Interviews & Artikel : 35 Jahre später: RAZZIA - Tag ohne Schatten (LP, Weird System, 1983) :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

35 Jahre später: RAZZIA - Tag ohne Schatten (LP, Weird System, 1983)

Im Rückblick entpuppt sich gerade das Jahr 1983 als einer der Höhepunkte des deutschen Punk. Zahlreiche Klassiker dieses Genre wurden in diesem Jahr veröffentlicht und dazu zählt auch die erste LP von RAZZIA aus Hamburg. Die 1979 gegründete Band kam über SLIME in Kontakt mit Aggressive Rockproduktionen und lieferte 1982 auf dem „Underground Hits“-Sampler mit zwei Songs ihr fulminantes Vinyldebüt ab. Weitere Beiträge auf Samplern wie „Waterkant Hits“ folgten. Ihre erste LP erschien dann aber nicht auf Aggressive Rockproduktionen – und das obwohl der Label-Chef ein Händchen für gute Bands hatte –, stattdessen wurde „Tag ohne Schatten“ auf dem jungen Hamburger Label Weird System veröffentlicht.

RAZZIA, die über sich selbst sagten, dass sie für eine Punkband erstaunlich gut organisiert waren und es schafften, regelmäßig zu proben, nahmen die 15 Songs in mehreren einzelnen Aufnahmeblöcken im Berliner Music Lab und dem Ultraschall Studio in Hamburg-Altona auf. Das Ergebnis ist eine abwechslungsreiche und energiegeladene Mischung aus schnellen Punkrock-Songs und langsameren Stücken. Die Texte von RAZZIA kamen auch damals schon ohne die großen Parolen aus. Klartext sprachen sie trotzdem. So waren sie beißend zynisch wie bei „Pro Future“ und „BRD & Co KG“ oder schilderten düstere und bedrohliche Szenarien wie in „Nacht im Ghetto“ und „Kriegszustand“. Auch die eigene Szene betrachteten RAZZIA durchaus kritisch wie in „Das letzte Stadium“ oder „Am nächsten Tag“: „Freiheit gegen Flaschen – ein guter Tausch!“ Bei Songs wie „Neonazi“ und „GG Art. 5“ kamen sie schnörkellos auf den Punkt und sangen auch mal auf Englisch. Ein leichter Hang zum Kryptischen ist aber auch schon auf „Tag ohne Schatten“ erkennbar. Der Opener „Schatten über Geroldshofen“ beschreibt die Wiederkehr eines vor Jahrhunderten unschuldig Hingerichteten an den Ort seines Todes, der feststellt, dass sich nichts geändert hat: „Die Menschen sind dieselben, die Gesinnung ist gleich“. Ihre kritischen und aggressiven Texte setzten sie dabei auch musikalisch sehr gut um.

Nach der Veröffentlichung der LP spielten RAZZIA neben zahlreichen Gigs im Inland auch im europäischen Ausland und konnte ihre Klasse auch live beweisen. Ich habe RAZZIA das erste Mal 1984 gesehen, und ihr Auftritt zählt für mich zu den besten Konzerten in den Achtzigern. Die ersten 1.000 Exemplare von „Tag ohne Schatten“ kamen 1983 in rotem Vinyl, schon im Dezember desselben Jahres wurde die LP neu aufgelegt. 1985 beendete die Band zwar die Zusammenarbeit mit Weird System, doch 2002 hat das Label „Tag ohne Schatten“ noch mal als LP und 2003 als CD mit drei Bonustracks wiederveröffentlicht.

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #141 (Dezember/Januar 2018)

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