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Interviews & Artikel

36 Jahre später: AGRESSION - Don’t Be Mistaken (LP, BYO, 1983)

AGRESSION waren Teil der ersten Welle von südkalifornischen Skatepunk-Bands der frühen Achtziger Jahre. Zusammen mit RKL, ILL REPUTE und DR. KNOW gelten sie als prominenteste Vertreter des typischen Oxnard-Sounds – „Nardcore“ nannte man das bisweilen. Die Urbesetzung bestand aus Sänger Mark Hickey, Gitarrist Henry Knowles, Bassist Bob Clark und Drummer Mark Aber. Die an SS-Runen erinnernden Blitze im Bandlogo brachten AGRESSION eine Weile Faschismusvorwürfe ein, was seitens der Band aber vehement zurückgewiesen wurde. Hickey bezeichnete sich selbst als traditionellen Jamaika-beeinflussten Skinhead, Knowles mit seinen japanischen Wurzeln und der spätere Drummer John Mitchell als Afroamerikaner lieferten quasi den lebenden Gegenbeweis.

Das Debüt „Don’t Be Mistaken“ ist die dritte Veröffentlichung auf Better Youth Organization (BYO), kurze Zeit zuvor von den Stern-Brüdern (YOUTH BRIGADE) als Label und Künstlerkollektiv ins Leben gerufen. Das Coverfoto stammt wie etliche mit der Zeit ikonisierte Bilder dieser Ära von Glen E. Friedman, der zusammen mit Ed Colver der prägende Musikfotograf der frühen US-Punk- und Hardcore-Szene wurde. Die knapp 23-minütige LP enthielt ursprünglich 14 Stücke.

„Don’t Be Mistaken“ kann als prototypisches Nardcore-Album bezeichnet werden. Melodische Rotzigkeit kalifornischer Bands wie ADOLESCENTS und AVENGERS wird unterfüttert mit NWoBHM-Anleihen. Einige Nardcore-Bands, auch AGRESSION, durchliefen auf späteren Veröffentlichungen eine ausgeprägtere Metal-Phase. Damit unterscheiden sich AGRESSION bereits in dieser frühen Schaffenszeit sowohl von den Sixties-inspirierten Surfpunks als auch von den Wutausbruchcombos aus Boston und Washington, DC. Die Texte der Songs sind angepisst, aber nicht negativ und behandeln typische Themen jugendlicher Vorstadt-Skater und klassische Inhalte wie Krieg und Big Business. Es folgten Beiträge zu verschiedenen Mystic Records-Compilations, 1985 erschien dort auch eine selbstbetitelte LP sowie ein Bootleg einer Show im CBGB’s. Ab 1992 tourte die Band noch einmal und veröffentlichte 1996 das Album „Nowhere To Run“. 1998 ist dann Schluss. Nur Anfang 2000 gibt es noch ein paar Shows mit den DEAD KENNEDYS und D.I.

Dass AGRESSION niemals die Langlebigkeit und der Status bekannterer Bands dieser Ära erreichten, liegt an den ständigen Besetzungswechseln. Hickey ist schließlich das einzige konstante Bandmitglied. Das neue Jahrtausend markierte das endgültige Aus für AGRESSION: Hickey starb 2000 an akutem Leberversagen und Knowles 2002 an Leukämie. Was bleibt, ist dieses geniale Album, das mit seiner Intensität und Energie in einem Atemzug mit dem blauen Album der ADOLESCENTS und „Rock’n’Roll Nightmare“ von RKL genannt werden kann.

Daniel Schubert

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #142 (Februar/März 2019)

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