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Interviews & Artikel

ZSK

Mit Argumenten gegen Arschlöcher

Die AfD sitzt im Bundestag und hat im Mai eine Großdemo in Berlin veranstaltet, CDU und CSU streiten über das Asylrecht und scheinen dabei zu vergessen, dass es dabei um das Schicksal von Menschen geht. Von den USA fangen wir vielleicht gar nicht erst an. Gut, dass es Punkbands gibt, die trotz all der Rückschläge ihre Stimme erheben. ZSK sind eine von ihnen. Mit der Initiative „Kein Bock auf Nazis“ betreiben sie seit 2006 erfolgreich Aufklärungsarbeit gegen Rechts, ihr Song „Antifascista“ ist längst zur Hymne für linke Demos geworden und auch auf dem neuen Album „Hallo Hoffnung“ geht es wieder um Politik – aber auch um Persönliches.

Gleich der erste Song „Es müsste immer Musik da sein“ ist ein Zitat aus dem Film „Absolute Giganten“. Was bedeutet euch der Film?

Matthias:
Das Zitat war das Intro zu „Herz für die Sache“ und wir haben es auch manchmal bei Festivals als Intro genutzt, so dass es sich irgendwie bei uns festgezurrt hat. So hat es Sinn ergeben, einen Text daraus zu machen.

Joshi: Du hast das so erkannt?

Ja, klar. Der Film ist doch ziemlich bekannt.

Joshi:
Cool! Die meisten verstehen das nämlich nicht. Die jungen Leute kennen den oft nicht. Aber das ist so ein Wahnsinnsfilm, bei dem man Gänsehaut bekommt. Der ist witzig und Florian Lukas ist großartig und überhaupt die ganze Story und dann Julia Hummer, wie sie dem Alkoholtod knapp entgeht ... das ist so krass. In der Stimmung des Films finde ich mich teilweise wieder, wenn wir unterwegs sind. Dieses Gefühl, mit den besten Freunden unterwegs zu sein, und alles andere drumherum spielt keine Rolle. Wenn ich überlege, was wir alles erlebt haben! Wisst ihr noch, der verrückte Typ bei dem Festival im Graben ... nee, das können wir nicht erzählen.

Komm, erzähl. Die Ox-Leserinnen und -Leser können das ab.

Joshi:
Ich erzähle dir eine andere Geschichte. Wir waren mal in Berlin, als wir als Band noch ziemlich am Anfang standen, da gab es nicht selbstverständlich ein Hotelzimmer für uns auf Tour. Damals haben wir manchmal auf der Bühne gesagt: „Guten Abend, wir sind ZSK, wenn es euch gefällt, vielleicht können wir bei irgendwem von euch heute übernachten.“ So lief das. Es gab dann irgend so einen Punkertypen, da konnten drei von uns pennen. Der Rest musste woanders unterkommen. Der Typ war jedenfalls ziemlich skurril und hat sehr komische Sachen gesagt. Alle wollten pennen und er hat die Musik immer voll aufgedreht. Zwei Sachen hat er uns erzählt: CHAOS UK hätten bei ihm im Haus oben auf dem Dach gespielt. Wir so: „Ja, natürlich haben sie das ...“ Und dann noch, dass er jemanden abgestochen hat. Deshalb sei er nach Berlin abgehauen. Wir wieder so: „Ja, na klar.“ Aber dann haben wir zwei Jahre später mit CHAOS UK ein Konzert im AJZ Bielefeld gespielt. Ich konnte es nicht lassen und habe die Band darauf angesprochen, ob sie oben auf dem Dach in Berlin gespielt hätten. Haben sie! Also, wenn das stimmt, dann hat der Typ bestimmt auch wen umgebracht.

Und ihr seid zum Glück noch am Leben!

Joshi:
Wir waren auch nie wieder in der Wohnung von dem Kerl.

Eike: Stimmt, da haben wir noch nicht in Berlin gewohnt. Das war katastrophal, ich hatte richtig Angst.

Joshi: Weißt du noch, da waren wir 15 oder so, da sind wir mit den LOWER EAST SIDE STITCHES auf Tour gegangen. Unsere Eltern haben uns eine Entschuldigung geschrieben: „Unsere Söhne sind jetzt drei Wochen nicht da, weil sie auf Europatour gehen.“

Damit seid ihr durchgekommen?

Joshi:
Ja, die Schule fand das in Ordnung. Wir haben von der Booking-Agentur einen Tourplan und einen -bus bekommen und sind los. Wir sollten die LOWER EAST SIDE STITCHES am Flughafen abholen. Wir haben auf sie gewartet, und als sie rauskamen, hat einer gefehlt. Der wurde in London am Flughafen verhaftet, weil er eine Rettungsweste geklaut hatte. Die waren auch alle extrem betrunken. Die konnten sich kaum auf den Beinen halten. Sobald wir auf der Autobahn waren, haben sie sich gestritten. Ich weiß nicht mehr warum, aber das wussten die am nächsten Tag selber auch nicht mehr.

Eike: Das waren vor allem keine normalen Leute. Das waren krass behangene Punker mit schweren Eisenringen und -ketten und alles voll tätowiert, und die streiten sich dann hinten auf der Rückbank.

Joshi: Na ja, wir dachten erst, das wäre eben ein kleiner Streit unter Betrunkenen. Aber dann fangen die an, sich kräftig auf die Schnauze zu hauen! Im Bus! Direkt neben uns. Immer ins Gesicht. Die haben geblutet wie verrückt.

Eike: Gibt’s die eigentlich noch?

Joshi: Keine Ahnung. Curt, der Gitarrist, hat dann irgendwann bei den U.S. BOMBS gespielt, den haben wir noch öfter bei Festivals getroffen.

Konnten die dann abends spielen?

Joshi:
Nein, der Schlagzeuger hat ja gefehlt. Der Veranstalter hat aber gesagt, dass wir mit ZSK alleine spielen sollen. Die Leute würden das nicht merken.

Eike: Unser Set dauerte eine halbe Stunde, wir haben dann noch mal von vorne angefangen, haha.

Joshi: Gerade, als alle Leute gehen wollten, kam dann doch der Schlagzeuger zur Tür reingerannt. Dann war aber alles vorbei. Wir waren drei Wochen mit denen unterwegs. Irgendwann haben sie sich wieder geprügelt und wir haben die Regel festgesetzt, dass man sich bei uns im Bus nicht auf die Schnauze hauen darf. Haben sie dann auch nicht mehr gemacht.

Der Song „Für dich“ ist eine Liebeserklärung an die Band. Wie habt ihr es geschafft, euch nicht irgendwann gegenseitig auf die Nerven zu gehen und als Gruppe motiviert zu bleiben?

Joshi:
Das ist verrückt, wir haben 1997 angefangen, keiner von uns konnte irgendwas spielen. Wir haben uns einfach gedacht, komm, wir machen das. Es hieß, jeder kann machen, was er will, im Punkrock, jeder kann mitmachen und wir haben eben mitgemacht und machen immer noch mit. Hätte mir damals jemand gesagt, dass wir mehrere Alben rausbringen und mit DIE TOTEN HOSEN, BAD RELIGION und ANTI-FLAG auf Tour gehen, hätte ich gesagt, das sei Quatsch. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass wir mal vor mehr als hundert Leuten in einem besetzten Haus oder Jugendzentrum spielen. Es ist ein großartiges Gefühl, dass wir das immer noch zusammen machen. Bei uns war es immer wichtig, dass es nicht darum geht, dass sich bei ZSK vier Musiker treffen, weil sie so super Musik machen, sondern wir haben uns getroffen, weil wir beste Freunde sind. Musik war das Mittel zum Zweck.

Eike: Unsere Neuzugänge sind aber trotzdem gute Musiker und uns herzlich willkommen.

Ace und Matthias sind relativ neu dabei. Wie habt ihr euch aufeinander eingestimmt, seid ihr auf eine kleine Bandklassenfahrt gefahren?

Matthias:
Jedes Tourwochenende ist Klassenfahrt!

Eike: Wir hatten aber auch schon Quality Time und sind einfach nur so verreist.

Joshi: Ja, wir sind mal nach Hamburg gefahren.

Hat das geholfen?

Joshi:
Benni ist Ende letzten Jahres ausgestiegen und wir haben einen neuen Gitarristen gesucht. Das haben wir öffentlich gemacht, darauf haben sich um die hundert Leute beworben. Wir haben einige zum Vorspielen eingeladen und bei Ace dachten wir, dass er es werden könnte. Dann ist er auf ein paar Konzerte mitgekommen und hat einerseits als Roadie gearbeitet und andererseits schon ein paar Songs live mitgespielt. Das war unsere Klassenfahrt. Da war ziemlich schnell klar, dass er der Richtige ist. Oder, Ace?

vAce:[/b] Für mich war das cool, weil man auf Tour genau das erfährt, worum es geht. Die Band hängt 24 Stunden zusammen, Privatsphäre gibt es kaum. Es geht gar nicht anders, da lernt man sich ziemlich gut kennen.

Eike: Witzigerweise ist Ace der beste Musiker von uns allen. Er kann nämlich alles spielen. Eigentlich bist du doch eher Schlagzeuger.

Ace: Ich habe tatsächlich die letzten Jahre hauptsächlich Schlagzeug gespielt, weil es Gitarristen wie Sand am Meer gibt.

Joshi: Er hat bei TERRORGRUPPE als Aushilfsschlagzeuger gespielt. Bei uns spielt er aber nur Gitarre. Ihr könntet mal tauschen, Matthias. Dann spielst du mal Gitarre und Ace spielt Schlagzeug.

Matthias: Das kann ja so schwer nicht sein.

Ace: Na ja.

Joshi: Das passt zum Glück alles sehr gut.

Hatte der Besetzungswechsel Einfluss auf die Arbeitsweise oder die Dynamik in der Band?

Joshi:
Im Grunde nicht. Beim Songwriting sowieso nicht, weil Ace dazu kam, als alles fertig war. Wir standen schon mit einem Bein im Studio für das neue Album. Jetzt sind einfach mehr Songs von mir, früher habe ich das mit Benni zusammen gemacht.

Seid ihr zufrieden damit, wie das Album geworden ist?

Joshi:
Manchmal hat man danach das Gefühl, dass man sich vielleicht reinhören muss, aber ich glaube diesmal, dass es von vorne bis hinten passt. Wir waren wieder im Horus Studio in Hannover, wo wir auch schon vorher drei Alben aufgenommen haben. Das war sehr schön, weil wir da ein eingespieltes Team sind, so dass wir uns komplett auf die Songs konzentrieren konnten. Das ist ein sehr angenehmer Ort. Unten ist das Studio, oben drüber ist eine Wohnung, in der wir Musiker schlafen, so dass man morgens um drei aufstehen kann, um eine Idee aufzunehmen. Das ist die perfekte Ausgangslage, um gute Alben zu produzieren.

Ihr habt in einem der Ankündigungstexte die ewige Floskel benutzt, „Hallo Hoffnung“ sei euer „persönlichstes Album“. Wieso?

Joshi:
Früher war dieses ganze Punkrock-Ding für uns was anderes. Wir waren unkaputtbar, wir sind einfach losgefahren, es war egal, was passiert, es ging schon immer weiter und wir mussten uns nur wenig Sorgen oder Gedanken machen. Ich muss schon sagen, dass sich das auf zwei Arten verändert hat. Einerseits sind da die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Als wir groß geworden sind, war das auch krass mit Nazis. Es gab Tote, es gab Angriffe, aber man musste niemals ernsthaft Sorge haben, dass die NPD in den Bundestag einzieht. Die waren in ein paar Landtagen und das war schlimm, aber es stand nie so richtig zur Debatte, dass die richtig viel Macht bekommen. Heute haben wir eine Situation, in der gefühlt jeden zweiten Tag irgendwo eine Flüchtlingsunterkunft angezündet oder angegriffen wird. Eine Partei wie die AfD, die so knallhart rassistisch und antisemitisch ist, sitzt im Bundestag. Nicht, weil sie ein Glückslos gezogen haben, sondern weil die Leute sie gewählt haben! Das ist eine viel härtere Situation.

Was ist der andere Aspekt, der sich so geändert hat?

Joshi:
Wir sind nicht mehr 15, mittlerweile sind Menschen in unserem Umfeld gestorben. An so etwas hätten wir früher nicht gedacht. Wir sehen das bei DIE TOTEN HOSEN, da sind Menschen aus der Crew gestorben – und natürlich Wölli, den wir alle persönlich kannten. Um dieses Abschiednehmen von Freunden geht es im Lied „Wellenbrechen“. Das ist eben nicht mehr alles nur Spaß und Spiel und Sau rauslassen. Plötzlich gibt es auch so einen Aspekt im Leben, der viel ernster und sehr persönlich ist. In „Unzerstörbar“ geht es um junge Menschen, die so verzweifelt sind, dass sie sich umbringen. So etwas haben wir über Ecken oder teils recht nah mitbekommen. Früher hätte ich darüber nicht nachgedacht, heute schon. Ich will einfach nicht, dass sich irgendwelche Kids umbringen, weil sie gemobbt werden, sich scheiße fühlen und das Gefühl haben, in unserer Gesellschaft nicht erwünscht zu sein. Das rückkoppelt so ein bisschen. Irgendwann habe ich gemerkt, wie wahnsinnig stark manche Leute unsere Musik bewegt.

Woran merkst du das genau?

Joshi:
Wir bekommen Mails, in denen Leute uns schreiben: „Eure Musik hat mein Leben gerettet.“ Das klingt verrückt, vielleicht ist das übertrieben von ihnen, aber sie schreiben uns, dass es ihnen wahnsinnig schlecht ging, aus ganz unterschiedlichen Gründen, und dann sagen sie, dass ihnen ein ganz bestimmter Song über die schlimme Zeit hinweggeholfen hat. Das ist schon sehr beeindruckend.

2007 habt ihr eine Pause eingelegt und euch dann 2012 wieder zusammengefunden. Waren die vielen Fans, die euch geschrieben haben, der Grund dafür?

Joshi:
Die Leute haben uns immer wieder geschrieben und gesagt, dass unsere Musik ihnen viel bedeutet. Auch Jüngere, die traurig waren, dass sie uns nie live sehen konnten und das unbedingt wollten. Das ist schön und unterscheidet uns vermutlich von einer ganzen Reihe von Bands. Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand Bushido schreibt, dass ihm seine Musik so viel bedeutet: „Wie du da über den Drogenverkauf singst, das hat mich richtig bewegt“, haha. Es ist cool und beeindruckend, dass wir, obwohl wir nur Musik machen, jungen Leuten was mitgeben können.

Einen Saufsong habt ihr jetzt aber auch auf dem Album.

Joshi:
Wir hatten aber noch nie einen Saufsong, noch nie! Jetzt haben wir aus Witz einen gemacht, der ziemlich gut geworden ist, vor allem mit der Stimme von Guido Donot.

Die DONOTS haben doch mit „Eine letzte Runde“ auf dem aktuellen Album auch zum ersten Mal einen Saufsong gemacht. Habt ihr euch da abgesprochen?

Joshi:
Wir haben sie gezwungen. Wir mussten viel Geld über den Tisch schieben.

Wofür? Dass sie mit euch „Die besten Lieder“ aufnehmen oder dass sie selber „Eine letzte Runde“ machen?

Joshi:
Beides! Haha, nein, weder noch. Wer richtig hinhört, hört den Kniff an unserem Lied, und es ist auch ein Trick, damit uns Veranstalter für ihre Festivals buchen. Die sagen gerne mal: „Och nö, so politische Bands ...“ Und jetzt können wir sagen: „Ey, wir haben da doch ein Lied übers Saufen!“. Knick-knack, dann wird’s funktionieren, haha.

Aber zurück zur Politik ... Ihr habt mit „Make racists afraid again“ einen Song, der sich ganz klar gegen das Reden mit Nazis positioniert. Es gibt aber auch viele, die sagen, man müsse auf diese Menschen zugehen und mit ihnen sprechen. Frank Turner zum Beispiel hat sehr deutlich gemacht, dass sein Weg sei, mit Menschen, die anderer Meinung sind als er, zu diskutieren. Außerdem sitzen diese Rechten ständig in irgendwelchen Talkshows. Wieso seht ihr das so konsequent anders?

Joshi:
Man muss da unterscheiden zwischen überzeugten Neonazis oder Kadern und 16-jährigen Mitläufern. Natürlich rede ich sehr gerne mit einem 16-Jährigen, der irgendwelchen Quatsch im Kopf hat und noch ansprechbar ist. Aber sich hinzusetzen und mit Neonazis wie Thorsten Heise oder irgendeinem rassistischen Arschloch von der AfD auf einem Podium zu diskutieren, halte ich für völligen Unsinn. Die wollen auch nicht diskutieren oder sich überzeugen lassen. Das ist vertane Zeit. Die wollen ihre Propaganda breittreten und dafür eine möglichst große Bühne bekommen. Es geht nicht um eine Diskussion. Es ist eher andersherum. Indem die AfD, oder noch schlimmer, irgendwelche NPD-Kader auf Podien gesetzt werden, wird suggeriert, dass es eine Diskussion auf Augenhöhe geben sollte mit Leuten, die sich selbst außerhalb eines demokratischen Rahmens sehen. Damit wird so getan, als sei das, was die verbreiten, auch nur eine politische Meinung, die das gleiche Recht hat, in der Demokratie zu existieren wie andere auch. Aber das ist einfach falsch.

Eike: Man muss daran denken, dass es diese Podiumsdiskussionen gar nicht mehr gibt, wenn erst mal genug von diesen Menschen im Bundestag sitzen. Wenn die an der Macht sind, ist die Demokratie vorbei.

Joshi: Deshalb bleiben wir bei unserem Standpunkt, dass mit Nazis nicht geredet wird. Damit meine ich aber nicht den 18-Jährigen, der uns eine Mail schreibt und sagt: „Hat die AfD nicht irgendwie doch recht?“ Dem antworte ich selbstverständlich.

Bekommst du solche Mails häufig?

Joshi:
Na ja, wir hatten schon mal Fälle, dass uns jemand geschrieben hat, dass er es gut findet, dass wir gegen rechts sind. Aber bei ihm im Ort gäbe es eine Flüchtlingsunterkunft und irgendein Kumpel hätte ihm erzählt, dass die Menschen, die dort leben, überall die Fahrräder klauen. Mit so jemandem kann man sich ganz normal unterhalten und rassistische Vorurteile ausräumen. Viele verstehen nicht, dass Kriminalität ein soziales Problem ist und nichts mit Herkunft zu tun hat. Der klassische Fall ist, dass uns jemand mailt: „Ich bin auch gegen rechts, aber letztens haben uns ein paar Türken verhauen. Was soll ich jetzt machen?“ Denen kann man ganz sachlich erklären, dass es schlimm ist, dass es diesen Überfall gab, aber dass es eben nicht so ist, dass „die Türken“ Leute überfallen, sondern Leute überfallen Leute, weil sie selber kein Geld haben oder weil sie in eine kriminelle Szene reingerutscht sind. Wenn du in eine andere Gegend fährst, wirst du vielleicht von Deutschen überfallen und woanders zufällig von Türken.

Ihr habt „Kein Bock auf Nazis“ ins Leben gerufen. Für die, denen die ganze Sache wirklich noch nichts sagt: Was ist das für eine Kampagne und wie kam es überhaupt dazu?

Joshi:
Das haben wir uns 2006 ausgedacht, zu einer Zeit, in der das Thema Rechtsextremismus nur wenige interessiert hat. Die rechtsextreme Szene wurde damals in der Öffentlichkeit kaum als großes Problem wahrgenommen. Wir hatten aber das Gefühl, dass es bei 150 Toten durch rechtsextreme Gewalt seit 1990 schon ein Thema ist, das man auf dem Schirm haben sollte. Zu der Zeit war die NPD noch in zwei Landtagen, in Sachsen und in Mecklenburg-Vorpommern, und unsere Idee war, dass man einerseits Jugendliche mobilisiert, sich gegen Rechtsextremismus und Rassismus zu engagieren, und gleichzeitig auch den Leuten den Rücken stärkt, die schon ganz viel machen und sich aber allein gelassen fühlen. Die wohnen in einem Dorf und haben jeden Tag Ärger mit Nazis. Die Idee ist total aufgegangen. Bands wie DIE ÄRZTE, BEATSTEAKS, DIE TOTEN HOSEN, DEICHKIND und viele andere sagen klar: „Wir sind auch gegen Nazis und wir finden Engagement gegen Nazis gut.“ Das hilft demjenigen, der in seinem Dorf von Nazis verhauen wird, vielleicht nicht direkt im echten Leben, aber moralisch. Der weiß dann: Auch all diese Bands stehen hinter mir und sind auf meiner Seite. Das Gefühl darf man nicht unterschätzen.

Wie geht ihr mit dem Vorwurf um, dass ihr damit aber am Ende doch nur die erreicht, die sowieso auf eurer Seite stehen?

Joshi:
Wenn jemand sagt „Ihr ruft bei euren Konzerten immer ‚Nazis raus!‘, aber da sind doch gar keine Nazis!“, dann denke ich mir wirklich: Ach, Alter. Natürlich sind da keine Nazis und darum geht es doch auch überhaupt nicht. Es geht darum, dass jemand vom Land zum Konzert fährt. Sieben Tage die Woche lebt diese Person im Dorf und da ist alles voll mit NPD-Stickern, die einen Nachbarn sind Rassisten, die anderen wählen die AfD, und wenn man vom Punk-Konzert nach Hause fährt, muss man aufpassen, dass man nicht von Nazis verhauen wird. Dieser Mensch hat den einen Abend beim ZSK-, FEINE-SAHNE-FISCHFILET- oder DIE TOTEN HOSEN-Konzert, wo er mit ganz vielen Gleichgesinnten in einem großen Raum ist und da einmal ganz laut „Nazis raus!“ rufen kann, ohne Angst zu haben, von eben diesen Nazis verkloppt zu werden. Einmal dieses Gefühl zu haben, nicht alleine zu sein. Alle, die da sind, denken das Gleiche und die verstehen das Problem – das ist doch eine gute Sache. Ältere, die vielleicht 25 sind und ein Auto haben und nicht mehr nachts mit dem Iro und dem „Nazis raus“-Shirt an der Bushaltestelle stehen müssen, die haben keine Angst vor Nazis mehr. Sie haben damit keine Berührungspunkte. Es ist fast anmaßend, sich über Teenager lustig zu machen, die da „Nazis raus“ rufen. Für die ist das total wichtig und völlig in Ordnung. Denen wird gerne auch vorgeworfen, dass sie bei unseren Shows brüllen, aber nächste Woche nicht bei der Gegendemo vorne mitlaufen. Das stimmt einfach nicht. Die Kids, die bei unseren Konzerten sind, sind auch die, die in den Blockaden sitzen, die von der Polizei auf die Fresse kriegen. Ich persönlich habe schon so vielen Kids geholfen.

Inwiefern?

Joshi:
Die schreiben uns: „Ich war neulich bei dem Aufmarsch und wurde von der Polizei aus der Blockade getragen. Jetzt drücken die mir Widerstand und Vermummung rein – scheiße, was soll ich machen?“ Dann melde ich mich bei unserem Band-Anwalt und sage: „Das hier ist XY, der braucht dringend unsere Hilfe. Bitte setz dich mit ihm in Verbindung.“ Wenn es gar nicht anders geht, zahlen wir den Anwalt selbst. Die Kids melden sich später bei mir und sagen Danke: „Die Polizei hat alle Ermittlungen eingestellt, weil euer Anwalt einfach schlau ist. Scheiß Polizei, ich gehe die Tage zur nächsten Demo.“ Das ist einfach Fakt. Das bekommen die Kritiker alle nicht mit, weil ich das nicht im Netz schreibe und eigentlich auch nicht damit hausieren gehe – na gut, jetzt mache ich das in einem Interview. Da passiert viel hinter den Kulissen und wir wissen, dass sehr viele ZSK-Fans engagiert sind. Die veranstalten Konzerte oder Fußballspiele gegen Rassismus und vieles mehr. Das ist beeindruckend.

Tatsächlich habe ich mich aber auch schon gefragt, ob das so sinnvoll ist, wenn ich die „Kein Bock auf Nazis“-Stände bei Festivals wie dem Highfield gesehen habe. Da sind ja auch eher Punks und Leute, von denen vermutlich zumindest die meisten eurer Meinung sind. Fahren eure Street-Teams auch mal in rechte Brennpunkte?

Joshi:
Bei den Protesten gegen das Nazi-Festival in Ostritz neulich war ein Team von uns. Wir haben auch eine wahnsinnige Plattform, bei Facebook folgen uns 200.000 Menschen. Damit können wir kleine Proteste unterstützen. Klar kommt immer wieder die Frage auf, wieso wir nicht bei einem FREI.WILD-Konzert sind. Aber im Ernst: Ich schicke doch nicht meine Teamer auf ein FREI.WILD-Konzert. Dort werden sie doch nur angegriffen. So funktioniert diese Kampagne nicht. Auch diese Vorstellung, dass jemand, der rechts ist, an unseren Stand geht und statt zu pöbeln erst mal einen Flyer nimmt, den liest und sagt: „Stimmt, ihr habt ja recht! Alles okay, ich hab euch lieb.“ Das funktioniert in der Realität nicht. Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. „Kein Bock auf Nazis“ ist aber keine Kampagne für Nazis.

Eike: Es ist Aufklärungsarbeit. Junge Leute, die sich noch nicht so viel mit der Thematik beschäftigt haben, aber in ihrem Umfeld diesen oder jenen Scheiß mitbekommen, lernen Argumentationsmuster kennen, die keine rechten Meinungen reproduzieren. Das ist kein Hufeisen, links ist nicht irgendwann wieder wie rechts, sondern die einen wollen die Juden vergasen, die anderen wollen das verhindern. Das sind diametral unterschiedliche Positionen. Das ist total bekloppt, so etwas gleichzusetzen. Die Kids lernen, wie eine antifaschistische Argumentation funktioniert und wie sie gegen stumpfe AfD-Parolen argumentieren können. Dass sie nicht blöd da stehen, wenn sie Position beziehen wollen.

Joshi: Schau, du hast einen 16-Jährigen, der sieht bei seiner Lieblingsband ein „Kein Bock auf Nazis“-Shirt und kauft sich das dann auch. Der ist eigentlich gar nicht politisch – das ist doch völlig in Ordnung. Dann zieht der das T-Shirt an und in seiner Schule kommen die paar AfD-Arschlochkids aus der Parallelklasse und fragen, was für ein scheiß Shirt er da trägt, dann ist das genau der Moment, in dem er sich rechtfertigen muss. „Weil DIE TOTEN HOSEN das anhaben“, zählt dann nicht als Antwort.

Was würdest du dieser Person raten, dann zu sagen?

Joshi:
Er muss die grundlegende Idee dahinter verstehen: „Jeder Mensch hat das Recht auf Unversehrtheit, egal welche Hautfarbe, egal welche Herkunft, egal welche Religion er hat. Das ist ein Menschenrecht, das verteidigt werden muss. Feinde davon, Neonazis, die alle Leute umbringen wollen, die ihnen nicht in den Kram passen, die stehen gegen alles, wofür ich stehe, und deshalb habe ich dieses T-Shirt an.“ Vielleicht ist das der Punkt, an dem jemand, der sich erst mal nur ein Shirt gekauft hat, weil die Lieblingsband das getragen hat, anfängt, sich zu engagieren. Der nächste Schritt ist, das sehen wir tausendfach, dass er sich bei uns meldet und Aufkleber bestellt und 500 Stück in seiner Stadt verklebt. Daraus kann viel wachsen. Mit „Kein Bock auf Nazis“ wollen wir Jugendliche immunisieren und unterstützen. Wenn dann nämlich jemand mit einem NPD-Flyer ankommt, dann sagt der: „Alter, fick dich!“

Ace: Was wir über die sozialen Netzwerke mitbekommen ist, dass die Kids im Gegensatz zu früher ein Bewusstsein dafür entwickeln. Da sind 13-, 14-Jährige, die „FCK AFD“-Shirts tragen. Das hab ich in dem Alter noch nicht gemacht.

Joshi: Damit kann man nicht früh genug anfangen.

Ace: Klar, aber ich finde das gut, dass die sozialen Medien da helfen.

Macht euch das politische Engagement nicht auch manchmal müde? Seit gefühlt tausend Jahren wettert ihr gegen Nazis und immer wieder bekommen die solchen Aufschwung, sitzen mittlerweile im Bundestag und marschieren dauernd mit Fackeln und Fahnen wedelnd durch die Gegend.

Joshi:
Das zieht sich durch unser ganzes neues Album. Ich glaube schon, dass da noch Hoffnung besteht, aber ja, die Luft wird dünner und es ist alles kein Spaß mehr, es geht ans Eingemachte und die Grundfesten der Gesellschaft. Klar macht das müde und klar nervt das manchmal. Aufgeben ist aber keine Option. Ich werde mich da nicht zurückziehen und ich werde dazu nicht schweigen. Jetzt muss man erst recht schauen, dass man Menschenrechte verteidigt, die die Rechten für bestimmte Teile der Bevölkerung abschaffen wollen. Ich habe Hochachtung vor den Leuten, die immer wieder Gegendemos organisieren. Die ganze Vorbereitung, das Geld aufzubringen, die Vorbereitungstreffen, das ist eine Wahnsinnsarbeit. Zum Glück hat eine Stadt wie Berlin eine engagierte Zivilgesellschaft. In einem kleineren Ort, wo vielleicht nur fünf Menschen sind, die sich engagieren und das immer wieder machen, ist das hart.

Eike: Diese Form der Auseinandersetzung wird nicht enden. Progressive Positionen zu verteidigen oder gar Fortschritte zu machen, das hört nicht auf. Politische Auseinandersetzung, so lange sie möglich ist, wird sich immer anfühlen wie ein Kampf gegen Windmühlen. Ich glaube trotzdem, dass Fortschritt und Emanzipation stattfinden. Es ist nicht gut, das als ermüdend zu sehen, weil es ein kontinuierlicher Prozess ist, bei dem man seine Energien einteilen muss, bei dem man aber auch weiß, dass es weitergeht. Für mich ist das ein langfristig angelegtes Projekt. Ich weiß, ich bin dabei und ich bleibe dabei.

Erinnert ihr euch an den schönsten Moment in eurem politischen Engagement, gab es mal ein richtig erinnerungswürdiges Erfolgserlebnis?

Joshi:
Als wir 2011 bei minus zehn Grad in Dresden auf der Straße saßen und nach fünf Stunden irgendwann die Durchsage kam, dass der gesamte Naziaufmarsch im Arsch ist und nicht laufen wird, und die Bullen einmal im Leben auch die Nazis ein bisschen verhauen haben, statt die Gegendemonstranten. Das galt damals als der größte Naziaufmarsch Europas mit 7.000 Neonazis. Irgendwann gab es den bundesweiten Beschluss der linken Gruppen, dass da was passieren muss, weil die Nazis sich Jahr für Jahr am 13. Februar zum Trauermarsch in Gedenken an die Bombardierung von Dresden getroffen haben. Mit bis zu 6.000 Teilnehmern war das damals der größte Naziaufmarsch Europas. Im ersten Jahr hat das nicht so gut geklappt, im zweiten dann schon viel besser, im dritten Jahr war der Aufmarsch total im Arsch und es gibt ihn so in dieser Form nicht mehr. Das ist ein riesiger Erfolg. Damals sind 20.000 Menschen aus ganz Deutschland nach Dresden gefahren und haben gesagt: „Jetzt ist Schluss!“ Wir sind morgens um fünf in Berlin in einen von vierzig Reisebussen gestiegen. Auf dem Weg ist der Brandenburger Konvoi dazu gestoßen, dann waren wir fast fünfzig volle Reisebusse, die Richtung Dresden gefahren sind. In Dresden sind dann – nur aus Berlin und Brandenburg – 2.500 Gegendemonstranten auf dem Autobahnzubringer in die Stadt gelaufen. Die Szenen sieht man im Video zu „Antifascista“. Wir sind einfach losgelaufen, da stand die Polizei, aber alle sind weiter gelaufen. Das hat mir gezeigt, dass es viele, viele Leute gibt, die verhindern wollen, dass Neonazis, die so etwas wie den NSU hervorgebracht haben, die Menschen umbringen, marschieren dürfen. Gegenprotest kann Erfolg haben. Klar, das war nur dieser eine Aufmarsch und danach kam PEGIDA. Aber trotzdem war das nicht nur für uns ein sehr wichtiges Ereignis. Es gibt diese Erfolge, und die muss man entsprechend abfeiern.

Apropos Protest, in Berlin wurden neulich wieder Häuser besetzt. Was haltet ihr von solchen Aktionen?

Joshi:
Finde ich gut und richtig. Wir haben schon häufig in besetzten Häusern gespielt, das war immer gut. Die ganze Wohnungsmarktpolitik ist scheiße, es wird so viel leer stehen gelassen. Bundesweit sind viele linke Jugendzentren ebenfalls in ehemals besetzten Häusern, das sind Relikte aus den Siebzigern. Wir haben auch schon oft in der Arena in Wien gespielt. Das ist ein geiler Club, aber auch nur, weil coole Leute das früher besetzt und ein Kulturzentrum aufgebaut haben. Das wurde irgendwann legalisiert, so wie viele Projekte, aber ich habe das Gefühl, dass einige Leute Dinge genießen, die früher mal besetzt waren, aber nicht wissen, wo das herkommt. Deshalb finde ich gut, wenn mal wieder zehn neue Häuser besetzt werden, in denen es dann Wohnungen, Proberäume, vielleicht ein Kino oder ein Kulturzentrum gibt. Das sind dann die Orte, wo coole neue Punkbands entstehen können. Da müssen ja auch welche nach uns kommen.

Eike: Das JuZi, das Jugendzentrum Innenstadt in unserer alten Heimatstadt Göttingen war auch mal ein besetztes Haus. Das hat uns als Band intensiv geprägt. Dort sind wir jedes Wochenende zu den Konzerten gegangen. Da waren irgendwelche Leute in Göttingen, die Hardcore- und Punk-Konzerte organisiert haben, man konnte den Kontakt in die Szene aufbauen und sich aussuchen, was man gut findet und was nicht. Da sitzt ja niemand und sagt dir, was du denken musst. So ein Zentrum ermöglicht die Auseinandersetzung mit politischen Themen jenseits der „Tagesschau“, die man abends mit seinen Eltern guckt. Diese Freiräume sind wichtig.

Joshi: Man kann dort machen, was man will. Wenn heute eine Band zu einem Club geht, dann wird erst mal gefragt, wie viele Leute da wohl kommen. Das verstehe ich, da muss nach wirtschaftlichen Aspekten geschaut werden. Dem coolen Jugendzentrum ist das aber egal. Wir konnten im JuZi in Göttingen spielen, dort haben sie aber bewusst gefordert, dass wir das selber mitorganisieren. Letztendlich wurden wir da von Linken in Jugendarbeit reingetrickst, haha. Wir mussten die Theke machen, die Abrechnung, einen Plan und so weiter ... Das ist eine große Eigenverantwortlichkeit, die einem da gegeben wird. Das hat uns geprägt. Wir haben jahrelang alles DIY gemacht, wie das im Punk so ist. Aber das muss man lernen.

 

Diskografie

Keep Skateboarding Punkrock (MC, Selfreleased, 1997) • Riot Radio (CD, Wolverine, 2002) • From Protest To Resistance (CD, Blitzcore, 2004) • Riot Radio (CD, Rerelease, Bitzcore, 2005) • We Are The Kids (CD/CD-ROM, Compilation, Bitzcore, 2005) • Discontent Hearts And Gasoline (LP/CD, Bitzcore, 2006) • Wenn so viele schweigen müssen wir noch lauter schreien (CD/DVD, Compilation, Bitzcore, 2006) • Herz für die Sache (LP/CD, People Like You, 2013) • Herz für die Platte (LP, Compilation, Hamburg, 2014)

Julia Brummert

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #139 (August/September 2018)

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