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Interviews & Artikel

STRIFE

"Angermeans" heißt es, das neue Baby der wieder auferstandenen STRIFE. Das US-Quintett meldete sich nach etwas mehr als drei Jahren (Toten-)Stille zurück und bewies eines: Auf den Tisch hauen geht auch mit Experimentierfreude! Gitarrero Andrew zum neuen Album und der "Szene"...

Andrew, "Angermeans" hat das Licht der Welt erblickt...


Ja, wir sind verdammt glücklich, dass es endlich fertig geworden ist. Wir wollten mit "Angermeans" weder ein weiteres "One Truth" noch ein weiteres "In This Defiance" schreiben. Die Motivation war für uns, den STRIFE-Stil beizubehalten, aber gleichzeitig alles auf ein Level zu heben, auf welchem wir experimentieren können soviel wir wollen. Hehe, ich wette einige Leute werden geschockt sein, wenn sie "Angermeans" hören, aber das legt sich denke ich, wenn du die Platte ein paar Mal hörst.

Experimentieren trifft den Nagel auf den Kopf.

Das ist es. Du kannst immer noch sagen, dass es STRIFE ist, aber eben wenigstens ein bisschen anders als vorher. Was ich an "Angermeans" so schätze ist, dass die ursprüngliche Aggression STRIFEs sich in den Stücken genauso breit macht wie Ruhe und sich das Ganze dann im nächsten Stück wieder umdreht. Ricks Stimme ist stärker und gleichzeitig viel experimenteller und ruhiger als auf allen bisherigen STRIFE Aufnahmen. Dazu kommt noch, dass wir uns, seitdem wir wieder zusammen spielen, besser denn je verstehen und wir mit "Angermeans" wirklich das gemacht haben, was wir wollten und nicht das, was irgendwer von STRIFE erwartet hat.

Was sich schon aus der Gästeliste erahnen lässt...

Ja vielleicht, haha. Es war lustig Bobo von CYPRESS HILL auf der Platte zu featuren. Bobo hat verschiedene Tribal-Drums gespielt, die als Outro für "From These Graves" dienen sollten. Wir hatten eine ungefähre Vorstellung, wie es klingen sollte, als er es dann aber im Studio gespielt hat, war es 1000 Mal besser, als wir es je zuvor gehört hatten. Weiterhin sind die Piano- und Geigen-Parts der Platte toll, wie ich finde. Ich liebe es, mit anderen Musikern zu arbeiten, weil sie deine eigenen musikalischen Vorstellungen auf ein anderes Level heben. Ganz ehrlich: Vielleicht wäre "Angermeans" niemals so geworden, wenn uns nicht manche Leute auf diese Art und Weise gezeigt hätten, wie sich musikalische Stile, die in ihrer Natur unterschiedlich sind, vereinen lassen. "Angermeans" wird aber nicht ein Experiment bleiben – es ist der Anfang von etwas neuem, in das wir uns hoffentlich hineinentwickeln, aber trotzdem immer STRIFE bleiben und immer aggressive Musik spielen.

Du hast es vorhin schon kurz angerissen: der STRIFE-Split 1998 und die Reunion...

Viele Leute versuchen, den Split von STRIFE in zwei Sätzen zu begründen. Das geht nicht. Alle Gefühle, die zusammenkamen, kann man nicht so kurz fassen. Wir waren zu der Zeit gerade dabei, wirklich alles in STRIFE zu stecken. Wir haben live gespielt so viel es ging und haben versucht uns zu verbessern. Aber: Wir hatten immer noch unsere Miete, Rechnungen etc. zu zahlen. Und es fing an, dass jeder Schritt, den STRIFE machten, in den Augen der "Szene" falsch war. Und alles was wir taten war im Grunde Hardcore zu spielen. Wir sind auf Victory, wir sind mit Bands getourt, die "nicht Hardcore" waren und all das, was in meinen Augen nur hilft, die Musik weiter zu verbreiten. Die Szene begann, vor lauter Kritik zu stagnieren. Die Szene lebt von neuen Kids, aber das haben einige Leute nicht geduldet. Viele sollten aufhören zu reden und selber etwas anfangen. Und das beschissenste Vorurteil: Du bist auf Victory, du bist sellout, du bist Millionär". Wir haben einmal Geld von Victory bekommen. Das war für die "Californian Takeover"Live-CD mit SNAPCASE und EARTH CRISIS zusammen. Wir haben jeder 50 Dollar bekommen. Um das Geld ging es nie. Und dann als "Rockstar Sellout" bezeichnet zu werden ist beschissen. Wenn eine Band, egal welche, sich den Arsch aufreißt, um das alles machen zu können, warum sollte sie dann auch nicht Geld dafür bekommen, dass sie eine Show spielt, mit der jemand Geld macht. Aber um auf die Reunion zurückzukommen: Nachdem wir uns aufgelöst hatten, haben wir viel Zeit getrennt voneinander verbracht. Nach einem guten Jahr haben Sid und ich dann angefangen, wieder zusammen Musik zu schreiben. Unsere Band hieß ANGERMEANS. Sid an den Drums und ich am Gesang und der Gitarre. Als wir einige Stücke aufnehmen wollten, fühlte ich, dass meine Stimme nicht stark genug ist, um sie gut einzuspielen. Also haben wir Rick gefragt, ob er nicht die Vocals machen will. Zu diesem Zeitpunkt war Franklin von SHELTER noch am Bass, als er nach New York zog, haben wir Chad wieder an Bord geholt. Und ab dann war klar, dass, egal welcher Name, die Musik immer STRIFE sein wird. Damit war STRIFE wiedergeboren. Wir kommen besser denn je klar und blicken positiv in die Zukunft.

Andrew, das ist ein Schlusswort, besten Dank für das Gespräch!

Lauri Wessel

Webseite

© by Ox-Fanzine / Ausgabe #46 (März/April/Mai 2002)

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