Interviews & Artikel : Punk Art #15: Marc „Sieben Raben“ Heymach :: ox-fanzine.de

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Interviews & Artikel

Punk Art #15: Marc „Sieben Raben“ Heymach

In dieser Artikelreihe stellen wir Menschen aus der Punk- und Hardcore-Szene vor, die sich im weitesten Sinne grafisch betätigen und Poster, Flyer und Cover gestalten. Diesmal sprachen wir mit Marc Heymach aus Taunusstein bei Wiesbaden, der nicht nur unter dem Namen Sieben Raben als Illustrator und Designer im Bereich Gig-Poster aktiv ist, sondern auch mit seiner Frau Anke in einer Familienmanufaktur unter dem Namen „Rheingau Affineur“ erfolgreich Käseveredelung betreibt und dabei Käsegenüsse mit tollen Namensgebungen wie „Blauer Schoki-Lakritz“ (mit Schimmel und Schokobohnen), „Popeye“ (mit Spinat) oder „Blaues Opium“ (mit Honig und gedämpftem Mohn) kreiert.

Bitte stell dich vor: Name, Alter, Beruf, Szeneaktivitäten, wie und wann zu Punk/Hardcore gekommen?


Ich bin Marc Heymach, ich bin 41 Jahre alt, Kommunikationsdesigner und Illustrator und arbeite unter dem Namen „Sieben Raben“. Aufgewachsen bin ich mit Bands wie THE WHO. Mit elf Jahren habe ich die RAMONES für mich entdeckt, danach kamen dann BLACK FLAG, FUGAZI, DEAD KENNEDYS und die MISFITS.

Seit wann betätigst du dich künstlerisch, wie fing das an, wie ging es weiter?

Mein Vater ist hauptberuflicher Kunstmaler, mir wurde das also schon in die Wiege gelegt und ich durfte mich schon früh künstlerisch betätigen. Das Designding fing bei mir mit vierzehn Jahren an, als ich ein Praktikum in einer typografischen Werkstatt gemacht habe. Danach habe ich dort gejobbt und konnte das Equipment auch für meine privaten Projekte nutzen. Zunächst habe ich für Freunde und meine Band Tapecover und ähnliches gestaltet. Nach dem Abitur habe ich eine Ausbildung zum Designer abgeschlossen. Seitdem habe ich in verschiedenen Designagenturen als Designer und Illustrator gearbeitet. Irgendwann fing ich an, Shirts im Siebdruck zu bedrucken. Dafür habe ich eine eigene Siebdruckwerkstatt eingerichtet. Anfangs habe ich viel mit verschiedenen Farben und Materialien experimentiert, bis ich die für mich perfekte Lösung gefunden habe. 2015 wurde ich übermütig und fragte bei TURBOSTAAT an, ob sie Bock auf ein Siebdruckposter hätten. So kam ich dazu, Gig-Poster und -Shirts zu machen.

Wie arbeitest du? Klassisch mit Papier und Farbe, oder digital am Rechner?

Sowohl als auch. Mittlerweile beginnt es auch schon oft digital, aber nicht immer. Finalisiert wird aber alles am Rechner.

Bist du Autodidakt oder kannst du auf eine klassische künstlerische Ausbildung verweisen?

Als Kind musste ich immer wieder Stillleben für meinen Vater zeichnen, habe mich dann ab neun Jahren aber geweigert. Mit vierzehn Jahren kam dann der Drang, wieder zu zeichnen. Von da an habe ich auch immer wieder mit anderen Künstlern zusammengearbeitet.

Hast du Vorbilder, welche Stile beeinflussen dich?

Ich habe viele Vorbilder und Inspirationen, es gab und gibt so viele gute Künstler. Mit neun Jahren wurde ich Fan von Hieronymus Bosch, den man primär als apokalyptischen Maler der Renaissance aus Holland kennt, und bin es heute noch. Ich liebe die 1.000 verschiedenen Styles der Poster-Art-Kultur. Deswegen fällt es mir schwer, einzelne hervorzuheben, ob national oder international.

Gibt es deine Kunst zu kaufen? Falls ja, in welcher Form - Originale oder Drucke? Wie und wo? Und was muss man dafür ausgeben?

Die Poster gibt es bei den jeweiligen Konzerten. Sie sind in der Regel von mir per Hand gedruckt, limitiert, signiert und nummeriert. Demnächst wird es auch einen Onlineshop geben. Bei Konzerten und auch im Shop kostet ein Poster 20 Euro. Zuletzt habe ich ein exklusives Plakat für INVSN zu deren Konzert im Juli in Mainz gestaltet, für die ich bereits 2017 auch schon mal ein Print gemacht habe, und aktuell arbeite ich einem Plakat für DOG EAT DOG.

Arbeitest du völlig frei oder auch im Auftrag? Etwa für Bands oder Konzertveranstalter?

Ich arbeite frei und habe Anfragen von Bands, deren Management und von Konzertveranstaltern. Und ich werde auch oft weiterempfohlen.

Was ist mit Ausstellungen? Gab es welche, wird es welche geben? Wann und wo?

Bis jetzt habe ich noch keine eigene Ausstellung gemacht, aber es ist einiges in Planung. Demnächst stelle ich gemeinsam mit Antighost aus Mannheim beim „Angst macht keinen Lärm“-Festival im September in Wiesbaden aus, bei dem auch TURBOSTAAT und PASCOW spielen.

Was gibt dir deine Kunst emotional?

Viele Musiker berühren mich mit ihrer Musik. Denen möchte ich mit meiner Kunst etwas zurückgeben. Wenn dann die Bands im Anschluss auf mich zukommen und mir zeigen, dass sie happy sind mit meinem Artwork, dann ist alles bestens!

Markus Kolodziej

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© by Ox-Fanzine / Ausgabe #145 (August/September 2019)

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