Interviews & Artikel : ISOLATION RECORDS :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

ISOLATION RECORDS

Gegründet 2018

Schaut man sich die Marktsituation an mit einem immer stärker boomenden Streaming-Sektor, fragt man sich schon, wieso Menschen im Jahr 2018 noch ein Hardcore-Label gründen und ganz altmodisch Platten veröffentlichen. Zum Beispiel dieses junge Berliner Label, dessen Co-Gründer Pascal Thönnißen unsere Fragen beantwortete.

Wo und wann gegründet, heute wo ansässig?


Isolation Records wurde im Januar 2018 in Berlin gegründet und hier geschieht auch alles. Fast alles, die Promo kommt aus Hamburg.

Von wem gegründet worden und wer steckt heute dahinter?

Hinter dem Label stehen seit der Gründung Christoph Wietzorek und ich, Pascal Thönnißen. Unser Vertrieb läuft in Europa über Evil Greed und in Nordamerika über Deathwish Inc. Die Teams beider Vertriebe sind eine wahnsinnig große Unterstützung und tragen entsprechend auch ihren Teil zu jedem Release bei.

Warum betreibt man heutzutage, wo doch jede Band auch alles selbst machen kann, noch ein Label?

Weil Bands theoretisch alles selber machen könnten, es aber nicht können, haha. Außerdem fehlt Bands neben dem Know-how und eventuellen Kontakten auch oft das nötige Kleingeld. Egal, ob für die Produktion der Tonträger, für das Studio oder die Werbung.

Decken die Einnahmen die Herstellungskosten?

Im Optimalfall sollte das so sein und bisher läuft auch alles nach Plan. Aber natürlich ist es nicht ganz einfach und es dauert immer eine Weile, bis es soweit ist. Hier muss man sich definitiv etwas in Geduld üben und vor allem auch nach der Veröffentlichung noch aktiv dafür einsetzen, dass eine Platte oder Band interessant bleibt. Auch wenn digitale Dienstleister wie Spotify, Apple Music oder Deezer nicht gerade viel springen lassen, sind sie trotzdem eine mehr oder weniger konstante und zuverlässige Einnahmequelle, die enorm dabei hilft, die Herstellungs- oder Werbekosten zu tragen.

Was macht ihr sonst noch?

Neben dem Label betreiben wir einen Online-Handel und Vertrieb für Merchandise und Musik namens Evil Greed, sowie eine Merchandise-Firma namens EG Merchandise. Außerdem machen wir beide viel Musik, spielen in Bands und trinken gern Kaffee.

Welche sind eure bevorzugten Stilrichtungen?

Auf eine spezielle Musikrichtung wollen wir uns gar nicht begrenzen. Vielmehr geht es uns um die Atmosphäre und Stimmung, die die Musik mit sich bringt und vermittelt. Mit dem Label wollen wir primär harte, emotionale und launische Musik rausbringen. Das kann sowohl Hardcore, Metal oder Black Metal als auch Doom oder sogar New Wave sein.

Welches sind die bevorzugten Formate, wie ist das Verhältnis zu digitaler/nicht-physischer Veröffentlichung?

Alles, was wir rausbringen, wird sowohl physisch als auch digital verfügbar sein. Uns ist es ebenso wichtig, ein schönes physisches Produkt zu erschaffen als auch die Musik einfach und vor allem kostenfrei im Internet zugänglich zu machen. Wir bevorzugen aber definitiv Vinyl. Durch die Größe, Haptik und die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Gestaltung leisten physische Releases, Vinyl im Besonderen, meiner Meinung nach einen sehr großen Beitrag zu einer Veröffentlichung und machen diese erst komplett.

Gibt es Label-Vorbilder?

Sowohl Deathwish Inc. als auch Southern Lord oder Closed Casket könnte man definitiv so betiteln. Gerade Deathwish Inc. ist ein Label, das durch seine Liebe zum Detail und hochwertigen Produkte eine große Inspiration für uns ist. Ebenso schaffen sie es, verschiedenste Musikstile herauszubringen und trotzdem immer den Labelcharakter mit zu transportieren. Nichts wirkt fehl am Platz und alles ist schlüssig.

Die ersten Bands, die kommenden Bands?

Die ersten Bands sind zum Großteil auch die heutigen. MASS WORSHIP, die aus CITY KEYS hervorgegangen sind, PORTRAYAL OF GUILT, IMPRISONED und LOWEST CREATURE. Drei der genannten Bands arbeiten gerade an neuen beziehungsweise ihren ersten LPs. Außerdem dazugekommen sind LIFESICK, die nach ihrem Debüt auf Southern Lord diesen Winter ihr zweites Album bei Isolation veröffentlichen werden.

Was waren die drei wichtigsten oder besten oder meistverkauften Veröffentlichungen?

Da es zu diesem Zeitpunkt noch nicht so viele waren, ist es schwierig zu sagen. LOWEST CREATURE und IMPRISONED kommen super an und auch bei der kommenden LIFESICK-LP mache ich mir keine Sorgen.

Was fasziniert euch am Labelmachen, was frustriert?

Uns fasziniert, wie Ideen und Visionen langsam Realität werden und alles nach und nach Form annimmt. Frustrierend ist, wenn Menschen, die sich über den Preis von Musik, Platten oder Versandkosten beschweren, noch am gleichen Abend fünfzig Euro für Zigaretten und Vollsuff ausgeben.

Eure Labelpolitik?

Zero bullshit. Mit dem Label wollen wir nur Musik veröffentlichen, hinter der wir auch zu 100% stehen. Wenn wir Bedenken haben, ob eine Band zu uns passt, ist das zugleich auch ein Zeichen dafür, dass wir nicht vollkommen überzeugt sind und entsprechend auch wahrscheinlich nicht mit voller Leidenschaft und Konzentration bei der Sache sein werden. Außerdem ist es uns wichtig, nicht für die Bands, sondern mit den Bands zu arbeiten und eine entsprechend enge Bindung zu pflegen. Wir wollen am kompletten Entstehungsprozess einer Veröffentlichung beteiligt sein und bringen uns so viel wie möglich ein.

Joachim Hiller

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #141 (Dezember/Januar 2018)

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