Interviews & Artikel : THE.AFTERMATH :: ox-fanzine.de

Das aktuelle Ox

Unsere Aboprämie

Wer das Ox bis zum 01.03.2019 neu abonniert, erhält auf Wunsch die neue PASCOW-CD „Jade“ (Kidnap/Rookie) als Prämie. (Solange Vorrat reicht) (Bitte im Feld "Nachricht" angeben + Namen des Prämienempfängers)

 

Abo gegen Tasche!

Wer das Ox neu abonniert, wer ein Abo verschenkt oder als Ox-Abonnent einen neuen Abonnenten wirbt, der bekommt von uns die Ox-Tasche (fair gehandelte Bio-Qualität) geschenkt!

 

California über alles

"California über alles - Dead Kennedys Wie alles begann" ist das erste umfassende Buch über die DEAD KENNEDYS. Es konzentriert sich auf die Gründungs­phase der Band in der Szene von San Francisco bis zum Erscheinen des ersten Albums "Fresh Fruit For Rotting Vegetables". Autor Alex Ogg sprach dafür mit vielen Zeitzeugen.

 

Kochen ohne Knochen

Das Ox-Kochbuch 5 & Kochen Ohne Knochen #23

Kochen ohne Knochen - Das Ox-Kochbuch 5: Über 200 rein pflanzliche Rezepte für Beginner und Könner, für Veganer, Vegetarier und Allesesser, von simpel bis anspruchsvoll. Von Punks, nicht nur für Punks.
Dazu jede Menge Merchandise rund ums Kochbuch: Küchenmesser, Profimesser, Hand- und Geschirrtuch, Küchenschürze, Stofftasche, Sparschäler, Frühstücksbrettchen, Pfannenwender, Buttons, ...

Kochen ohne Knochen #23: Die neue Ausgabe des veganen Magazins ist jetzt im Handel und bei uns erhältlich.

 

Interviews & Artikel

THE.AFTERMATH

Punk muss wütend sein

Die seit 2010 aktiven THE.AFTERMATH aus dem Umfeld des AJZ Bahndamm in Wermelskirchen haben mit ihrem zweiten, 2017 veröffentlichten Album „New New Order“ einen musikalischen Quantensprung hingelegt und ein kleines Ausrufezeichen in Sachen Metalpunk gesetzt. Sänger Alan O’Gallon, Exil-Brite Jahrgang 1969, und seine über zwanzig Jahre jüngeren Bandkollegen beantworteten ein paar Fragen.

Ist Punkrock nicht wütend genug?

Alan:
Es ist ziemlich verwässert. Es gibt zu viele Bands, die nur aus Spaß Punkrock spielen. Es passiert so viel Mist in der Welt, und was machen viele sogenannte „Punkrock-Bands“? Sie schielen nur aufs Geld, spielen immer nur die gleiche alte Scheiße, treten auf Festivals wie dem Rebellion auf ... Die Wut scheint weg zu sein.

Du meinst also nicht musikalische Aggressivität, sondern die persönliche Haltung?

Alan:
Genau. Musikalische Aggression bedeutet nichts. Die Botschaft zählt, zumindest was mich betrifft. Warum macht es so wenige Menschen wütend, dass in Syrien täglich Menschen abgeschlachtet werden? Ich verstehe das nicht.

Was hat euch denn zum Punk gebracht?

Michi:
Die Musik. Ich komme aus einer noch kleineren Stadt als Wermelskirchen und das AJZ Bahndamm war einfach der beste Ort, wo man hingehen konnte. Das hier ist schon ein krasser Gegenentwurf zu der spießigen Einöde hier in der Gegend. Das ist wie ein Tor zur Welt, da hier ständig internationale Bands gastieren.

Alex: Für mich war es der einzige Ort, wo ich Anschluss gefunden habe und wo ich unter der Woche Bier trinken konnte, ohne dass böse geguckt wurde.

Alan: Punkrock ist doch nur ein Wort. Ich bin in den Siebzigern in einem kleinen Ort bei Bristol aufgewachsen. Meine Mutter ist Irin und in Irland ging es damals hoch her. Ich war wütend, denn ich wurde wie ein Fremder, wie ein Aussätziger behandelt, bloß weil ich rote Haare hatte und etwas anders sprach. Ich fühlte mich nicht wohl. Dann war da plötzlich dieser Kanadier, der für ein paar Monate als Austauschschüler da war. Er spielte mir STIFF LITTLE FINGERS vor und ich war hin und weg. Ich lernte weitere Jungs kennen, die mir anderen Kram zeigten. Endlich hatte ich so etwas wie eine Familie gefunden. Wegen meiner irischen Mutter wurde ich immer ausgegrenzt und endlich hatte ich Anschluss gefunden.

Vor THE.AFTERMATH warst du bei MAGGOT SLAYER OVERDRIVE und BAD BLOOD aktiv und bist weltweit getourt. Warum ausgerechnet Wermelskirchen?

Alan:
Von hier fährt einfach kein Zug weg, also musste ich bleiben, haha.

Ihr spielt ja bundesweit, wie läuft das ab?

Timo:
Wir werden gefragt. Wir lieben es, an Orten zu spielen und mit Menschen zu sprechen, die wir noch nicht kennen.

Alan: Und ich würde gerne wieder in England spielen.

Hail to England?

Alan:
Haha, ja, aber nur wegen des Cider.

Spielt ihr grundsätzlich jeden Gig?

Sasha:
Spritgeld sollte schon drin sein, ebenso ein paar Bier und etwas zu essen. Manchmal spielen wir auch für nichts. Natürlich wäre es cool, wenn manchmal etwas übrig bliebe, denn Proberaummiete, Studiokosten oder Merch bezahlen sich auch nicht von alleine.

Alan: In England ist es da leider viel mieser. Du fragst nach Essen und man schickt dich zur Pommesbude. Du hast Durst und man zeigt auf die Bar, wo du zahlen musst. Den Bus musst du mieten und am Ende hast du als Band 150 Pfund gezahlt, nur um im Hinterzimmer eines beschissenen Pubs gespielt zu haben. Hier in Deutschland wirst du in der Regel mit viel mehr Respekt behandelt.

Alan, schreibst du noch ähnliche Texte wie bei deinen früheren Bands?

Alan:
Nein. Mit MAGGOT SLAYER OVERDRIVE haben wir nur Quatsch gemacht. BAD BLOOD waren da ernster. Es kommt immer auf meine Stimmung an, logisch. Wütend bin ich immer. An Tagen, an denen es mir nicht so gut geht, werden die Texte auch mal düster.

Liebeslieder gehen also gar nicht?

Alan:
Doch, schon, aber dann geht es auch immer um Priester, haha.

Guntram Pintgen

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #140 (Oktober/November 2018)

Suche

Ox präsentiert

FRAU DOKTOR

Wir schreiben das Jahr 1995. Ein Wiesbadener Szenecafe feiert ein Straßenfest. Die Livemusik kommt von einer neuen Wiesbadener Skaband. Erstes Konzert von FRAU DOKTOR. Seitdem hat die grundsympathische Ska-Punk-Soul-Rocksteady-Band etliche kleine ... mehr