ian Curtis, Bernard Sumner, Peter Hook, und Stephen Morris ihr erstes Konzert als JOY DIVISION in der Pips Disco in Manchester. Gebucht worden waren sie noch als WARSAW, doch legten diesen Namen schnell wieder ab, da gleichzeitig eine andere Band namens WARSAW PAKT aktiv war. Kurz nach Konzertbeginn kam es zu einer Schlägerei, Bassist Peter Hook sprang von der Bühne und der Clubmanager wollte JOY DIVISION der Bühne verweisen. Die Band spielte dennoch neun Songs, unter denen sich bereits einige Klassiker wie „Leaders of men“ und „Day of the lords“ befanden. Binnen kurzem wuchs Ian Curtis mit JOY DIVISION zu einer Art semi-heiligen Ikone der Generation Post-Punk heran.

Die Songs von JOY DIVISION waren und sind stets Blaupausen für Realitätsflucht oder wie es Ian Curtis formulierte: „Reality is only a dream, based on values and well worn principles, whereas the dream goes on forever.“ Curtis wählte den Suizid, der mitunter als romantisches finales Statement eines Künstlers in der Rockmusik mystifiziert wurde. Doch Curtis war kein romantischer Held – noch hatten seine Texte romantische Visionen, im Gegenteil: sie drehten sich um Beobachtungen seiner menschlichen Konditionierung in der Welt seiner Zeit, im postindustriellen Nordwesten Englands, wo Armut und Hoffnungslosigkeit mit der industriellen Blütezeit vergangener Tage kontrastierten. Die Texte von Ian Curtis, der sehr interessiert war an der Literatur von William S. Burroughs, J.G. Ballard sowie an deutscher und russischer Philosophie, hatten etwas von einem stillen Aufschrei, der auch innerhalb der Band ungehört verhallte: „He was obviously an intelligent, sensitive man trying to make sense of a world he couldn’t understand. His songs, the songs of JOY DIVISION, point out that there is no romance in life. Curtis’ unfortunate, ugly death prints out, that there is no romance in suicide, either“ (Steven Grant, Trouser Press, 1982).

Die Bandmitglieder hatten sich im Sommer 1976 bei einem Konzert der SEX PISTOLS während deren „Anarchy in the UK“-Tour in Manchester kennen gelernt und waren angetreten, die Rockmusik aus ihrer Apathie zu erwecken. Curtis war stets auf der Suche nach einer rettenden Orientierung, einer Perspektive. „I’ve been waiting for a guide to come and take me by the hand / Could these sensations make me feel the pleasures of a normal man?“, heißt es in dem Song „Disorder“. Die LP „Unknown Pleasures“ (1979) ist ein Manifest der inneren Zerrissenheit von Ian Curtis, der sich am 18. Mai 1980, wenige Tage vor der geplanten US-Tour mit THE BUZZCOCKS, im Alter von 23 Jahren in seinem Haus in Macclesfield erhängte.

Markus Kolodziej

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #138 (Juni/Juli 2018)

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