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Interviews & Artikel

35 Jahre später

SS ULTRABRUTAL - Monstren, Mumien, Mutationen (LP, Weird System, 1983)

Die Hamburger Band SS ULTRABRUTAL gründete sich im Winter 1981. Erste Erfahrungen hatten die drei unter anderem bei Bands wie KOTZBROCKEN oder PUNKENSTEIN gesammelt. Ihr Vinyldebüt gab die Band 1983 mit den Songs „Terroristen“ und „Bomben splittern“ auf dem „Waterkant Hits“-Sampler, der ersten Veröffentlichung von Weird System. Kurze Zeit später erschien mit dem Debütalbum von SS ULTRABRUTAL, „Monstren, Mumien, Mutationen“, der zweite Release des Hamburger Labels.

Auf Seite A finden sich fünf live eingespielte Songs, angeblich 1999 (!) „Live inne Fabrik“. Passend dazu die Ansage in Hamburger Dialekt: „Bevor wir jetzt anfangen zu spielen, muss natürlich erst mal gestimmt werden. In der Zeit könnt ihr euch schon mal die Pappnasen rausholen und denn Pogo tanzen oder nicht?!“

Schon hier wird der spröde Charme der Band deutlich, der sich durch das ganze Album zieht. Auf der B-Seite sind dann sieben Studioaufnahmen zu hören, glücklicherweise ohne dass ein Song doppelt vorkommt. Beim letzten Stück „Gebr. Fruehtau“, der im Punkrock-Style Volkslieder durch den Wolf dreht, komme ich auch heute nicht aus dem Grinsen heraus. Dabei haben SS ULTRABRUTAL, der selbsterklärte „Gangsterschreck aus Ägypten“ mit Fun-Punk absolut nichts zu tun. „Terroristen“ – der erste Song der LP und der Hit der Band für mich überhaupt – beinhaltet Textzeilen wie „Chaos, Müll und Schwanengesang, morgen ist der Untergang / Das Bullentreiben hier im Lande ist für jeden eine Schande“. Zynische Texte über Atomkriegsgefahr, Prolls, Cops, Sexisten, unterlegt mit gut gespieltem und abwechslungsreichem Punkrock und diesem unverwechselbaren Gesang ergeben eine der abwechslungsreichsten deutschen Punk-Platten des Jahres 1983. Mit „Freies Land“ gibt es auch einen astreinen Reggae-Punk-Song. Dazu ist das Backcover eines der kultigsten der gesamten Punkrock-Geschichte: Zwei von der Band auf einem alten Sofa, dazwischen sitzt eine (ihre?) Oma und darüber steht: „.. und Oma ist doch die Beste!“

Auch wenn bei der Internetrecherche als zweiter Treffer der Wikipedia-Artikel „Nazi Punk“ erscheint, hat die Band absolut nichts mit irgendwelchen rechten Tendenzen zu tun. Der Bandname entstand aus einem Wortspiel mit dem Satz: „Es ist ultrabrutal kalt“ heraus. Die Erstauflage der LP von 1.000 Platten erschien in blauem Vinyl, die Zweitauflage dann im selben Jahr in Schwarz. 2002 wurde sowohl die LP von Weird System noch mal aufgelegt als auch der Song „Bomben splittern“ auf dem Sampler „Paranoia in der Straßenbahn. Punk in Hamburg – 1977-83“-noch einmal veröffentlicht. 2004 reformierten sich SS ULTRABRUTAL und spielten mit „Global Brutal“ eine weitere LP ein. An „Monstren, Mumien, Mutationen“ kam sie aber nicht heran.

Triebi Instabil

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #139 (August/September 2018)

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